Rettungsinsel für Familien

Gran Canaria

Auf Gran Canaria gibt es alles, was das Herz alltagsgestresster Familien begehrt – das ganze Jahr über.

Mit Elan gräbt Nicholas (sieben Monate) seine Händchen in den nassen Sand. Immer wieder quetscht er die braune Sandpampe aus seiner Mini-Faust – und hat sichtlich Spaß dabei. Papa Christian sitzt ihm gegenüber – und hat sein Vorhaben aufgegeben, eine Sandburg zu errichten. Er amüsiert sich einfach nur köstlich über seinen Sohnemann, darüber wie er zum ersten Mal in seinem Leben im weißen Sand spielt.

Sandgestöber

Mutter Eva schaut den beiden derweil von weitem zu und nimmt ein Sonnenbad in der Sahara. Es erweckt jedenfalls den Eindruck, als wäre sie in der größten Trockenwüste der Welt. Das liegt nicht etwa an den Temperaturen – denn obwohl die Sonne vom wolkenlosen Himmel strahlt, ist es am Strand gut auszuhalten. Es sind die weitläufigen Dünen von Maspalomas, die einem das Gefühl geben, in der Sahara zu sein. Meterhohe Sandberge türmen sich auf, aus denen an einigen Stellen Palmen und zahlreiche andere Pflanzen wachsen.

Ein paar Kinder machen sich einen Spaß daraus, immer wieder mit Anlauf in die Dünen springen. Eva muss schmunzeln und tapst verschlafen durch den warmen Sand in Richtung Wasser. „Na, wo ist eure Sandburg?“, fragt sie erstaunt. „Wir kamen nicht weit – unser Junior hat es vorgezogen, die Mauern immer wieder einzureißen“, entgegnet Christian.

Picknick am Canyon

Dass goldene Strände nur ein Gesicht Gran Canarias sind, erfährt die Familie am nächsten Tag während ihrer Tour ins Inselinnere. Mit dem Auto geht es über die „GC-500“. Die Küstenstraße schlängelt sich in engen Kurven durch die „Salobre“-Berge. Busse und Lkw hupen sogar, bevor sie um die Kurve fahren, um den Fahrzeugen auf der anderen Spur nicht in die Quere zu kommen. Braune Hügel, soweit das Auge reicht. Sie zeugen von der vulkanischen Seele der Insel. Als Christian bei Arguineguín auf die „GC-505“  abbiegt, verlieren sich die sanften Hügel der „Salobre“-Mondlandschaft mit jedem gefahrenen Kilometer. An ihre Stelle treten ungleich höhere Felsen mit „Grand Canyon“-Charakter.

Und es grünt mit einem Schlag viel grüner. Überall schießen groteske Gewächse aus dem Boden – kugelige Büsche  mit dichtem Blattwerk, zierliche Bäumchen mit bunten Blüten und stachelige Kakteen mit blutroten Früchten. Immer wieder sieht man Bananenplantagen. Die Luft ist erfüllt vom süßen Duft reifer Mangos und Papayas. Irgendwo zwischen El Horno und La Filipina endet die Fahrt – bei einem Picknick mit „Papas Arrugadas con mojo rojo“, die typisch kanarischen Runzelkartoffeln in pikanter, roter Soße.

„Hasta luego!“

Der letzte Abend. Ein bisschen Wehmut liegt in der immer noch warmen Luft. Eva und Christian haben Nicholas in den Kinderwagen gepackt und machen sich auf den Weg zum Hafen von Puerto de Mogán. Er liegt nur einen Steinwurf von ihrem Hotel entfernt. Gemütlich schlendert die Familie die „Avenida Los Marrero“ entlang. Auf der „Avenida“ fahren keine Autos. Sie wirkt wie leergefegt und nur vereinzelt huschen Menschen vorbei. Eine angenehme Ruhe macht sich breit. Nur die Grillen zirpen leise.

Die drei erreichen die kleine Bucht von Mogán, direkt neben dem Hafen. „Kaum zu fassen, dass unser Urlaub schon wieder vorbei ist“, stellt Christian fest. Ein bisschen Melancholie schwingt in seiner Stimme mit. „Stimmt. Die schönsten Wochen des Jahres vergehen immer viel zu schnell. Eben hat Nicholas noch im Ozean geplanscht und morgen schläft er schon wieder im heimischen Bettchen“, pflichtet ihm Eva bei. Während die Familie so aufs Meer blickt, weht der Wind melodische Gitarrenklänge herüber. „Hay sol, siempre sol“ singt ein Mann. Das bedeutet „die Sonne scheint immer“. Er hat Recht. Denn die Sonne scheint auf Gran Canaria das ganze Jahr über – selbst, wenn es dunkel ist.

Wohlfühlkurs - Wellness-Hochburg Gran Canaria

Das beinahe kreisrunde Eiland im Atlantik hat nicht nur atemberaubende Landschaften zu bieten – sondern auch fantastische Wellness-Hotels. Die hoteleigenen Spas lassen keine Wünsche offen und warten mit der gesamten Bandbreite von Anwendungen und Beauty-Treatments auf. Zudem gibt es spezielle Angebote für (werdende) Mütter. Z. B. im „Sheraton Salobre Golf Resort & Spa“ im „Salobre“-Gebirge, wo Therapeuten Mamas in spe unter freiem Himmel mit gekonnten Griffen Nackenverspannungen wegmassieren.

Wer es noch exklusiver mag, ist im „Corallium Thalasso“ des „Lopesan Villa del Conde“ in Meloneras gut aufgehoben. Dort kann man seine private „Ocean-View-Suite“ mit Meerblick mieten – inklusive eigenem Jacuzzi und Sonnenterrasse. Im Spa „Inagua“ des „Cordial Mogán Playa“ in Puerto de Mogán wartet eine spezielle Behandlung auf „neue Mütter“, u. a. mit einem Meersalzpeeling.

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