Dein Leben-und-erziehen.de-Newsletter

Alles über die Themen Schwangerschaft, Erziehung & Gesundheit

AnzeigeDie neue Generation der Kindersicherheit

Platz da für i-Size!

Dank der aktuellen i-Size EU-Norm geht die Kindersicherheit in ein neues Zeitalter. Was muss ein Auto-Kindersitz leisten? Welche Vorschriften gelten? So fährst du sicher mit Kind und Köpfchen.

Auf dem langen Weg zur Kindersitzpflicht ist in Sachen Sicherheit für die Kleinen viel passiert. Kaum zu glauben: noch Anfang der 90er Jahre fuhren Babys in ungeschützten Babywannen oder Tragetaschen im Auto mit. Nachdem das neu eingeführte Bußgeld von 40 DM die Anschnallpflicht bei Erwachsenen endgültig durchsetzte, revolutioniert 1984 die Innovation der rückwärtsgerichteten Maxi-Cosi Babyschale das Thema Kindersicherheit. Doch bis die Kindersitzpflicht Vorschrift wird, vergehen noch Jahre. Erst seit 1993 wird in §21 Abs. 1a StVO geregelt, dass Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr und einer Körpergröße bis zu 150 Zentimetern nur auf für sie geeigneten und geprüften Rückhalteeinrichtungen im Pkw mitfahren dürfen. Denn alle Gurt- und Sicherheitssysteme sind für Erwachsene konzipiert und nicht geeignet für den Schutz zarter Kinderkörper.

Besser geschützt im Reboarder

Fachleute und der ADAC sind sich einig: Wesentlich sicherer sind Babys und Kleinkinder im Auto gegen die Fahrtrichtung unterwegs. Die meisten Verkehrsunfälle ereignen sich seitlich oder frontal. In diesem Fall nimmt eine rückwärtsgerichtete Kindersitzschale einen Großteil der Energie des Aufpralls auf, während die besonders empfindlichen Bereiche wie Kopf, Nacken und Wirbelsäule effektiver geschützt sind. Die Fahrt mit einem Reboarder bedeutet für Babys bis 15 Monate mehr Komfort und besseren Schutz. Lass dich im Fachhandel beraten!

Leben & Erziehen im Abo

Leben & Erziehen widmet sich dem jungen Familienleben und hilft Eltern bei den täglichen Herausforderungen.

Mehr Infos

i-Size setzt neue Sicherheits-Standards

Bevor die Familie auf Tour geht: der Auto-Kindersitz muss der europäischen Sicherheitsverordnung entsprechen. Seit Juli 2013 ist die erste Phase der neuen Sicherheitsnorm i-Size (R129) als EU-Standard parallel zur alten ECE R44/04-Verordnung in Kraft. Der zukunftsweisende i-Size-Standard in der Kindersicherheit ist das Resultat intensiver Unfallforschung und Weiterentwicklung bestehender Sicherheitskonzepte. Was macht i-Size besser? Nach der neuen Norm müssen Kinder zur Sicherheit im Alter bis 15 Monate rückwärtsgerichtet in Reboardern befördert werden. Zudem müssen die Sitze für ihre Zulassung einen Seitenaufpralltest bestehen. Um die Wahl des passenden Sitzes zu erleichtern, werden sie jetzt nach der Körpergröße des Kindes anstatt nach Gewicht klassifiziert. Dank R129 gewinnen Kindersitze also nicht nur an Ergonomie, sondern bieten auch noch besseren Schutz.

Einfach sicher auf Klick: Isofix

Studien zufolge werden 80 Prozent der Kindersitze im Auto fehlerhaft angebracht. Aus dem Ruf nach einem einfach zu bedienenden Installationssystem ohne Gurt wurde in Kooperation mit der Autoindustrie das weltweit standardisierte Isofix-System entwickelt. Mit einfachem Klicksystem wird damit die korrekte und sichere Befestigung des Kindersitzes an der Fahrzeugkarosserie gewährleistet. Und so die Verletzungsgefahr für Kinder bei einem Unfall deutlich reduziert.

Tipps für den Kindersitz-Kauf

  • Testergebnisse von ADAC und Stiftung Warentest checken
  • Auf Markenprodukte und Fachberatung im Handel setzen
  • Kindersitz nach Körpergröße des Kindes aussuchen
  • Der Kindersitz muss zum Kind und zum Auto passen (Freigabelisten der Sitzhersteller und ISOFIX beachten!)
  • Prüfnormen und -siegel sowie Be- dienungsanleitung beachten
  • So lange wie möglich Reboarder benutzen: mind. 15 Monate, Experten empfehlen bis zu vier Jahre
  • Reboarder idealerweise auf der Rückbank anbringen
  • Bei Reboarder auf dem Beifahrersitz hier Airbag abschalten!
Profilbild

Unsere Autorin

Jana Kalla

Jana Kalla ist freiberufliche Journalistin und war viele Jahre lang hauptsächlich im Beauty-Kosmos unterwegs.

Seit sie einen eigenen kleinen Sohn hat, ist ihr Leben nicht nur um einiges turbulenter geworden, es hat auch dazu geführt, dass sie ihr Themenspektrum erweitert hat. Und was könnte es Schöneres geben, als über Windeln und Wimperntusche zu schreiben?

Teile diesen Artikel: