Sechs von zehn sind "mangelhaft"

Kindersitztest 2014

ADAC und Stiftung Warentest haben zehn günstige Autokindersitze getestet. Fazit: Die Modelle bieten kleinen Passagieren meist keinen ausreichenden Schutz.

Fünf der getesteten Sitze versagten in der Unfallsicherheit – neben dem "Nania Safety Paris SP" gleich drei Modelle von United-Kids und eines von Tiggo. Überdies enthält einer der United-Kids-Sitze in seinem Bezugsstoff auch zu viel polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Ursache für das „mangelhafte“ Abschneiden der meisten Modelle sind ihre abnehmbaren Rückenlehnen. Folgt man den Herstellerangaben und nimmt diese schon ab einem Kinder-Gewicht von 15 bzw. 22 Kilo ab, haben die Kleinen keine Kopfstütze, die sie bei einem Seitenaufprall schützt. Bei den billigen Autokindersitzen im Test erreicht nur die für Gurtmontage vorgesehene Babyschale "Nania Beone SP" für 59 Euro ein „Gut“.

Mehr Infos unter www.adac.de.

Wie haben ADAC und Stiftung Warentest getestet?

ADAC und Stiftung Warentest testeten Kindersitze aus allen Gewichtsklassen in den Kriterien Sicherheit, Bedienung & Ergonomie, Schadstoffgehalt, Reinigung und Verarbeitung. Wichtig für die Eltern: Die Kleinsten müssen bei jeder Fahrt im Sitz richtig gesichert sein. Vor dem Kauf sollte man sich unbedingt Bedienung und Einbau erklären lassen. Um Fehler bei der Montage zu vermeiden, muss die Bedienungsanleitung genau befolgt werden. Außerdem empfiehlt der ADAC, den Sitz vor dem Kauf im eigenen Fahrzeug auszuprobieren: Nicht jedes Produkt passt optimal in jedes Auto. Der Kindersitz muss sich stabil befestigen lassen, und besonders auf den richtigen Gurtverlauf ist zu achten.

Video: Auf dem Prüfstand - So testet der ADAC

Alle Ergebnisse zum Download:

ADAC Kindersitztest 2014

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