Platz für Familie

Neues von der IAA in Frankfurt

Die Autohersteller lassen sich immer mehr Kraft, sportliches Design und komplizierte Assistenzsysteme für ihre Modelle einfallen – aber auch Sinnvolles für Familien? Roland Löwisch hat sich auf der IAA nach Innovationen umgeschaut.

Die Frage, was es denn Neues für Familien geben würde, stürzt Autohersteller auf der wichtigsten Automesse Europas, der IAA in Frankfurt, in hektische Betriebsamkeit – die meisten wollen mit mehr Platz punkten. Den gibt’s in Hülle und Fülle – aber auch noch etwas anderes?

TOYOTA

Der präsentierte „Auris Touring Sports“ ist der erste Kompaktklasse-Kombi mit Hybridantrieb: Die Basis besitzt einen 99-PS-Benziner, der von einem Elektromotor unterstützt wird. Toyota gibt 5,6 Liter Verbrauch für 100 Kilometer an. Trotz Raum fordernden Hybrid-
antrieb stehen bis zu 1.658 Liter Gepäckvolumen zur Verfügung.

PEUGEOT

Die Citroën-Mutter geht mit dem neuen kompakten „Peugot 308“ auf
Kundenfang. Innen unterstützt ein
aufgeräumtes Cockpit die Konzentration, ein Dreizylinder-Benziner mit 82 PS als Basismotor soll für niedrigen Verbrauch sorgen. Der Kofferraum nimmt mit 470 Liter auf. Gut: Handschuhfach mit zwölf Litern Fassungsvermögen und große
Seitentaschen für 1,5 Liter-Flaschen.

SEAT

Die spanische VW-Tochter präsentiert mit dem „Seat Leon ST“ erstmals einen Kombi. Der will aber eher durch Sportlichkeit als mit Platz punkten: Zwischen 587 und 1.470 Liter Gepäck finden Raum. Nette Details: per Fernentriegelung geteilt umlegbare Rücksitzlehne, doppelter Laderaumboden und eine Durchladeöffnung. Basistriebwerk ist ein 86 PS starker Benziner.

VW

Die Wolfsburger präsentieren den seriennahen „Golf Sportsvan“ – das Modell hieß früher „Golf Plus“. Verkaufsargument: mehr Platz (!) durch eine Kapazität von bis zu 1.500 Litern und ein flexibles Interieur, wie zum Beispiel eine um 180 Millimeter verschiebbare Rückbank. Dazu Entspannung für den Fahrer durch einen Totwinkelassistenten, der auch beim Ein- und Ausparken hilft. Der Sportsvan ist ab Mitte nächsten Jahres mit sechs diversen Motoren und Start-Stop-System zu haben.

OPEL

Die Rüsselsheimer präsentieren kein neues Familienauto, aber hinter den Kulissen wird an neuen Detaillösungen gearbeitet. Zu schon bestehenden Innovationen wie flexible Innenraumvariabilität in verschiedenen Modellen und „Flexdoors“ beim Meriva (hinten angeschlagene hintere Türen) kommen künftig zum Beispiel interaktive Informationen zur Landschaft, die gerade passiert wird, eine „Drying Chamber“ (Staufach unter der Ladefläche zum Trocknen feuchter Sportklamotten) und für die Kleinen eine Mittelkonsole mit Lichteffekten samt Lego-Staufach. Witzig, aber leider bislang nur ein Studienprojekt: die hinteren Scheiben als elektronische Malfläche.

FORD

Die Kölner wollen mit einer Studie zum neuen „Ford S-Max“ punkten, der bis zu sieben Personen Platz bietet und trotzdem sportlich aussieht. Der Mittelsitz in der zweiten Sitzreihe ist elektrisch versenkbar, der Fahrer kann seinen Aufregungslevel dank EKG-Sitz mit Pulsfrequenzkontrolle messen. Allerdings wird es noch bis 2015 dauern, bis der Wagen zu haben ist – dann aber fast so, wie auf der IAA präsentiert.

CITROËN

Die Franzosen zeigen den neuen „Grand C4 Picasso“. Im Vergleich zum Vorgänger haben sich die Außenmaße nicht verändert, der Platz für Fondpassagiere und im Kofferraum (plus 69 auf 645 Liter bei voll besetzten Sitzreihen). ist aber üppiger dank elf Zentimeter gewachsenem Radstand.

SKODA

 Die neu vorgestellte Kurzheck-Limousine „ Skoda Rapid Spaceback“ soll junge Familien ansprechen – natürlich auch durch viel Platz (415 bis 1.380 Liter
Kofferraum), aber auch durch praktische Details wie Abfallbehälter in den Seitentüren.

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