Kurioses in der Coronakrise

Müssen wir unseren Strandurlaub in Plastikboxen verbringen?

Ist unser Strandurlaub möglicherweise doch noch zu retten? Ein italienisches Unternehmen hat Plexiglasboxen entwickelt, die Aufenthalte am Strand mit Abstand gewährleisten sollen ...

Aus dem Supermarkt kennen wir Sicherheitsabsperrungen aus Plexiglas mittlerweile wohl alle. Doch ein italienisches Unternehmen aus Rimini schlägt laut der italienischen Zeitung "La Repubblica" nun vor, Plexiglasboxen an Italiens Stränden aufzustellen, um den Strandurlaub zu Coronazeiten sicherer bzw. überhaupt möglich zu machen. Die Idee der Firma "Nuova Neon Group 2" ist es, quadratische Boxen mit einer Seitenlänge von 4,5 Metern um die Sonnenliegen herum aufzustellen. Die Boxen bestehen aus transparentem Plexiglas mit Aluminiumprofilen. Die Wände sind zwei Meter hoch und es gibt einen 1,5 Meter breiten Eingang.

Laut Firmenchef Claudio Ferrari gebe es bereits erste Anfragen von Strandbetreibern und Gastronomen.

Der Plastikboxenvorschlag zeigt einmal mehr, wie kreativ die Menschen in Krisenzeiten werden. Und natürlich ist es verständlich, dass Italien Ideen sucht, um die Touristikbranche – einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes – zu retten. Voraussetzung dafür ist natürlich zunächst die Grenzöffnung sowie die Aufnahme des Flugverkehrs und der Hotelbetriebe.

Doch Hand aufs Herz: Sicherheit ist wichtig, aber ist das dann noch Strandurlaub? Luft nur von oben, ansonsten in Plastikkäfigen eingepfercht? Und wie, bitte schön, erklären wir unseren Kindern, dass sie am großen Strand nur auf kleinstem Raum spielen dürfen? Was ist, wenn man ins Wasser will? Ein Strandurlaub lebt doch davon, dass man sich ausgelassen bewegen darf und auch engen Kontakt zu anderen Menschen hat. Ich zumindest könnte mich im Käfig "mit Sicherheit" nicht besonders gut erholen.

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Unsere Autorin

Irlana Nörtemann

Irlana Nörtemann ist seit vielen Jahren mit Herzblut Redakteurin bei Junior Medien. Zu ihren Aufgaben zählt auch Content Management.

Als Mutter eines Jungen lässt sie ihre Alltagserfahrungen in ihre Artikel mit einfließen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen Reise und Gesundheit.

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