Spannendes Naturschauspiel

Der Supermond: Rund, hell und riesig

Der Mond wusste kleine Kinder schon immer zu faszinieren, vor allem der runde Vollmond. Ein ganz besonderes Naturereignis sind die sogenannten Supermonde – die größten Vollmonde des Jahres.

In den Himmel zu blicken fasziniert viele Kinder, vor allem wenn ein besonderes Ereignis wie der Supermond ansteht.
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In den Himmel zu blicken fasziniert viele Kinder, vor allem wenn ein besonderes Ereignis wie der Supermond ansteht.

Dr. Mariana Wagner ist Astrophysikerin und arbeitet beim Planetarium Hamburg. Sie verrät, was sich hinter dem auffälligen Naturschauspiel "Supermond" verbirgt:

Der Mond braucht 27 Tage, um sich einmal um sich selbst zu drehen und umkreist in derselben Zeit einmal die Erde. Wir sehen also immer dieselbe Seite unseres Trabanten – das bekannte "Mondgesicht". Dabei leuchtet der Mond allerdings nicht von alleine. Vielmehr reflektiert er das Licht der Sonne. Und da weder die Erde noch der Mond stillstehen, verändert sich das Bild des Mondes an unserem Himmel im Verlauf des Monats. Sehen wir seine komplette Tagseite, die vollständig von der Sonne beschienen wird, steht unser Trabant als Vollmond am Himmel.

Super nah und super hell

Die Umlaufbahn des Mondes ist elliptisch und nicht etwa kreisrund. Deswegen verändert sich auch seine Entfernung zur Erde – manchmal ist er uns besonders fern, manchmal wiederum sehr nah. Die Distanz variiert zwischen 406.000 und 356.000 Kilometern. Ein erdnaher Vollmond wird im Volksmund auch "Supermond" genannt, denn er erscheint uns besonders groß und hell. Doch auch wenn es einen anderen Eindruck macht, ist der Größenunterschied zwischen einem "normalen" Vollmond und einem Supermond eigentlich gar nicht so dramatisch. Für den Vergleich wird gerne der zwischen einer Zwei- und einer Ein-Euro-Münze herangezogen.

© Bild: Planetarium Hamburg

Ein Supermond wirkt etwa 7 Prozent größer als ein durchschnittlicher Vollmond und rund 14 Prozent größer als einer in Erdferne, letzterer wird gerne auch "Minimond" genannt. Außerdem ist ein Supermond etwa 15 Prozent heller als der durchschnittliche und sogar rund 30 Prozent heller als ein Minimond. Schließlich ist seine Fläche von der Erde aus gesehen größer und kann mehr Sonnenlicht reflektieren. Der Anblick des Mondes ist kurz nach seinem Aufgang oder kurz vor seinem Untergang besonders schön. In diesen Momenten sorgt die sogenannte Mondtäuschung dafür, dass er uns noch etwas größer erscheint.

© Bild: Planetarium Hamburg

"Supermond" und "Minimond": Das klingt spannend

In der Astronomie werden die beliebten Begriffe "Super-" und "Minimond" natürlich nicht verwendet. Hier wird vielmehr vom Perigäum gesprochen, wenn der Mond die geringste Distanz zur Erde erreicht hat und vom Apogäum, wenn er uns besonders fern ist. Aber Hand aufs Herz: Gerade für Kinder sind Super- und Minimond doch deutlich spannender und leichter zu merken.

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