1. Januar 2017

Betäubung durch die Rückenmarksspritze

Begünstigt die PDA eine Zangengeburt?

Betäubung durch die Rückenmarksspritze
© Gabriel Blaj/Fotolia.com

An die Wehen-Schmerzen bei der ersten Geburt kann ich mich noch gut erinnern. Beim zweiten Kind möchte ich deshalb eine Periduralanästhesie (PDA). Stimmt es, dass die Ärzte danach öfter mit Zange oder Saugglocke nachhelfen müssen?

Dr. Michael Krause, Oberarzt im Klinikum Nürnberg-Süd: Das mag statistisch so aussehen, ist aber nicht die Schuld der PDA.

Sie wird sehr oft eingesetzt, um schwere Geburten zu erleichtern, zum Beispiel wenn sich das Köpfchen des Babys falsch einstellt oder wenn Frauen die Kraft auszugehen droht. Ohne PDA müssten die Ärzte erst recht zur Saugglocke oder Zange greifen oder einen Kaiserschnitt machen.

Anders sieht es aus, wenn Sie sich die PDA ohne medizinische Indikation nur gegen die Wehenschmerzen wünschen. Dann verlängert sie die Eröffnungsphase vielleicht ein wenig; die Wahrscheinlichkeit für eine Saugglocken- oder Zangengeburt erhöht sich aber nicht. Das gilt besonders für walking epidurals, bei denen die Frauen beweglich bleiben und aktiv bei der Geburt mitarbeiten können.

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