20. September 2012

Hormone spielen bei der Geburt eine große Rolle

Den Verstand bei der Geburt am besten ausschalten

Hormone spielen bei der Geburt eine große Rolle
© Natalia Davydova/Shutterstock.com

Das Hormon Prostaglandin macht den Muttermund weich, Oxytozin treibt die Wehen an, Endorphine lindern die Schmerzen, Adrenalin mobilisiert Kräfte beim Hinausschieben des Babys. Gut also, wenn Hormone und andere körpereigene Stoffe bei der Geburt ungestört fließen können.
Doch dazu müssen die Umstände stimmen. Gesteuert werden die Hormon-Flüsse im Primärhirn.
Als vernunftgelenkten Menschen fällt es vielen Schwangeren allerdings schwer, sich den Instinkten des Primärhirns einfach zu überlassen; sie sind gewohnt, alles durch das Großhirn, ihren Verstand, zu kontrollieren – und stören damit die natürliche Arbeit des Körpers. Darauf hat besonders der bekannte französische Geburtshelfer Michel Odent aufmerksam gemacht. Es kommt also darauf an, das Großhirn bei der Geburt möglichst abzuschalten. Am besten gelingt das Frauen in einer vertrauten, intimen Umgebung. Dazu gehören vor allem Geburtshelfer, bei denen sie sich je nach Bedarf anlehnen, bewegen, jammern und schreien dürfen. Als störend erweisen sich dagegen oft die besorgten Nachfragen werdender Väter. Wie lange dauert das noch? Hat sich der Muttermund weiter geöffnet? Solche Fragen bestärken nicht, sondern wecken nur das Kontrollbedürfnis der Frauen.

Schlagwörter:

Kommentar schreiben

Mit Absenden deines Kommentars erklärst du dich mit der Verarbeitung deiner hier angegebenen Daten einverstanden (Datenschutzerklärung). Diese werden nur zur Verwaltung der Kommentare verwendet und keinem anderen Zweck zugefügt. Du kannst jederzeit per E-Mail an datenschutz@bayard-media.de der Speicherung deiner Daten widersprechen.

* Notwendige Angaben

Menü
nach oben
X
Cover
Leben & erziehen – das Elternmagazin. ❯ Jetzt reinblättern