14. Juli 2016

Vertrauen haben

Geburt: Wie kann ich mich fallen lassen?

Vertrauen haben
© Imagesource

Bei der Geburt ganz aus sich herausgehen, die Kontrolle abgeben – der Gedanke daran ist für viele Schwangere schwierig. Was werdende Mamas tun können.

„Ich bin eher ein nüchterner, kopfgesteuerter Mensch, der gern alles unter Kontrolle hat. Das hängt auch mit meinem Beruf und meiner Erziehung zusammen. Nach allem, was ich bei der Geburtsvorbereitung höre und lese, ist das nicht gerade die ideale Einstellung für die Geburt. Muss ich deswegen mit Problemen rechnen?“


Karin Brenner, Hebamme: Nein. Natürlich ist es ein Vorteil, wenn eine Frau loslassen und sich den natürlichen Kräften hingeben kann, die die Geburt vorantreiben. Ihr Bedürfnis nach Kontrolle steht dazu im Widerspruch. Sie auch mal abgeben zu können, ist ein Lern- und Erfahrungsprozess, bei dem die Geburtsvorbereitung sehr hilfreich ist. Wichtig sind auch Ihre Begleiter im Kreißsaal. Sie sollten Ihnen das Gefühl geben, dass Sie sich auf sie verlassen können. Dann fällt es Ihnen leichter, ein Stück Kontrolle abzugeben. Die besten Voraussetzungen dafür bieten Ihr Partner und eine (Beleg-)Hebamme, die Sie sowohl während der Schwangerschaft als auch bei der Geburt betreut. Überlegen Sie außerdem einmal, woher Ihr Bedürfnis nach Kontrolle stammt. Steckt dahinter die Angst vor Komplikationen? Dann hilft Ihnen vermutlich die Wahl einer großen Klinik, die für alle Notfälle gerüstet ist.

Ein Kommentar

  1. Silke sagt:

    Hallo,

    grundsätzlich würde ich allen werdenden Müttern den Rat geben. „Denkt nicht so viel darüber nach, freut auch lieber auf die Zeit danach. Es kommt am Ende eh immer alles anders als man denkt und wirklich Einfluss habt ihr wenn es einmal losgeht nicht wirklich. “ Wichtig ist man sollte sich im Krankenhaus wohlfühlen und sich wirklich gut mit der Hebamme verstehen.

    Ich wollte erst Wanne und habe am Ende den normalen Weg beschritten. Der Körper gibt zum entsprechenden Zeitpunkt ganz von alleine Signal.
    Ich habe mir einfach mal keinen Kopf gemacht und auf das Wissen der Hebamme und dem Arzt vertraut. Damit war alles bestens und ich entspannt und es lief ohne Probleme. Ich habe meine Hebamme sogar kurz verflucht 🙂 Habe gemeint ich muss sie jetzt mal kurz echt hassen. Sie lachte nur.

    Ich habe auch meinem Mann nicht vorgeschrieben das er dabei sein muss. Man bekommt auch nur sich mit in der heißen Phase. Und mal ehrlich in dem Moment geht es nur um Euch und euer Kind. Der Rest ist egal.

    Egal was man auch so sagt – das Glücksgefühl danach mit dem Zwerg auf dem Arm wischt alles davor weg (PS.: Also der Spruch man vergisst dann alles kann man knicken :), aber man bekommt eine andere Sicht darauf . ) Auf dieses Hochgefühl danach sollte man denken.

    Der Stress und das Aufregende kommt doch erst nach 🙂

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