7. März 2018

Ohne Angst durch die Geburt

Hypnosegeburt für Anfänger

Ohne Angst durch die Geburt
© nataistock/iStockphoto.com

Endlich schmerzfrei und entspannt durch die Geburt? Seitdem Promi-Mütter – wie die britische Herzogin Kate – mithilfe von Hypnose entbunden haben, ist diese Methode auch bei uns im Trend. Aber was steckt dahinter?

Die Hebamme schwingt so lange einen Pendel vor den Augen der Schwangeren, bis sie nach einigen Sekunden total weggetreten ist – so stellt sich jeder eine Geburtshypnose vor, der zum ersten Mal davon hört. Aber das ist falsch. Unter „Hypnobirthing“ versteht man einen Entspannungsprozess, der den Schwangeren die Angst vor der Geburt nehmen soll.

Konzept einer schönen Geburt

Die Idee: Ängste vermeiden, um Schmerzen zu lindern. Wer sich nicht vor der Geburt fürchtet, schüttet keine Stresshormone aus, verkrampft nicht und bleibt dadurch schmerzfreier. Wenn das Baby kommt, ist  die Schwangere durch Hypnose konzentriert, tiefenentspannt und fit. „Ziel ist es, die Geburt zu einer angenehmen und glücklichen Erfahrung zu machen“, sagt Hebamme Heidrun Winter aus St. Gallen.

Wie läuft eine Hypnose-Geburt ab?

In der Vorbereitungsphase versuchen sich Frauen die Geburt vorzustellen und in Gedanken mit einem Wohlfühlort zu verknüpfen. Außerdem trainieren sie Atemtechniken zur Entspannung und zur Unterstützung der Muskeltätigkeit. Mit Musik und Büchern versuchen die Schwangeren, sich zusätzlich zu entspannen. Es braucht viele Übungen, um sich während der Geburt in Trance zu versetzen: Frauen rufen ihre antrainierten Bilder im Kopf ab und erreichen den Zustand der Tiefenentspannung.

Für wen geeignet?

Da die Hypnose-Geburt keine Nebenwirkungen hat, ist sie für alle Frauen geeignet, die körperlich und psychisch gesund sind. Denn Geburtshypnose ist dafür gedacht, ein Kind auf natürlichem Weg zur Welt zu bringen. Problematisch ist Hypnobirthing nur für Frauen, die unter psychischen Erkrankungen wie Depressionen leiden oder traumatische Vorerfahrungen haben. „In so einem Fall empfiehlt es sich, einen spezialisierten Hypnotherapeuten aufzusuchen statt eine Hebamme“, sagt Heidrun Winter.

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