9. November 2012

Was dafür und was dagegen spricht

Kaiserschnitt – die leichtere Geburt?

© Steve Lovegrove/Shutterstock.com

Immer mehr Frauen, die Angst vor den Wehenschmerzen haben, denken darüber nach, ihr Baby per Kaiserschnitt auf die Welt zu bringen. Was werdende Mütter wissen sollten, damit sie sich richtig entscheiden können.

In Deutschland kommt mittlerweile jedes fünfte Kind per Kaiserschnitt (medizinisch sectio genannt) zur Welt. Zu Beginn der achtziger Jahre war es noch jedes elfte. Will eine Frau den Eingriff, weil sie Angst vor der Geburt hat, wird sie ihn in den meisten Fällen auch bekommen. Denn die Ärzte sind verpflichtet, das Selbstbestimmungsrecht der Frauen zu achten.

Vor der Entscheidung sollten Frauen die Risiken und Vorteile genau abwägen.

 

Argumente für einen Kaiserschnitt

Starke Wehenschmerzen und große Erschöpfung bleiben der Frau erspart, sie kann entspannt dem Geburtstermin entgegen sehen. Mit ihrem Arzt wird sie genau besprechen, wie die Geburt abläuft und was bei dem Kaiserschnitt gemacht wird.

Babys sind selten pünktlich. Einige kommen Tage vor dem errechneten Termin zur Welt, andere lassen ihre Eltern zwei Wochen warten.

Eine Kaiserschnitt-Geburt ist planbar, Großeltern, Freunde und Verwandte kennen den genauen Termin. Dadurch ist es für die jungen Eltern einfacher, die erste Zeit mit Baby stressfrei zu organisieren.

Komplikationen, die bei einer spontanen Geburt auftreten und so zu einem Not-Kaiserschnitt führen könnten, beugt ein geplanter Kaiserschnitt vor. Außerdem ist die Sauerstoff-Versorgung des Babys gesichert, da es sich nicht den Weg durch den engen Geburtskanal bahnen muss.

 

Argumente gegen einen Kaiserschnitt

Auch wenn der werdenden Mutter die Wehenschmerzen erspart bleiben, ein Kaiserschnitt ist eine richtige Operation mit entsprechenden Risiken. Und die Wunde tut noch Tage später weh (wenn der Wehenschmerz schon vergessen ist). Vielen Frauen fällt es schwer aufzustehen, zu lachen oder ihr Baby alleine zu versorgen.

Der Weg durch den Geburtskanal ist für Babys zwar anstrengend, er bereitet sie aber auch auf das Leben vor. So wird zum Beispiel durch den Druck das Fruchtwasser aus den Lungen herausgepresst, das Organ arbeitet danach besser. Das Erlebnis einer spontanen Geburt stärkt den Zusammenhalt der Familie, denn auch der Papa kann dabei sein. Die ersten Minuten gehören ganz der kleinen Familie.

Bei einem Kaiserschnitt (egal ob mit PDA oder unter Vollnarkose) kann die Mutter das Neugeborene nicht gleich auf ihre Brust legen. Auch muss ihre OP-Wunde erst versorgt werden. Bei einer Vollnarkose muss der werdende Vater sogar vor dem Kreißsaal warten.

 

Eine PDA kann helfen

Hat eine Frau sehr große Angst vor der Geburt, kann sie sich anstelle eines Kaiserschnittes auch für eine Periduralanästhesie (PDA) entscheiden. So spürt sie den Wehenschmerz nicht, kann aber aktiv an der Geburt teilhaben und auch die erste Minuten mit dem Neugeborenen genießen.

Schlagwörter: ,

Ein Kommentar

  1. carinasmama sagt:

    Also ich hatte einen kaiserschnitt, weils bei mir anders nicht ging. und ganz ehrlich ich war total froh, endlich keine schmerzen mehr zu spüren.

Kommentar schreiben

Mit Absenden deines Kommentars erklärst du dich mit der Verarbeitung deiner hier angegebenen Daten einverstanden (Datenschutzerklärung). Diese werden nur zur Verwaltung der Kommentare verwendet und keinem anderen Zweck zugefügt. Du kannst jederzeit per E-Mail an datenschutz@junior-medien.de der Speicherung deiner Daten widersprechen.

* Notwendige Angaben

Menü
nach oben
X
Cover
Leben & erziehen – das Elternmagazin. ❯ Jetzt reinblättern