1. April 2017

Frage an die Hebamme

Jeden Dammriss nähen?

Frage an die Hebamme
© Monkey Business Images /Shutterstock.com

„Bei Leons Geburt erlitt ich einen kleinen Dammriss, der zu meiner Überraschung aber nicht genäht wurde. Deshalb fühle ich mich etwas unsicher. Wie kann ich die Heilung unterstützen?“ Das rät die Hebamme.

Ute Höfer, Hebamme: Dammrisse, die bis in die Muskelschichten gehen, müssen genäht werden. Bei oberflächlichen Rissen der Haut und Unterhaut gehen die Gepflogenheiten dagegen auseinander. Die meisten Ärzte neigen dazu, jeden Riss zu nähen.

Ohne Naht heilt’s besser

Viele Hebammen dagegen vertrauen auf die Selbstheilungskraft des Körpers. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Heilung schneller und unproblematischer verläuft, wenn das Gewebe nicht zusätzlich durch Spritzen von Betäubungsmitteln und Nähen belastet wird. Wissenschaftliche Studien darüber, welches Verfahren letztendlich den Vorzug verdient, kenne ich allerdings nicht.

Lieber liegen

Zur Unterstützung der Heilung sollten Sie jeden Druck auf die Wunde vermeiden – ganz gleich, ob sie vernäht worden ist oder nicht. Also: nicht zu oft hinsetzen, auch zum Stillen des Babys lieber auf die Seite legen.
Bewährt haben sich außerdem homöopathische Mittel (Arnika), Kamille-Spülungen (vom dritten Tag an), Luftbäder und lockere Kleidung. Eine sanfte Massage mit Öl kann verhindern, dass die Narbe verhärtet

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