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Fingerfarbe selber machen

Fingerfarbe selber machen kann wahnsinnig viel Spaß machen und ein Fest für die Sinne sein. Egal ob essbar oder nicht, hier findet ihr alle gängigen Rezepte. Wir wünschen viel Spaß beim Nachmachen!

Ökotest warnt vor diesen 3 Fingerfarben – und empfiehlt diese 3:

November 2021
Die gute Nachricht vorweg: In den letzten Jahren hat Ökotest immer wieder verschiedene Hersteller von Fingermalfarben untersucht. Die Ergebnisse waren in der Vergangenheit sehr bedenklich, die Produkte mit gesundheitsschädlichen Substanzen vermischt, und sogar der krebsverdächtige Farbstoff Anilin wurde in vielen Produkten nachgewiesen. Beim aktuellen Test fällt auf, dass sich die große Mehrheit der Fingerfarben aus dem Handel verbessert hat und nun mit der Bestnote "sehr gut" abschneidet. 

Diese drei Fingerfarben-Sets könnt ihr bedenkenlos kaufen und sie sind auch noch besonders preiswert:

  1. Klecksi Fingermalfarben von Feuchtmann* 
  2. Idena Fingermalfarben von Iden Berlin 
  3. Stylex Finger-Malfarben*

Diese drei Fingerfarben wertet Ökotest mit der Note "ungenügend" ab.Damit sollten sie auf keinen Fall in Kinderhände geraten. Sie enthalten unter anderem Koservierungsstoffe wie zum Beispiel Formaldehyd, die allergieauslösend und reizend wirken können: 

  • Art & Fun Wasserlösliche Fingermalfarben von Simba
  • Viva Decor Fingerfarbe (Viererpack)
  • Malinos Fingerfarben von Amewi (Sechserpack)

Natürliche Fingerfarbe ohne kochen (essbar)

Zutaten: 

  • 100 ml Wasser
  • 4 EL Mehl
  • eine Schüssel
  • Lebensmittelfarbe oder natürliche Farbstoffe
  • kleine Einmachgläser

Anleitung: Dieses Rezept ist wirklich sehr simpel und ist bereits für die Kleinsten geeignet. In einer Schüssel das Mehl mit dem Wasser vermischen und dann nach Belieben entweder mit Lebensmittelfarbe oder mit natürlichen Materialien wie Spinatsud, Karottensaft oder Ähnlichem einfärben.

Die Fingerfarbe hält sich bis zu zwei Wochen, wenn ihr sie im Kühlschrank aufbewahrt.

Fingerfarbe mit Speisestärke (essbar)

Zutaten:

  • 3 EL Zucker
  • eine halbe Tasse Stärke
  • 2 Tassen Wasser
  • Lebensmittelfarbe
  • eine Schüssel
  • einen Topf
  • Einmachgläschen

Anleitung: Mischt den Zucker, die Stärke und das Wasser in einer Schüssel, bis keine Klumpen mehr in der Masse sind. Anschließend wird die Masse zu einem dickflüssigen Brei aufgekocht. Immer gut durchrühren, sonst brennt es an. Wenn der Brei fest genug ist, lasst ihn kurz abkühlen, bevor ihr ihn in auf die Gläschen verteilt. Gebt dann nach Belieben Lebensmittelfarbe oder natürliche Färbemittel dazu.

Diese Fingerfarbe hält sich ebenfalls zwei Wochen, wenn sie im Kühlschrank aufbewahrt wird. 

Natürliche Lebensmittelfarben – wie mache ich braune Fingerfarbe?

Hier ein kleiner Exkurs zum Färben mit natürlichen Materialien und die häufig gestellte Frage: Wie färbe ich eigentlich braun?

Grün: Grün sind in der Natur viele Dinge, darunter Matcha-Tee, der sich sehr gut eignet, um helle Grüntöne zu bekommen. Soll das Grün etwas dunkler sein, könnt ihr auch mit Spinat- oder Petersiliensud färben. Ebenso eignen sich Weizen- oder Gerstengras-Ausgüsse, die die Kleinen durch den intensiven Geschmack vielleicht sogar davon abhalten, an der Fingerfarbe zu naschen (obwohl der Grassaft sehr gesund ist).

Gelb: Hier eignet sich wohl Kurkuma am besten zum Färben. Alternativ könnt ihr für einen satten Gelbton auch einen Safranaufguss erstellen, der allerdings nicht gerade günstig ist. 

Orange: Ihr ahnt es sicher schon, denn was ist oranger und hinterlässt dauerhaftere Flecken als Karottensaft? Nicht viel. Alternativ könnt ihr aber auch mit Paprikapulver volle Orangetöne erreichen.

Rot: Himbeeren und Johannisbeeren eignen sich gut für helle Rottöne. Erdbeeren geben einen satten Ton. Dunklere Töne erreicht man mit Roter Beete, Rotkohl oder auch schwarzen Johannisbeeren.

Lila/Violett/Blau: Durch eine Kombination aus Himbeeren und roten Johannisbeeren kann man einen Violett-Ton erreichen. Verwendet man zusätzlich noch Blaubeeren geht der Ton in Lila über. Blaubeeren, schwarze Johannisbeeren und Rote Beete ergeben einen tollen Blauton. Die Farbresultate werden noch besser, wenn man ein bisschen Natron dazu gibt. 

Schwarz: erreicht man am besten, wenn man die Fingerfarbe mit Aktivkohle oder Sepia einfärbt.

Last but not least ... Braun: Mischt man alle komplementären Grundfarben zusammen, ergibt das Braun, das weiß jeder, der schon mal mit kleinen Kindern gemalt hat. Der Farbton lässt sich aber auch durch Zimt, Kakao oder Karamell erreichen. Durch Kakao erhält man einen eher dunkleren Braunton, mit Zimt und Karamell wird der Ton heller.

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Haltbare Fingerfarbe für Fenstermalerei (essbar)

Zutaten:

  • 4 EL Mehl
  • 100 ml Wasser
  • 1 EL Salz
  • eine Schüssel
  • ein Topf
  • Gläser zum Abfüllen
  • Lebensmittelfarbe oder natürliche Färbemittel

Anleitung: Mischt das Mehl und das Wasser in einer Schüssel. Kocht dann den Brei unter ständigem Rühren auf, bis eine gebundene, leicht schleimige Masse entsteht. Nehmt den Topf von der Platte und fügt nun Salz hinzu. Ist der Brei etwas abgekühlt, könnt ihr ihn in Gläsern verteilen und mit Farben eurer Wahl einfärben.

Diese Fingerfarbe eignet sich besonders gut zum Bemalen von Fenstern, da sie durch die Zugabe von Salz haltbar gemacht wird. Die Farbe ist essbar, achtet jedoch beim Malen darauf, dass die Kleinen nicht zu viel von der salzigen Farbe zu sich nehmen.

Fingerfarbe aus Seife und Kreide (nicht essbar)

Zutaten:

  • ½ Tasse Seife
  • bunte Kreide
  • 1 Tasse Maismehl oder Maisstärke
  • 6 Tassen Wasser
  • Schüssel
  • Topf
  • Gläser zum Abfüllen
  • Küchenraspel

Anleitung: Die Seife in eine Schüssel raspeln, dann mit dem Maismehl vermischen. Das Wasser zu der Masse geben und dann auf kleiner Flamme aufkochen. Danach in die Gläser verteilen und etwas abühlen lassen. Nun kann man die Masse mit klein gebröselter Kreide oder mit Lebensmittelfarben einfärben.

Diese Fingerfarbe eignet sich eher für größere Kinder, da die Farbe nicht essbar ist. 

Fingerfarbe mit Kleister (nicht essbar)

Zutaten:

  • Kleister
  • Wasser
  • Farbe
  • Messbecher
  • Topf
  • Gläser

Anleitung: Den Kleister nach der Anleitung auf der Packung in einem Messbecher anrühren und die gewünschte Farbe (Lebensmittelfarbe o. Ä.) zugeben. Für 1-2 EL Kleister braucht man in der Regel 200 ml Wasser, jedoch variiert dies je nach Hersteller. Danach wird der Kleister unter Rühren aufgekocht, bis die Masse zähflüssig ist, jedoch nicht zu fest. Sollte das passieren, kann man noch Wasser dazu geben. Nach dem Aufkochen in Gläser verteilen.

Diese Fingerfarbe ist ebenfalls eher für Kinder geeignet, die die orale Phase bereits hinter sich gelassen haben.

Erfahrungen mit Fingerfarbe – wenn Baby in der Badewanne malen will

Abschließend haben wir noch einige Anregungen für euch zusammengetragen, wie ihr die Fingerfarben einsetzen könnt. 

Viele Kinder mögen es, wenn sie in der Badewanne mit den Fingerfarben malen können. Dazu eignen sich besonders die Fingerfarben auf Mehl- und Speisestärke-Basis, die wir euch am Anfang vorgestellt haben. Gerade in der Badewanne ist es jedoch eine gute Idee, die Farbe aus den Gläsern umzufüllen, damit bei seifigen Händchen mit dem Glas kein Unfall passiert. Ihr könnt die Farbe auf eine Palette geben oder in Eiswürfelboxen umfüllen.

Die Fingerfarbe mit Salz eignet sich besonders für Fenstermalerei, da sie gut hält und man lange etwas von der Kunst hat. Ist die Farbe dick aufgetragen, kann sie bei Sonneneinstrahlung Risse bekommen. Fällt sehr viel Sonne auf das Fenster, kann das Entfernen der Fingerfarbe schon mit etwas Schrubben verbunden sein, also wählt am besten ein Fenster, in das im Laufe des Tages eher weniger Sonne scheint. Wollt ihr das Kunstwerk nach einer Weile entfernen, dann klappt das mit Seife und Schwamm.

Die Fingerfarben auf Seifen- und Kleisterbasis haben eine hohe Deckkraft und halten sehr gut, daher sollte man hier besonders darauf achten, dass abwaschbare Kleidung oder Malkittel getragen werden – eine waschbare Unterlage schadet auch nicht.

Habt ihr die Fingerfarbe mit natürlichen Materialien, wie Roter Beete oder Spinat gefärbt, kann es sein, dass sie Flecken hinterlässt. Mit Backpulver und Zitronensäure sollten die Flecken aber wieder rausgehen. 

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