Doppelt Spaß beim Malen

Kreide selber machen: 3 einfache Anleitungen

Da macht das Malen gleich doppelt so viel Spaß – mit Straßenmalkreide aus wenigen Zutaten. So einfach könnt ihr Kreide selber herstellen.

Kreide ist ein Spielzeug-Klassiker für kleine Kinder. Was gibt es Schöneres, als im Sommer die Terrasse mit einem Regenbogen zu verzieren? Oder ein cooles Hüpfspiel auf den schwarzen Asphalt zu malen? Kreide gibt es in jeder Drogerie oder im Spielzeugladen zu kaufen. Aber wusstet ihr, dass ihr Kreide auch selber machen könnt? Wenn eure Kinder schon ein bisschen größer sind, können sie bei der Herstellung sogar mithelfen – und werden bestimmt ganz fasziniert davon sein, die eigens angefertigte Straßenmalkreide benutzen zu dürfen. Wir haben euch drei drei Rezepte rausgesucht und erklären euch Schritt für Schritt, wie die DIY-Kreide garantiert gelingt.
 
PS: Einige Läden verkaufen Kreide nur im Frühjahr und Sommer. Doch auch im Herbst und Winter läst sich damit super malen. Unsere Anleitungen sind daher auch als Beschäftigung für trübe Tage bestens geeignet. 

1. Kreide selber machen mit Speisestärke

Dieses Rezept zur Kreideherstellung ist ein Klassiker und gelingt mit nur wenigen Zutaten. Vermutlich habt ihr alles, was ihr braucht, bereits eh zu Hause. Ansonsten reicht ein schneller Gang zum Supermarkt oder in die Drogerie. 

Ihr braucht:

  • Papprollen (entweder Klopapierrollen oder Haushaltsrollen)
  • Wachspapier
  • Haushaltsgummis
  • Lebensmittelfarbe oder Acrylfarbe
  • Speisestärke
  • Wasser

So geht's: 

  1. Papprollen unten mit Wachspapier und Haushaltsgummis lückenlos verschließen.
  2. Speisestärke mit Wasser anrühren, bis das Gemisch zu einer geschmeidigen Masse wird. Für farbige Kreide gebt ihr die Lebensmittelfarbe erst ins Wasser und dann die Speisestärke dazu. 
  3. Die Papprollen gleichmäßig mit der Masse füllen.
  4. Ein bis zwei Tage trocknen lassen, dann die Papphüllen entfernen. Und schon kann losgemalt werden!  

Dieses Rezept funktioniert anstelle der Speisestärke auch mit Gips (aus dem Baumarkt). Dazu ca. 3 Tassen anmischen, einfärben und in die Papphüllen geben.

Kreide selber machen: Acrylfarbe leuchtet am besten

In vielen Rezepten, die man im Netz findet, wird zum Einfärben der Kreide Lebensmittelfarbe verwendet. Das hat den Vorteil, dass die Kreide – je nach anderen Zutaten – nicht giftig bzw. sogar essbar ist (sie schmeckt aber natürlich nicht!). Nachteil ist, dass Lebensmittelfarbe häufig nicht so intensiv ist. Wenn ihr richtig schön bunte Straßenmalkreide haben wollt, greift ihr am besten zu Acrylfarbe (z. B. "Tritart Acryl-Farben-Set für Kinder", über Amazon.de*). 

Die Farben, egal ob Lebensmittelfarbe oder Acrylfarbe löst ihr am besten vorab in Wasser auf, ehe ihr sie zum Gips, der Speisestärke oder dem Mehl gebt. So lässt sie sich viel besser und gleichmäßiger verarbeiten. 

2. Weiße Kreide selber machen mit Eierschalen

Dieses Rezept bringt die schönste weiße Kreide hervor. Und eure Kids werden bestimmt erstaunt sein, dass man aus Eierschalen Kreide herstellen kann. 

Ihr braucht:

  • Papprollen
  • Wachspapier
  • Haushaltsgummis
  • weiße Eierschalen 
  • ein TL Mehl
  • ein TL heißes Wasser

Und so geht's: 

  1. Die Eierschalen mit einem Mörser oder zwei Steinen ganz fein zermahlen.
  2. Mehl und Wasser dazugeben. So lange rühren, bis eine zähe Masse entsteht.  
  3. Die Papprollen mit Wachspapier und Haushaltsgummis an einem Ende verschließen. Anschließend die Masse einfüllen. 
  4. Nach zwei bis drei Tagen Trocknungszeit ist die Kreide fertig. 

3. Kreide selber machen mit Mehl

Das wohl einfachste Rezept, um Kreide selber herzustellen, funktioniert ausschließlich mit Mehl und Wasser. Allerdings ist diese Kreide nicht so stabil wie mit Gips oder Speisestärke. 

Ihr braucht: 

  • 2 EL Mehl
  • 120 ml Wasser
  • Lebensmittelfarbe oder Acrylfarbe
  • Schneebesen
  • Wachspapier
  • Klebeband

So geht's:

  1. Da die Mehlkreide schnell bröckeln kann, solltet ihr sie besser in kleinere Förmchen gießen. Dadurch werden sie stabiler. Am besten nehmt ihr Wachspapier, rollt es zu schmalen Röhrchen zusammen und verschließt es mit Klebeband an den Seiten und an einem Ende.  
  2. Mixt das Mehl und das Wasser mit dem Schneebesen in einer Schüssel zusammen. Ist die Masse zu flüssig, gebt noch etwas mehr Mehl hinzu. Gut durchrühren bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. 
  3. Nun könnt ihr die Masse in die Förmchen füllen. Je nachem, wie dick eure Röhrchen sind, sollte die Kreide spätestens 36 Stunden später getrocknet sein.  

Kreide herstellen: Mit Luftballons geht's noch leichter

Luftballons sind super Helfer, wenn ihr Kreide seber machen wollt. Statt der Papierrollen könnt ihr die Masse nämlich auch einfach in Luftballons füllen, um sie trocknen zu lassen. Durch ihre Gummi-Konsistenz lassen sie sich anchließend ganz leicht von der getrockneten DIY-Kreide entfernen. 

Am besten nutzt ihr einen Trichter, um die Kreidemasse einzufüllen. Oder dreht ein Stück festeres Papier so zusammen, dass ihr es als Trichter benutzen könnt.  

Die mit Kreidemasse befüllten Luftballons stellt ihr dann am besten aufrecht in eine Tasse. So wird die Kreide von der Form her unten etwas dicker und liegt später perfekt in kleinen Kinderhänden.  

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Es gibt natürlich auch Sets, die bereits alles enthalten, was ihr für die Herstellung eigener Kreide benötigt. Eigent sich auch sehr gut als Geschenk!

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Autorin: Jana Kalla

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