Tipps fürs Ausblasen und Färben

Wie lange sind Ostereier haltbar?

Wie erkenne ich Eier aus Freilandhaltung, wie lange sind gefärbte Eier haltbar und was sollte ich beim Kauf von bunten Ostereiern beachten? Hier die Antworten!

Richtiges Ausblasen

Zum Schutz vor Salmonellen sollten Eltern die Eier vor dem Ausblasen vorsichtig mit warmem Wasser und Spülmittel reinigen. Um jeden Kontakt mit dem rohen Ei zu vermeiden, kann man fürs Auspusten einen dünnen Strohhalm verwenden.

Wie lange halten selbst gefärbte Eier?

Ausschlaggebend ist, ob die Schale unverletzt ist und die Eier nach dem Kochen abgeschreckt werden oder nicht. Denn durch den Guss mit kaltem Wasser kühlen die heißen Eier schnell ab. Zwischen Schale und Ei bildet sich aufgrund des Temperaturschocks eine Luftschicht, so können Bakterien durch die luftdurchlässige Schale dringen und sich vermehren. Abgeschreckte Eier - auch mit intakter Schale - müssen auch bei kühler Lagerung innerhalb von zwei Wochen verzehrt werden. Die Haltbarkeit von nicht abgeschreckten Eiern mit unverletzter Schale beträgt mehr als vier Wochen.

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Lieber gefärbte Eier kaufen?

Bei verzehrfertigen gefärbten Eiern im Karton oder in der Plastikschale müssen Mindesthaltbarkeitsdatum, Stückzahl oder Gewichtsangabe sowie Name und Anschrift des Anbieters angegeben sein. Außerdem sind auf der Packung auch noch die verwendeten Farbstoffe aufgelistet. Bei lose angebotener Ware auf Wochenmärkten oder im Einzelhandel reicht es, wenn auf einem Schild das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und der Hinweis „mit Farbstoff“ angegeben sind.

Gefärbte Eier im Handel ohne Nennung des Mindesthaltbarkeitsdatums besser nicht kaufen. Beim Färben werden übrigens nur Farbstoffe verwendet, die zur Färbung von Lebensmitteln zugelassen sind. Dennoch können Allergiker empfindlich reagieren und sollten besser auf den Genuss von vorgekochter und gefärbter Ware verzichten. Auch wer beim Eierkauf auf artgerechte Tierhaltung achtet, färbt lieber selbst.

Aus welcher Haltung stammen die Eier?

Auf der Verpackung muss - neben dem Mindesthaltbarkeitsdatum - in Worten angegeben sein, ob die Ware aus Bio-, Freiland- oder Bodenhaltung stammt. Der gestempelte Zifferncode (zum Beispiel 0-DE-0500081) auf der Schale verrät, woher die Ware kommt. Eine „0“ an erster Stelle gibt die Herkunft aus ökologischer Erzeugung an, eine „1“ steht für Freilandhaltung, die Ziffer „2“ für Bodenhaltung. An nächster Stelle offenbaren Länderkürzel das Herkunftsland – „DE“ steht für Deutschland, „NL“ für die Niederlande. Um die Herkunft bis zum Stall zurückverfolgen zu können, zeigt der abschließende siebenstellige Zahlencode auf deutschen Eiern das jeweilige Bundesland sowie die entsprechende Betriebs- und Stallnummer an. Auch unverpackte rohe Eier – egal ob im Supermarkt, Bioladen oder auf dem Markt – müssen auf der Schale mit dem Erzeugercode gestempelt sein.

Eintagsküken

Männliche Küken legen später keine Eier und sind für die Mast als Hähnchen ungeeignet, weil sie nicht schnell genug ausreichend Fleisch ansetzen. Deshalb werden Millionen männlicher Küken nach dem Schlüpfen sofort getötet. Es gibt jedoch Eier von Produzenten zu kaufen, die männliche Küken nicht schreddern, sondern aufziehen. Diese Eier kosten deswegen einige Cent mehr. Weitere Hinweise und Bezugsquellen im Internet unter www.verbraucherzentrale.de.

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