Mehr Zucker im Lockdown

Neue Studie: Eltern schätzen Ernährung ihrer Kinder falsch ein

Ernährt ihr eure Kinder gesund? Die meisten Eltern würden diese Frage wohl mit "Ja!" beantworten – und irren sich gewaltig. Das belegt eine neue Studie, die die Ernährungsgewohnheiten von Kindern unter die Lupe genommen hat.

Kinder davon zu überzeugen, dass Obst und Gemüse eine gute Sache sind, ist gar nicht so einfach. Eine neue Studie, die von Danone beauftragt wurde, zeigt: Im Lockdown nehmen Eltern es mit der gesunden Ernährung nicht mehr so genau wie zuvor. Doch auch im "normalen" Kita- und Schulalltag halten Eltern die Ernährung ihrer Kinder für gesünder als sie tatsächlich ist.

Im Lockdown: Kinder essen mehr Zucker

Im Rahmen der Studie wurden Eltern von Kita- und Grundschulkindern zu den Essgewohnheiten in ihrer Familie befragt. Dabei zeigte sich, dass mehr als ein Viertel aller Eltern im Lockdown deutlich freigiebiger mit Süßigkeiten umgeht als noch vor einem Jahr. Kein Wunder, schließlich sorgen süße Snacks zwischen Homeoffice, -schooling und Kinderbetreuung schnell mal für einige Minuten Ruhe. Auffällig: Besonders junge Eltern zwischen 18 und 29 Jahren nahmen es, nach eigenen Angaben, mit dem Zucker nicht mehr so genau.

Noch immer befinden wir uns in einer Ausnahmesituation und der Alltag ist für viele Familien zur schwer zu organisieren. Jedoch besteht diese Ausnahmesituation seit nunmehr einem Jahr und so langsam wird es Zeit, die alten Gewohnzeiten wiederzubeleben. Wichtig sei, so Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm, mit der Rückkehr in die Kitas und Schulen auch wieder ein stärkeres Augenmerk auf gesundes Essen zu legen.

Eltern bestücken Lunchboxen falsch

Zurück in Kita und Schule müssen nun auch wieder Lunchboxen für den Tag gepackt werden. Bevor ihr euch in die Küche stellt und das Buttermesser schwingt, denkt einmal nach: Sind die Tagesrationen für eure Kinder tatsächlich vollwertig, ausgewogen und gesund?

Wie gesagt zeigte sich im Rahmen der Studie, dass viele Eltern die Ernährung ihrer Kinder gesünder einschätzen, als sie tatsächlich ist: So behaupteten 90 Prozent der Eltern, ihren Kindern regelmäßig Obst einzupacken. Gemüse würde angeblich in 80 Prozent aller Lunchboxen landen. Das als Referenz befragte Betreuungspersonal korrigierte jedoch: Obst bekämen nur etwa zwei Drittel aller Kinder angeboten, Gemüse gerade einmal die Hälfte.

Stattdessen finden fast alle Kinder (88 Prozent) gelegentlich Schokolade in ihren Boxen. Das ist insofern verwunderlich, als dass "wenig Zucker" von den befragten Eltern als einer der wichtigsten Aspekte beim Bestücken der Lunchbox genannt wurde.

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Gesunde Ernährung versus wählerische Kinder

Einer der größten Stolpersteine für eine gesunde Lunchbox: Wenn die Kinder wählerisch sind und ihr Essen verschmähen. Der größte Gemüseberg nützt nichts, wenn er am Abend unangetastet wieder ausgepackt wird. Damit die Kleinen überhaupt etwas essen, legen etwa ein Drittel aller Eltern deshalb etwas Süßes als Kompromiss bei.

Unser Tipp: Hingucker in der Lunchbox

Bevor ihr morgen zum Schokoriegel greift, versucht es doch einmal mit kleinen Hinguckern. Es müssen keine fein säuberlich geschnitzten Tierfiguren sein!

Kleine Ausstecher (z. B. 20-teiliges Set, u. a. mit Stern, Hase und Bär*, 13,99 Euro, via Amazon) bringen Gemüse in eine niedliche Form und schmecken Kindern so erstaunlicherweise oft besser. Auch ein hart gekochtes Ei, ein kleiner Joghurt, oder zuckerfrei zubereitete Eierkuchen sind eine super Alternative zu Süßigkeiten.

Noch mehr Inspiration gibts hier:

Gesunde Snacks für Kinder

Power-Snacks für die Brotbox

Pfannkuchen-Röllchen mit Fetafüllung

Bunte Pancakes

Mini-Marmorkuchen ohne Zucker

Carrot Cake Muffins (nicht zuckerfrei, aber mit Möhrchen ;))

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Die Studie wurde von Danone beauftragt und von der Naether Marktforschung GmbH Studie im Juli bis September 2020 durchgeführt.

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Unsere Autorin

Nora Ritzschke

Als Kind wollte Nora Ritzschke Lektorin werden, doch dann kam das Internet dazwischen. Ob Artikel für die Website, Instagram oder der eigene Blog – online fühlt sie sich zu Hause.

Als Mama einer Dreijährigen kann sie Lieder über stundenlange Einschlafbegleitung, Kita-Eingewöhnung oder die ersten Schimpfwörter singen – als Teil des Content-Teams nun auch hier!

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