Lecker und gesund

Ab wann ist mein Baby bereit für Zitrusfrüchte?

Welche Zitrusfrüchte gibt es und ab wann dürfen Babys Orangen und Co essen? Alles, was ihr wissen müsst, findet ihr hier.

Zitrusfrüchte und das darin steckende Vitamin C sind für eine ausgewogene Ernährung unverzichtbar. Im Sommer lieben wir sie als Erfrischung, in der kalten Jahreszeit als schmackhafte Immun-Booster. Möchtest du Wissenswertes rund um die Zitrusfrucht erfahren? Dann tauche jetzt in ihre bitter-süße Welt ein.

Ab wann dürfen Kinder Zitrusfrüchte essen?

Einheitliche Empfehlungen gibt es nicht. Die Ratschläge schwanken zwischen sechs und zwölf Monaten. Es gilt ein gesundes Abwägen zum Wohle des Kindes. Sicher ist: Zitrusfrüchte sind kein Anfängerobst. Manchen Babys bekommen sie super, andere reagieren mit einem wunden Po oder sogar allergisch. Babys können säurearmes Obst besser verdauen. Wenn überhaupt, solle man frühestens nach dem sechsten Monat Zitrusfrüchte in Mini-Portionen ausprobieren, sofern sich die Beikost gut eingespielt hat. Als Start und Breizugabe eignet sich beispielsweise auch frisch gepresster Orangensaft.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wartet das erste Lebensjahr ab, bevor er dem Baby Zitrusfrüchte verabreicht. Generell gilt: Schaut genau hin, wie euer Kind reagiert. Auf Zitrusfrüchte solltet ihr erst mal verzichten, wenn es zu Reaktionen kommt.

Wichtig: Zitrusfrüchte bitte vor dem Verzehr gründlich waschen, am besten heiß, und mit einem Tuch nachwischen, um mögliche Spritzrückstände zu entfernen. Und: Nach dem Schälen der Früchte bitte die Hände waschen. Nicht nur im Winter heißt es für Kinder: Jede Menge Vitamine sind wichtig! Die sind natürlich auch in Zitrusfrüchten enthalten – vor allem Vitamin C, aber auch einige B-Vitamine und Vitamin E. Zudem Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium und Magnesium. Bei guter Verträglichkeit ist es daher ratsam, die Power-Früchtchen in die tägliche Ernährung aufzunehmen.

Das kleine Abc der Zitrusfrüchte …

… verrät dir, welche es gibt und was sie ausmacht. Mit rund 60 verschiedenen gängigen Arten gehören sie zu den Rautengewächsen. Ihr Obst wächst an Bäumen, kommt in tropischen und subtropischen Klimazonen sowie den Mittelmeerländern vor. Bei uns erhält man ganzjährig eine Vielzahl der Zitrusfrüchte im Supermarkt. Die kulinarischen Köstlichkeiten können roh verzehrt werden – ob mit oder ohne Schale hängt von der Sorte ab.

Leben & erziehen Abo + Geschenk

Dein Begleiter für den Alltag mit Kindern. Heute mit 25% Rabatt testen! Jetzt bestellen und Geschenk sichern!

Überblick über die gängigsten Zitrusfrüchte

  • Apfelsine bekannt als Orange: All-time-Favourite. Ihr Saft ist vom Frühstückstisch kaum wegzudenken. Süßorangen zählen zu den beliebtesten Zitrusfrüchten. Am bekanntesten sind hierzulande wohl die …
    Blondorangen, auch Rundorange genannt, mit hohem Saftanteil und köstlich-intensivem Fruchtgeschmack.
    Blutorangen mit rötlicher Färbung des Fruchtfleisches oder der Schale. Ihre Aromavielfalt? Süß-säuerlich bis beerig.
    … saftig-süßen, kernlosen und leicht schälbaren Navelorangen mit nabelähnlicher Ausstülpung. Das enthaltene Limonin macht den ausgepressten Saft bitter, deswegen wird sie als Essorange empfohlen.
    Bitterorangen hingegen nutzt man vor allem als Zierpflanze oder als Zutat für Marmeladen und Liköre. Die Hauptsaison der Zitrusfrüchte liegt im Herbst und Winter.
  • Grapefruit: Kreuzung aus Pampelmuse und Orange. Bitteres, hellgelbes bis tiefrotes Fruchtfleisch. Kleiner als die Pampelmuse. Tolle Ergänzung für Salate.
  • Kumquat: pflaumenförmige Zwergorange. Schale und Fruchtfleisch essbar. Ihr Aroma? Eine bitter-süße Kombi – perfekt als Joghurt-Topping.
  • Limette: quasi die kleine Schwester der Zitrone. Vermutlich eine Kreuzung zwischen Zitrone und Mandarine. Grüne bis gelbe, dünne Schale. Schmeckt sauer. Nicht nur für viele (auch alkoholfreie) Cocktails ein Muss.
  • Mandarine: süßer Snack – auch für kleine Feinschmecker. Zartes, saftiges Fruchtfleisch und gut schälbar. Die Clementine (ein Mix aus Mandarine und Bitterorange) zählt zu einer ihrer vielen Sorten. Der Unterschied? Sie hat weniger oder keine Kerne und eine dickere Schale.
  • Pampelmuse: größte Zitrusfrucht. Rund bis birnenförmig. Schalenfarbe sortenabhängig – gelb bis grün. Süß-säuerlich mit bitterer Note. Filetieren, auslöffeln und den erfrischenden Bitter-Kick genießen!
  • Pomelo: Kreuzung aus Grapefruit und Pampelmuse. Hellgelbes bis rosafarbenes Fruchtfleisch. Säuerlich-süßlich, manchmal bitter im Geschmack. Leckere Alternative zur Mandarine oder Orange. Ob als Fruchtaufstrich oder frisch gepresster Saft – probieren lohnt sich.
  • Zitrone: Allrounder und facettenreiche Vitamin-C-Bombe. Gelbe Schale und saurer Geschmack. Saft und geriebene Schale schenken Speisen und Drinks würzige Frische. Super healthy und lecker!

Unser Zitrusfrüchte-Tipp

Zitrusfrüchte bitte luftig und nicht zu warm oder kalt lagern. Am besten zügig nach dem Kauf verzehren.

Eure Kinder werden staunen: So macht ihr aus Mandarinenschale einen Elefantenkopf

Zitrusfrüchte für Kinder besser in Bio-Qualität oder nicht?

Wer Bioprodukte kauft, tut sich und der Umwelt Gutes. Laut Stiftung Warentest enthalten Bio-Obst und -Gemüse kaum Pestizide. Und gerade Zitrusfrüchte (aus Nicht-Bio-Anbau) sind häufig stark mit Pestiziden belastet. Pestizide sind vor allem für Kinder gefährlich, da ihr Organismus weniger widerstandsfähig ist und sich noch im Wachstum befindet. Daher lohnt es sich also, zum Schutz vor Pestiziden Bio-Lebensmittel zu kaufen – vor allem auch bei Zitrusfrüchten. Übrigens: Es gibt auch Produkte – zum Beispiel Spaghetti und Fusili, bei denen man laut Stiftung Warentest auf Bio verzichten kann, da es auch konventionelle Produkte gibt, die gut abschneiden.

Wermutstropfen: Natürlich hat die Einhaltung strenger Vorgaben seinen Preis. Deswegen kann sich nicht jeder Bio leisten. Tipp: Wem Bio zu teuer ist, der kann regional und saisonal einkaufen. Es heißt, einheimisches Saisonobst und -gemüse sei ebenfalls weniger mit Pestiziden belastet als Importware, die einen langen Transportweg hinter sich hat.

Was schlussendlich aufgetischt wird, entscheidet jeder selbst – für Kinder lohnt es sich aber ganz besonders, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten.

Autorin: Caroline Busch

Teile diesen Artikel: