Sicherheit beim Schlafen

Ab wann eignet sich ein Hochbett für Kinder?

Kinder lieben Hochbetten, weil sie Schlafplatz und Spielturm in einem sind. Und Eltern lieben sie, weil sie die Kleinen in die Federn locken und gleichzeitig die Fläche des Kinderzimmers vergrößern. Doch ab wann sind Hochbetten sicher, welche Vor- und Nachteile haben sie und wie kann man sie selber bauen?

Ein Hochbett ist für die meisten Minis das Highlight des Kinderzimmers. Dort oben haben sie ihr eigenes Reich, sind nicht so leicht greifbar und können den Großen im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf spucken – was sie natürlich nie tun würden, aber die Aussicht ist dennoch einmalig. Die untere Etage des Stockbetts kann blitzschnell zur Höhle umgebaut werden und die Treppe ist das Klettergerüst.

Auch für Eltern hat ein Hochbett viele Vorteile: Zubettgeh-Muffel und Elternbett-Schläfer finden die eigene Schlafstätte plötzlich attraktiv. Vor allem, wenn das Bett auch noch ein Zelt oder Dach im Piraten-, Prinzessinnen oder Tier-Look bekommt. Und das Kinderzimmer gewinnt gleichzeitig wertvollen Platz, zum Spielen – oder auch zum Lernen, denn Stockbetten lassen sich super mit einem Schreibtisch kombinieren. Oder mit Rutsche und Kletterseil, wenn Aktivitätsmöglichkeiten gebraucht werden.

Ab wann können Kinder im Hochbett schlafen

Ab wann Kinder alt genug für ein Hochbett sind, müssen die Mamas und Papas selbst entscheiden. Ein paar Fakten sollten dabei aber beachtet werden. "Kinder unter drei Jahren haben ein über 40 Prozent höheres Risiko, sich dort zu verletzen, da ihr Körperschwerpunkt höher liegt und sie dazu tendieren, mit dem Kopf voraus zu fallen", warnt der Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte und empfiehlt Stockbetten erst ab dem Grundschulalter. Um Stürze zu vermeiden, sollte Kindern das Toben und Hüpfen im Hochbett aber auch dann noch generell verboten sein.

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Höhenverstellbare und mitwachsende Hochbetten

Für Kleinkinder gibt es Stockbetten schon ab einer Höhe von einem Meter. Dabei wird der Platz unter dem Bett allerdings schnell zu niedrig, denn die Minis wachsen ja bekanntlich schnell. Wichtig ist, dass das Kind unter dem Bett stehen kann. Eine Höhe ab 1,50 Meter ist für die Nutzung des unteren Bereichs langfristig sinnvoller. Einige Hersteller bieten höhenverstellbare Hochbetten an; im Baukastensystem werden die Beine der Konstruktion umgebaut oder verlängert und das Bett wächst mit. Zwischen Matratze und Zimmerdecke sollte übrigens mindestens ein Meter Platz sein, damit Eltern und Kind entspannt im Bett sitzen können.

Hohe Hochbetten haben allerdings auch Nachteile, denn wenn das Kind nachts unglücklich aufwacht, sind die Eltern nicht so schnell und direkt an seiner Seite wie in einem ebenerdigen Bett. Auch der Weg zur Toilette ist länger und komplizierter. Eltern, deren Kinder unruhig schlafen, sollten deshalb in Erwägung ziehen, noch eine Weile mit der Anschaffung eines Stockbetts zu warten.

Worauf muss ich beim Kauf oder Bau eines Stockbetts achten?

Beim Kauf eines Hochbetts sollten Mamas und Papas auf das GS-Prüfzeichen und eine ausreichend hohe Brüstung achten. "Die Geländer müssen mindestens 16 Zentimeter über die Matratze reichen, damit das Kind im Schlaf nicht aus dem Bett fallen kann. Das Bett sollte außerdem keine scharfen Kanten haben", so der Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte. Generell gilt die Faustregel: Je kleiner das Kind, desto höher die Brüstung. Das gilt natürlich auch für die DIY-Variante.

Um die Stabilität des Stockbettes zu erhöhen, sollte das Holz durch mindestens eine Befestigung an der Wand gesichert werden. Bei der Leiter muss das Kind den Stufenabstand leicht bewältigen können. Und um in der Nacht sicher aus dem Bett klettern zu können, sollte am Kopfende eine leicht zu findende und leicht zu bedienende Lampe angebracht werden. Denn egal, wie schön das eigene Bett auch ist: Manchmal ist es bei Mama und Papa trotzdem noch gemütlicher.

Autorin: Merle von Kuczkowski

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