Die Um-jeden-Preis-gewinnen-Eltern

Ehrgeiz ist wichtig. Unsere Kinder müssen deshalb verstehen und lernen, dass sie mit Träumereien allein im späteren Leben nicht mal einen Blumentopf gewinnen. Aber rechtfertigt diese sicherlich richtige Erkenntnis das Verhalten von übermotivierten Eltern, ihren persönlichen Ehrgeiz auf ihre Kinder zu übertragen? Unvergessenes Negativbeispiel waren die Eiskunstlauf-Muttis, die ihre Töchter zum knallharten Training trieben, in der Hoffnung, dass aus ihnen eine Weltmeiste-rin wird, in deren Ruhm sie sich dann sonnen können. Nicht die Mütter, nein, die Töchter mussten jahrelange Strapazen und Entbehrungen in Kauf nehmen und auch vielfach die Enttäuschungen wegstecken und verarbeiten, wenn es nichts wurde mit Sieg und Ruhm. Und was sagten die Kinder? Gefragt wurden sie damals jedenfalls nicht.

Wenn heutzutage nur der Besuch des Gymnasiums zählt und gute Zensuren im Zweifelsfall sogar mit dauerhaftem Nachhilfe-Unterricht "erzwungen" werden, freuen sich die Eltern über exzellente Zeugnisse, träumen von der viel versprechenden Anwalt-Arzt-Karriere ihres Sprösslings. Mittelmaß findet keine Anerkennung. Leistung, Leistung über alles! Und die Kinder? Werden nicht gefragt. Aber wehe, wenn sie den Mund aufmachen würden ... 

Gut für dich zu wissen

Kinder sind ganz bestimmt nicht dazu da, die unerfüllten Träume ihrer Eltern zu verwirklichen. Gönnen und geben wir ihnen doch die Zeit, Kind zu sein. Der Druck beginnt schon früh und tendenziell immer früher. Besser und sinnvoller ist es, wenn wir Eltern unsere Kinder vor vorzeitigem Druck schützen und ihnen die Chance geben, ihr eigenes Leistungstempo in der Schule und beim Sport zu finden. Ach, hin und wieder sollten sie auch in den Tag hinein ihre eigenen Träume träumen dürfen. 

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