Die Wenn-du-dann-du-Eltern

Strafen gelten schon lange nicht mehr als zeitgemäß, und Drohungen sind total verpönt. Aber verschließen wir uns nicht vor der Realität: Weiterhin gehören sie bei vielen Eltern zum Erziehungsprogramm und verbreiten Angst. Das läuft dann nach dem Muster: Wer etwas ausgefressen hat, bekommt eins auf den Deckel – ähnlich wie das Nachsitzen in der Schule. Besonders schlimm wird es, wenn Strafen mit Drohungen einhergehen: "Wenn du das noch mal machst, bekommst du die Strafe doppelt." Dieses "Wenn du ..." hängt wie ein Damoklesschwert über Kindern, verunsichert sie und macht ihnen Angst. Wehe, wenn Kinder sich vor den Eltern fürchten ...

Gut für dich zu wissen

Eine Bestrafung sollte feinfühlig, nicht beleidigend und schon gar nicht sinnlos sein wie diese Beispiele: "Du machst zwei Stunden Mittagsschlaf", "eine Woche kein Fußball-Training" oder "das Taschengeld wird gesperrt". Warum nicht kreativ? Tisch decken, Müll und Flaschen raustragen, das Besteck abtrocknen, die Socken zusammenlegen oder den Geschirrspüler ausräumen? Das wär’s doch: Haushaltshilfe als Strafe, bei der man noch was lernen kann. 

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