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Kolumne Joko Zoellner

Kinder lieben ihre Helden...

...und Mama und Papa halten sich da raus! Aber ist das denn richtig?

Hauptsache, sie können so richtig schwärmen! Hauptsache, sie haben ihr Idol! Hauptsache, sie leben, lieben und leiden mit Helden, die ihnen in der heutigen Welt, in der Werte leider immer weniger wert sind, viel Freude machen.

Eine diesjährige Umfrage der Firma Scooli unter 350 Eltern von Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter machte einmal mehr deutlich, wie wichtig Helden für die Kleinen sind. Und was macht die Lieblinge so wichtig? 75% helfen – laut Umfrage – die Fantasie und Kreativität anzuregen. 57% sind wichtig und nützlich bei der Bewältigung von Herausforderungen. 41% sind hilfreich, um das  Zugehörigkeitsgefühl bei Mitschülern zu stärken.

Helden werden als Helfer und Unterstützer liebgewonnen. Sie sind Freund und Partner, aber nicht Vorbild im klassischen Sinne. Mut und Abenteuerlust (56,2%) begeistern sie. Vor allem aber Stark sein (71,6%) finden die Kiddies besonders toll. Ein Held zum Anlehnen imponiert. Weitere Charaktereigenschaften, die gut ankommen., sind: Er/sie soll klug  (47,3%) und witzig (39,5%) sein. Wenig Sympathie erntet, wer  tollpatschig (39.5%) ist. Clowns werden offenbar nicht ernstgenommen.

Und woher kennen Kinder ihre Helden? Zu zwei Dritteln (65.4%) natürlich aus dem Fernsehen und weniger aus dem Kino oder von Freunden (48,3%). Das Internet (25,7%) spielt in diesem Alter noch keine so große Rolle, ist aber auch schon präsent.

Und wer sind nun die Helden, die unsere Kinder an der Schwelle vom Kindergarten zur Grundschule begeistern. Es sind in der Mehrzahl fiktive oder prominente Charaktere (64%) sein - von Comicfiguren bis Sportlern. Oder sie kommen aus dem privaten Umfeld (36%). Das können also der große Bruder oder die große Schwester, vielleicht auch sogar Mama und Papa sein.

Die wahrscheinlich allerwichtigste Erkenntnis dieser Umfrage ist der Tatsache geschuldet, welchen Einfluss wir Eltern auf die Auswahl eines Helden bzw. einer Heldin nehmen! Das Ergebnis überrascht. Mama und Papa halten sich raus  (50%) und lassen ihren Kids freie Hand (55,7%).

Eine positive Erkenntnis. Ist das bei euch zu Hause auch so? Oder habt ihr den Wunsch, Einfluss zu nehmen? In dem Alter ist ja sehr viel noch nur spielerisch und spontan, mehr emotional als rational. Die harte Währung beginnt erst in etwa ab dem zwölften Lebensjahr, Wenn Helden auch Vorbilder werden, an denen sich vielfach orientiert wird. Erst dann wird es familiären Gesprächsbedarf geben.

Unser Autor: Joko Zoellner

Joachim "Joko" Zoellner blickt auf eine lange und ausgefüllte Karriere im Journalismus zurück. Zu seinen dabei durchlaufenen beruflichen Stationen gehören unter anderem Chefredakteursposten (tw. stellv.) im Springer-Verlag. Vor allem im Sport- und Familienbereich war und ist Zoellner leidenschaftlich als Autor aktiv. 

Weiter gründete der studierte Theologe den Verlag "Jokomedia UG" sowie die Zeitschrift "Familie&Co." Für wireltern.de schreibt er regelmäßig unterhaltsame und informative Kolumnen rund um die Themen Familie, Kinder und Erziehung. Dabei kritisiert und kommentiert er – stets mit einem Augenzwinkern – gängige Methoden und alltägliche Missverständnisse zwischen Eltern und Kind.

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Unser Autor

Martin Piecha

Content Manager bei Junior Medien

"Man kann immer dazu lernen"

Martin stammt als studierter Sportjournalist und -manager sowie ehemaliger Redakteur für Fitness- und Gesundheitsthemen aus einem eher anderen Fachbereich. Er liebt jedoch die redaktionelle Herausforderung und stellt sich voller Freude und Enthusiasmus dem weiten Feld rund um das Elternwerden und Elternsein.

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