Für Kinder unter 13

Instagram für Kinder – Facebook plant neue App

Offiziell ist es erst ab 13 Jahren erlaubt, sich bei Instagram anzumelden – doch auch unter jüngeren Kindern ist die App beliebt. Nun soll offenbar eine Kids-Version des Sozialen Netzwerkes entstehen, die Eltern mehr Kontrollmöglichkeiten gibt.

Es ist nicht besonders schwer, die Altersgrenze von Instagram zu umgehen. Das nutzen immer mehr Kinder unter 13 Jahren aus und melden sich bei der beliebten Foto-App an. Austausch mit Freunden, immer auf dem Laufenden bleiben, was die Lieblingsstars gerade treiben, Fotos vom eigenen Alltag oder Hobbys teilen. Klingt eigentlich ganz nett, wer Instagram nutzt, weiß aber, dass es das leider nicht immer ist.

 

Problematisch sind an Instagram für Kinder gleich mehrere Aspekte:

  • Inszenierte Feeds täuschen eine Welt vor, mit der Kinder sich identifizieren. Schönheitsideale, Lifestyle, Ernährungstrends und mehr werden nachgeeifert, obwohl es sie im realen Leben gar nicht gibt.
  • Instagram bemüht sich, problematische Inhalte zu löschen oder verdeckt darzustellen. Man stolpert aber schnell mal über Profile mit klar suizidalen Inhalten.
  • Pädophile haben leichtes Spiel bei Instagram, können sich als jemand anderes ausgeben, unentdeckt Nachrichten und leider auch Fotos an Kinder senden. Immer wieder wird auch über Missbrauch, Mobbing und Überfälle in Zusammenhang mit Instagram berichtet.

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Dem will die Muttergesellschaft Facebook nun entgegentreten und plane nach Informationen von Buzzfeed News eine Optimierung der Nutzererfahrung für Jugendliche im ersten Halbjahr 2021. Dies habe der Instagram-Produktchef Vishal Shah in einem internen Mitarbeiterforum erwähnt. Zeitnah solle der Daten- und Jugendschutz der bestehenden Instagram-App verbessert werden, um zu verhindern, dass sich jüngere Kinder anmelden. Wann das Projekt "Kinder-Instagram" konkret umgesetzt wird, blieb zunächst offen.

Offiziell wurden diese Pläne bisher nicht bekanntgegeben. Lediglich den Ausbau des Jugendschutzes hat Facebook bereits öffentlich verkündet.

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Unsere Autorin

Nora Ritzschke

Als Kind wollte Nora Ritzschke Lektorin werden, doch dann kam das Internet dazwischen. Ob Artikel für die Website, Instagram oder der eigene Blog – online fühlt sie sich zu Hause.

Als Mama einer Dreijährigen kann sie Lieder über stundenlange Einschlafbegleitung, Kita-Eingewöhnung oder die ersten Schimpfwörter singen – als Teil des Content-Teams nun auch hier!

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