Kolumne @erziehungmitherz

Wie ihr mit eurem Kleinkind reden solltet, damit es euch versteht

In unseren Kolumnen lassen wir Eltern zu Wort kommen, die aus ihrem Alltag berichten. Der ist mal laut und mal leise, mal nervenaufreibend und mal gemütlich, mal chaotisch und mal organisiert, aber auf jeden Fall immer eins: einzigartig. Kyra gibt heute Tipps, wie ihr mit Kleinkindern besser kommunizieren und damit positiv die Sprachentwicklung unterstützen könnt.

Sieben Tipps für die richtige Kommunikation mit Kleinkindern

Die "richtige" Kommunikation mit eurem Kind macht euch das Leben etwas einfacher und unterstützt es dabei noch positiv in der Sprachentwicklung. Also hier ein paar Reminder für den Alltag:

  1. Verwendet keine komplizierten Sätze und Erklärungen. Hierzu gehören beispielsweise auch Fragestellungen mit mehreren Handlungsoptionen. Diese überfordern eurer Kind. Lieber klare und kurze Aussagen. Wenn eine Handlung abgeschlossen ist, kann die nächste folgen!
  2. Redet mit eurem Kind in der "Ich-Form"! Hört sich einfach an, aber wenn man sich selber mal reflektiert, merkt man, wie oft man in der "Wir-Form" spricht. Klare Ansagen machen es eurem Kind einfacher!
  3. Ab einem gewissen Alter nicht mehr in der dritten Person sprechen! Ich mache das persönlich gar nicht, denn ich finde das komisch. Jedoch bestätigen Studien, dass es anfangs Sinn machen kann z.B. "Komm mal zu Mama" zu sagen, da Kinder sich erst ca. ab dem dritten Lebensjahr als eigenständige Person erkennen. Aber danach: Nutzt bitte Personalpronomen. Das Kind soll diese ja auch lernen und nutzen können. 
  1. Bitte stellt keine Fragen, wenn ihr etwas von eurem Kind wollt à la "Möchtest du dir nicht mal die Jacke anziehen?" oder "Können wir jetzt mal gehen?" – Es kommt der Tag X und euer Kind wird antworten "Nö Mama, eigentlich nicht." Dann steht ihr da. Ihr wollt etwas von eurem Kind, also kommuniziert das. Fragen strahlen Unsicherheit aus. Diese spürt euer Kind.
  2. Achtet auf eure nonverbale Kommunikation. Kinder sind diesbezüglich sehr feinfühlig. Wenn ihr etwas ernst meint und dabei lacht, wird euer Kind verunsichert sein.
  3. Korrigiert euer Kind nicht, wenn es anfängt zu sprechen und Fehler macht. Wendet stattdessen das "korrektive Feedback" an – heißt, ihr wiederholt den fehlerhaften Satz des Kindes richtig, ohne das Kind direkt zu korrigieren!
  4. Versucht positive Sätze zu formulieren. Vermeidet also möglichst  das Wort "Nicht" Dieses wird vom kindlichen Gehirn herausgefiltert. Sagt nicht "Wirf den Teller nicht runter", sondern besser "Lass' den Teller bitte auf dem Tisch stehen."

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Unsere Gastautorin

Kyra ist Erzieherin und Mama eines Sohnes, der aktuell 19 Monate alt ist. Es liegt ihr sehr am Herzen, dass ein Umdenken in der Gesellschaft stattfindet: hin zu bedürfnisorientierten Ansätzen und mehr Verständnis für die Entwicklung eines Kindes.

Mehr von Kyra lest ihr auf Instagram: instagram.com/erziehungmitherz

 

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