Gegen schlechte Laune

Quengelndes Kind: Wie hilft man am besten?

Wenn das Kind quengelt, ist das manchmal schwer auszuhalten. Viele Eltern versuchen dann mit allen Mitteln, es aufzuheitern. Dabei ist Ruhe oftmals die beste Lösung.

Das Spielzeug wird gleich wieder in die Ecke geworfen und zu nichts hat das Kind Lust. Auch Mamas Versuch, mit lustigen Liedern und Fingerspielen für Aufheiterung zu sorgen, geht daneben.
 
"Schlecht gelaunte Kinder brauchen oft einfach nur Ruhe, denn sie sind überreizt", weiß Beate Dahmen, Leiterin der Beratungsstelle des Bistums Trier. Ist dann weitere Animation angesagt, überdrehen sie oder quengeln noch mehr.

Was tun gegen Quengeln?

Eltern sollten zunächst respektieren, dass auch Kinder schlechte Laune haben und dass sie manchmal nörgeln. Deshalb nicht immer gleich mit einer neuen Aktion auf das Kind zugehen. Sondern lieber ...

  • ... auf dem Sofa kuscheln, wenn das Kind möchte.
  • ... Verständnis zeigen: "Ich kann verstehen, dass du ärgerlich bist", "Ich weiß, dass dir langweilig ist."
  • ... gemeinsam an die frische Luft gehen.
  • ... Hilfe anbieten: "Wenn du mich brauchst, kannst du gerne kommen."
  • ... das Kind in Ruhe lassen.
  • ... gemeinsam eine Lösung finden: "Was könnte dir jetzt helfen?"

Kinder brauchen Verständnis und Nähe

Mit Ersatzbefriedigungen wie Fernsehen oder Süßigkeiten sind viele Eltern schnell bei der Hand, wenn Kinder ständig nörgeln und unzufrieden sind. Eine sinnvolle Lösung ist das allerdings nicht, viel mehr hilft den Kinder emotionale Nähe und Verständnis. "So spüren sie, dass ihre Eltern sie ernst nehmen", erklärt Beate Dahmen. "Denn Kinder müssen selbst lernen, Verantwortung für ihr Glück zu übernehmen anstatt es immer von ihren Eltern zu erwarten. Und sie lernen, Misserfolge, Enttäuschungen und andere unangenehme Situationen auszuhalten."

Wird das Nörgeln und Quengeln allerdings zum Dauerzustand, ist Ursachenforschung angesagt. Braucht das Kind mehr Schlaf? Eine Zwischenmahlzeit? Ist der Alltag zu hektisch oder tatsächlich zu langweilig? Hilfe finden Eltern auch bei einer Erziehungsberatung.

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