Tipps fürs Töpfchen

Wann werden Kinder trocken?

Nach ihrem zweiten Geburtstag merken Kinder allmählich von selbst, wenn die Blase drückt. Tipps fürs Töpfchen und wie der Abschied von der Windel leichter fällt.

Statistisch gesehen werden die meisten Kinder mit 30 Monaten trocken – Mädchen zwei bis drei Monate früher als Jungen. Erst in diesem Alter sind Kinder in der Lage, den Blasenschließmuskel zu kontrollieren. 

Bereit fürs Töpfchen? Das sind erste Anzeichen:

  • Es bleibt regelmäßig über zwei Stunden trocken.
  • Nach dem großen Geschäft gibt es Bescheid.
  • Das Kind zieht sich zurück, wenn es in die Windel macht oder unterbricht das Spiel.
  • Das Kind interessiert sich für seinen Körper und dessen Ausscheidungen. Es gibt ihnen Namen wie „Pipi“ und „Kacka“.
  • Es betreibt intensive Feldstudien: „Mama, wo kommt bei dir Kacka raus?“
  • Das große und kleine Geschäft faszinieren den Nachwuchs. Er entdeckt das „Aa“ des Nachbarhundes, der Teddy wird gewickelt, die Puppe aufs Töpfchen gesetzt.
  • Das Kind tänzelt, zwickt die Beine zusammen, setzt sich auf die Fersen: Ein gutes Zeichen, dass es den Druck der vollen Blase spürt und nicht erst das Überlaufen.

Das Kind schlägt Alarm – und zwar neuerdings, bevor es muss. Sag  jetzt bitte nicht: „Du hast ja eine Windel an!“. Biete an, gemeinsam aufs Klo zu gehen. Wenn das Kind das nicht will, ist es auch okay.

Feste Zeiten und Rituale geben Kindern Sicherheit

Bei der Sauberkeitserziehung ist ein geordneter Tagesablauf hilfreich. Der Zusatznutzen: Ein geregelter Alltag wirkt sich positiv auf die Verdauung aus. Die ersten Sitzungen auf dem Töpfchen dauern vermutlich etwas länger, denn Loslassen fällt anfangs schwerer als Zurückhalten. Eltern sollten aber ihren Mini nicht dazu drängen, lange auf dem Töpfchen zu bleiben.

Anfangs reicht eine Minute, später sind zwei bis drei genug. Nach einigen Wochen haben sich die kleinen Mäuse ans Töpfchen gewöhnt. In der ersten Zeit ohne Windel geht allerdings immer wieder mal was daneben – vor allem, wenn ein Kind intensiv spielt. Das ist ganz normal und gehört zum Sauberwerden. Trost ist jetzt ganz wichtig: Das macht nichts. Wir wischen das auf. Beim nächsten Mal merkst du bestimmt früher, wann du musst.

Topf oder Toilette?

Wenn Kinder sich ans Töpfchen gewöhnt haben, weigern sie sich oft, auf die Toilette zu gehen. Ein guter Kompromiss: Setze dein Kleines anfangs aufs Töpfchen. Nach den ersten Fortschritten machst du es allmählich mit der Toilette vertraut. Anfangs braucht es einen Kindersitz, der wie das Töpfchen einen erhöhten Rücken als Stütze und einen Spritzschutz haben sollte, sowie einen Schemel für die Füße.

7 Tipps für den Abschied von der Windel

  1. Am besten suchst du gemeinsam mit deinem Kind ein Töpfchen aus und erklärst ihm: Das gehört ganz allein dir.
  2. Gemeinsam geht alles leichter – auch das Sauberwerden. Mit einem Puppentöpfchen und einer Puppe, die trinken kann und mal muss, macht das Sauberwerden mehr Spaß.
  3. Anfangs muss es schnell gehen, wenn dein Kind zur Toilette muss. Praktisch sind zwei Töpfchen: eines im Bad und das andere im Kinderzimmer.
  4. In der ersten Zeit sind spezielle Windelhöschen, so genannte Trainers, empfehlenswert. Darin spürt dein Kleines die Nässe eher als in der Windel.
  5. Neue Unterhöschen mit lustigen Motiven sind für dein Kind ein toller Anreiz.
  6. Bei Hosen ist ein Gummizug ratsam. Dein Kind kann sie schnell ausziehen.
  7. Gegen Langweile hilft ein Körbchen mit Bilderbüchern und Spielsachen neben dem Töpfchen.

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