Kolumne @erziehungmitherz

Warum Wutanfälle ein gutes Zeichen sind

In unseren Kolumnen lassen wir Eltern zu Wort kommen, die aus ihrem Alltag berichten. Der ist mal laut und mal leise, mal nervenaufreibend und mal gemütlich, mal chaotisch und mal organisiert, aber auf jeden Fall immer eins: einzigartig. Kyra schreibt heute darüber, warum Wutanfälle eigentlich etwas Gutes sind ...

Kinder weinen und toben, um Stress abzubauen

Wusstest du, dass Kinder Emotionen wie Wut in der Regel nur bei den engsten Vertrauten herauslassen? Ganz einfach: Dort können sie sicher sein, dass sie trotzdem geliebt werden.

  • Ein Wutanfall ist immer Zeichen einer guter Bindung, niemals einer schlechten. Dein Kind will dich damit nicht ärgern. Dein Kind fühlt sich sicher bei dir und kann seine Emotionen herauslassen.
  • Kinder weinen, um Stress abzubauen. Tränen und Wutanfälle sind also Zeichen einer gesunden und normalen Entwicklung.
  • Wutanfälle sind häufig bei Kitakindern zu beobachten, die nach dem Abholen der Mama oder des Papas im Flur gar nicht kooperieren und wütend am Boden liegen. Diese Kinder haben über den Tag Frust aufgebaut (ein Kitatag ist harte Arbeit für ein Kind) und diesen können sie nun endlich im sicheren Hafen abbauen.

Deswegen solltet ihr solche Emotionen niemals versuchen zu unterdrücken oder von ihnen abzulenken. Sie sind ein Ventil!

Kinder bei Wutanfällen richtig begleiten

  • Ein Wutanfall richtet sich niemals böswillig gegen euch. Es ist eine Ehre, einen Wutanfall begleiten zu dürfen.
  • Bedürfnisorientiert heißt nicht, jeden Wutanfall vermeiden zu wollen, sondern diesen zu begleiten und das Bedürfnis dahinter zu verstehen.
  • Das Kind niemals für solche Gefühle bestrafen. Es würde der Entwicklung schaden und das Kind würde nicht lernen, mit negativen Emotionen umzugehen und sie später selber regulieren zu können.
  • Auch keine Auszeit! Natürlich funktioniert sie im ersten Moment. Warum? Weil diese Bestrafung Urängste im Kind auslöst. Es kooperiert am Ende nur, weil es Angst hat, uns als sichere Basis zu verlieren! 

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Unsere Gastautorin

Kyra ist Erzieherin und Mama eines Sohnes, der aktuell 19 Monate alt ist. Es liegt ihr sehr am Herzen, dass ein Umdenken in der Gesellschaft stattfindet: hin zu bedürfnisorientierten Ansätzen und mehr Verständnis für die Entwicklung eines Kindes.

Mehr von Kyra lest ihr auf Instagram: instagram.com/erziehungmitherz

 

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