Vorbereitet in den Urlaub

Was ihr über die Kinder-Reiseapotheke wissen müsst

Die Ferien sind in vollem Gange und viele Familien zieht es ins Ausland. Damit ihr im Falle von Krankheiten und Verletzungen gut vorbereitet seid, gibt Dr. Snjezana Schütt, vielen besser bekannt als "die-kinderherztin", allgemeine Tipps zur Reiseapotheke.

Nach einem harten und anstrengenden Pandemie-Jahr freuen sich sicher viele von uns auf einen Urlaub in der Ferne, bei dem man abschalten, sich erholen und die aufgebrauchten Energie-Reserven wieder aufladen kann. Doch beim Reisen mit Kind/ern bleiben Viren oder Bakterien nicht zwangsläufig zu Hause bzw. kann es auch im Urlaub zu kleineren Unfällen und / oder Verletzungen kommen.

Damit ihr in einem solchen Fall nicht lange nach einer Apotheke suchen müsst, sondern euch zumindest über die Nacht oder die ersten Tage selbst helfen könnt, habe ich meine wichtigsten Empfehlungen und Tipps für die Reiseapotheke zusammengestellt.

Allgemeines zur Reiseapotheke

Reiseimpfungen

Vor dem Urlaub über notwendige Reiseimpfungen informieren und rechtzeitig Impftermine vereinbaren.

In diesem Zusammenhang solltet ihr natürlich auch die aktuellen Einreisebestimmungen und Empfehlungen bezüglich SARS-CoV-2 beachten.

Rezeptpflichtige Medikamente

In die Reisetasche gehören zunächst einmal alle rezeptpflichtigen und vom Arzt verordneten Dauer-Medikamente (in ausreichender Anzahl).

Griffnähe/ Handgepäck

Einen Teil dieser Medikamente solltet ihr griffbereit bzw. bei Flugreisen möglichst im Handgepäck mit euch führen. Wichtig ist jedoch, dass ihr euch im Zweifel (zum Beispiel bei einer flüsigen Verabreichungsform) ein Attest vom Kinderarzt ausstellen lasst, um die Mitnahme des Medikaments im Handgepäch zu gewährleisten.

Eine Übersicht über alles, was in die Reiseapotheke gehört, findet ihr in unserem Beitrag "Reiseapotheke für Kinder: Das muss unbedingt mit".

Wichtig: Grundsätzlich empfiehlt es sich,

  • die Haltbarkeit der Medikamente vor der Reise zu überprüfen, abgelaufene Mittel zu entsorgen und neue zu besorgen.
  • die Medikamente in der Originalverpackung (am besten mit Beipackzettel) zu belassen, damit es in der Hektik eines Notfalls nicht zu Verwechslungen kommt.
  • auf bereits geöffneten Verpackungen das Öffnungsdatum zu notieren.

Lagerung der Medikamente

Bei hohen Außentemperaturen und/ oder fehlender Kühlung kann die Wirksamkeit von Medikamenten deutlich beeinträchtigt werden. Zäpfchen zum Beispiel können leicht aufweichen und so die Verabreichung erschweren bzw. unmöglich machen. Für solche Fälle empfiehlt sich die Mitnahme von Säften oder Tabletten mit dem entsprechenden Wirkstoff. Euer Kinderarzt kann euch am besten beraten, welche altersgerechten Alternativen es zu Zäpfchen gibt.

Grunsätzlich sollten alle Medikamente vor direkter Hitze und Sonneneinstrahlung geschützt werden. Gegebenenfalls ist vor Ort die Lagerung von kühlpflichtigen Medikamenten in der Minibar möglich.

116 000: Vermisste Kinder

Wenn euer Kind vermisst wird, egal ob in Deutschland oder einem anderen EU-Land, könnt ihr aus den meisten EU-Ländern die 116 000 (Hotline für vermisste Kinder) anrufen. Die Notrufnummer ist derzeit in allen 28 EU-Ländern erreichbar.

Unter dieser Nummer kann man ein Kind als vermisst melden. Auch erhalten die Familien von vermissten Kindern dort Betreuung und Unterstützung.

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Bei diesem Beitrag handelt es sich um allgemeine Informationen. Er ersetzt bei gesundheitlichen Beschwerden nicht den Arztbesuch!

Unsere Gastautorin

Dr. med. Snježana Schütt ist Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und selbst Mutter zweier Söhne. Online ist sie besser bekannt als "die-kinderherztin": Auf ihrem Blog und auf Instagram informiert sie über alle Themen rund um Kindergesundheit und vieles mehr.

Website: die-kinderherztin.de/

Instagram: instagram.com/die_kinderherztin/

Facebook: facebook.com/kinderherztin 

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