Erste Hilfe

Was bei einem Atemstillstand zu tun ist

Die Wahrscheinlichkeit, dass Eltern ihr Kind beatmen müssen, ist zum Glück nicht allzu groß. Trotzdem ist es gut, wenn sie auf den Notfall vorbereitet sind. Was bei einem Atemstillstand zu tun ist.

Um die Atmung deines Kindes zu überprüfen, musst du zuerst mögliche Fremdkörper aus seinem Mund herausholen. Dazu legst du beide Daumen auf seinen Unterkiefer und die Zeigefinger in den Kiefernwinkel und drückst mit den Daumen den Unterkiefer nach unten. Dann öffnet dein Kind den Mund, und du kannst die Fremdkörper herausholen.

Erbrochenes lässt du abfließen, indem du den Kopf mit offenem Mund zur Seite drehen. Danach legst du das Kind flach auf den Rücken und überstreckst seinen Kopf, indem du das Kinn anhebst. Bei Kindern im ersten Jahr aber nur ganz leicht. Dadurch verhinderst du, dass die Zunge seine Atemwege blockiert. Jetzt kannst du seine Atmung überprüfen.

Wenn dein Kind nicht atmet, versuchst du, es zu beatmen

Dazu überstreckst du seinen Kopf und hauchst ihm deinen Atem ein. Bei Kindern im ersten Jahr umschließt du dabei sowohl Mund als auch Nase mit deinem Mund. Die Atemspende sollte mit einer ungefähren Frequenz von 40 Beatmungen pro Minute erfolgen, also etwas schneller, als du selbst atmest. Bei älteren Kindern umschließt du dagegen nur die Nase, zum Beatmen kannst du dich an deine eigenen Atemfrequenz orientieren.

Denk bitte daran: Eine Kinder-Lunge ist kleiner und empfindlicher als deine eigene. Blase deinem Kleinen deshalb nur so viel Luft ein, wie du in deinen Backen hast – und nicht stoßweise, sondern gleichmäßig. Den Erfolg kannst du daran erkennen, ob sich der Brustkorb des Kindes hebt; andernfalls musst du noch einmal prüfen, ob seine Atemwege frei sind.

Nach drei erfolgreichen Beatmungen prüfst du, ob dein Kind wieder selbstständig atmet, und kontrollierst seinen Kreislauf. Wenn du keinen Puls spürst, musst du eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen.

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