Sie ähneln Frostbeulen

"Corona-Füße": Läsionen bei Kindern neues Covid-19-Symptom?

In Verbindung mit Corona häufen sich weltweit Fälle krasser Hautveränderungen an Füßen und Zehen bei Kindern und Jugendlichen. Handelt es sich hierbei tatsächlich um ein weiteres Symptom einer Corona-Infektion?

Das Coronavirus ist für Mediziner nach wie vor nicht wirklich greifbar. Die Symptome sind vielfältig, das Krankheitsbild facettenreich. Gingen Forscher bezüglich einer Infektion zunächst von einer reinen Erkrankung der Lunge aus, so ist mittlerweile klar, dass zahlreiche innere Organe betroffen sein können. Hinzu kommt nun scheinbar noch ein weiteres Körperteil. Und das bei einer Gruppe, die oft keine oder nur ganz milde Symptome zeigt: Kinder.

Besonders bei jungen Patienten werden global immer mehr Fälle sogenannter "Covid-Zehen" oder auch "Corona-Füße" bekannt. Dabei handelt es sich um frostbeulenähnliche Hautveränderungen an den Zehen der Betroffenen. Letztere berichten dabei von schmerzhaften Läsionen, die optisch bereits durch andere Virusinfektionen bekannten Entzündungen gleichen. Aufgrund der krassen Häufungen sprechen sich US-Forscher für eine Aufnahme dieser Anzeichen in die offizielle Liste der Covid-Symptome aus.

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Chefarzt legt sich fest – aber gibt auch teilweise Entwarnung

Chalid Assaf, Chefarzt der Klinik für Dermatologie und Venerologie des Helios Klinikums in Krefeld, ist sich sicher, dass eine Verbindung zwischen diesen neuen Krankheitsbildern und dem Coronavirus besteht. In einem Interview bestätigte er gegenüber der "Welt", dass deutschlandweit immer mehr Dermatologen zunehmende Fälle dieser Art beim Klinikum meldeten. 

Er selbst gehe davon aus, dass diese Hautveränderungen in einem späten Stadium der Infektion auftreten, erwähnte jedoch auch ausdrücklich, dass diese nach einer kurzen Verlaufszeit von etwa zehn bis zwölf Tagen wieder  selbstständig abklängen. Grund für die Schwellungen und Rötungen seien wahrscheinlich natürliche Entzündungsreaktionen des Körpers auf die Infektion. Genauere Angaben könnten aber erst nach weiteren Forschungen erfolgen. Es gilt jedoch: Sollten diese Anzeichen auftreten, ist zur Sicherheit stets ein Arzt zu konsultieren.

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