Krankheitsverlauf

Coronavirus: Für Kinder weniger gefährlich?

Das Coronavirus breitet sich aus. Deutschlandweit werden Kitas und Schulen bis auf Weiteres geschlossen, um die Infektionsrate so gut wie möglich zu verlangsamen. Ein sehr interessanter Aspekt ist, dass die krankheitstypischen Symptome bei Kindern weniger stark ausgeprägt sind als bei erwachsenen Infizierten. Welchen Grund es dafür geben könnte.

Kein Thema beherrscht die Medienlandschaft derzeit so stark wie das Coronavirus. Fast im Minutentakt erreichen uns neue Nachrichten rund um das neuartige SARS-CoV-2. Noch mehr Krankheitsfälle. Statements politischer Akteure weltweit. Neue Beschlüsse bezüglich des öffentlichen Lebens. Innovative medizinische Erkenntnisse rund um den Erreger.

Was im Laufe der Pandemie nun auffällt: Die Krankheit verläuft bei Kindern offensichtlich deutlich milder als bei Erwachsenen. Fest steht, dass diese sich ebenso leicht anstecken können und für sie mit Blick auf das Infektionsrisiko die gleichen Bedingungen herrschen wie bei älteren Menschen. Auch die Symptome sind im Falle einer Erkrankung meist dieselben: Husten, Schnupfen, teilweise Durchfall und Lungenentzündungen treten sowohl bei Erwachsenen, als auch bei Kindern als Anzeichen einer Coronavirus-Infektion am häufigsten auf. Diese sind bei jüngeren Patienten allerdings deutlich schwächer ausgeprägt. Die Krankheit scheint hier milder zu verlaufen. Doch warum?

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Corona: Möglicher Grund für einen abgeschwächten Krankheitsverlauf bei Kindern

Hier sind sich Mediziner und Forscher bisher nicht ganz sicher. Einiges deutet jedoch darauf hin, dass das eigentlich vermeintlich schwächere Immunsystem deutlich anpassungsfähiger auf die neuartige Erkrankung reagiert. Während Erwachsene im Laufe ihres Lebens bereits zahlreiche Antikörper als Reaktion auf diverse Infektionen gebildet haben, ist die Immunabwehr von Kindern möglicherweise aufgrund "mangelnder Erfahrungen" offener für Anpassungen. Auf diese Weise wird das Virus bei einer Infektion nicht nur von Beginn an besser bekämpft, die Symptome gelindert, sondern auch das zeitliche Ausmaß der Erkrankung deutlich verkürzt. Für eine klarere Aussage bedarf es hier jedoch weiterer Forschung. Mehr aktuelle Infos rund um das Coronavirus gibt es beim Robert-Koch-Institut

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Unser Autor

Martin Piecha

Content Manager bei Junior Medien

Martin stammt als studierter Sportjournalist und -manager sowie ehemaliger Redakteur für Fitness- und Gesundheitsthemen aus einem eher anderen Fachbereich. Er liebt jedoch die redaktionelle Herausforderung und stellt sich voller Freude und Enthusiasmus dem weiten Feld rund um das Elternwerden und Elternsein.

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