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Erste Hilfe

Was tun bei Verbrennungen?

Egal ob ein Sonnenbrand oder Verbrennungen am Grill oder Lagerfeuer – Kinderhaut ist besonders empfindlich. Wie Eltern schnell und gut helfen können.

Auch wenn Eltern noch so sehr aufpassen - manchmal passiert es doch und das Kind hat einen Sonnenbrand. 

Einen Sonnenstich behandeln

Ein hochroter, heißer Kopf, Quengeligkeit, Erbrechen, ein steifer Nacken und möglicherweise grundloses Fieber: Wenn dein Kind längere Zeit in der Sonne gespielt hat und danach, vielleicht auch erst ein paar Stunden später, solche Symptome zeigt, leidet es unter einer Reizung der Hirnhäute, einem so genannten Sonnenstich. Du hilfst deinem Kind am besten, wenn du es in den Schatten bringst, es mit leicht erhöhtem Oberkörper hinlegst, seinen Kopf mit nassen Tüchern kühlst und beim Kinderarzt nachfragst.

Wann den Arzt rufen?

Wenn es nicht auf deine Ansprache reagiert, musst du eine Atmung und seinen Kreislauf kontrollieren und den Rettungswagen rufen. Das gilt auch, wenn sein Zustand sich durch deine Behandlung nicht spürbar verbessert und es sogar bewusstlos wird. Vorsicht: Auch wenn dein Kleines sich von einem Sonnenstich schnell wieder erholt, lässt du es ein paar Tage lang besser nicht in die Sonne.

Am Feuer verbrannt

Rötungen, Blasen (bitte nicht öffnen!), in schlimmen Fällen verbrannte Haut und höllische Schmerzen: Das sind die Folgen von Verbrennungen und Verbrühungen. Außerdem verliert der Körper dabei viel Flüssigkeit; bei den Jüngsten kann deshalb schon eine kleine Verbrennung zum Schock führen. 
Klar: Wenn die Kleidung deines Nachwuchses brennt, musst du zuallererst die Flammen mit einer Decke ersticken. Dann ziehst du das Kleine vorsichtig aus und kühlst die Wunde unter fließendem Wasser; bei großflächigen Verbrennungen verwendest du besser feuchte Tücher, sonst könnte es auskühlen. Wenn der Schmerz abklingt, deckst du die Wunde mit einem keimfreien Verbandstuch ab.

Wichtig: Mit der Haut verklebte Kleidung nicht mit Gewalt lösen, sondern mit der Schere vom restlichen Kleidungsstück abtrennen. Bei Anzeichen für einen Schock das Kind in die Schocklage bringen oder – bei Wunden auf dem Rücken – in Schräglage auf die Seite legen. Regelmäßig Bewusstsein, Atmung und Kreislauf beobachten.

Bei Verbrennungen oder Verbrühungen im Gesicht, an den Geschlechtsteilen und bei Wunden, die mehr als fünf Handteller des Kleinen groß sind, musst du den Rettungswagen rufen. Aber auch kleinere Brandwunden solltest du hinterher vom Kinderarzt untersuchen lassen.

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