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Folgen eines Infekts

Wenn die Erkältung nicht besser wird...

Wie lässt sich verhindern, dass aus einer Erkältung mehr wird? Und was können Eltern tun, wenn es den Nachwuchs doch erwischt? Die wichtigsten Tipps.

Unser Kind ist schlimm erkältet.“ Ein Satz, der im Januar und Februar zum Standard-Repertoire von Eltern gehört. Meist trieft die Nase nicht zum ersten Mal. Das Kind hat vom Herbstanfang bis zum Jahreswechsel bereits drei oder vier Schnupfen hinter sich. Und jedes Mal, wenn es wieder losgeht, hoffen Mama und Papa, dass nicht mehr draus wird.

Ist der Schnupfen nicht so schlimm, raus an die frische Luft

Es kratzt im Hals. Die Stimme klingt heiser. Die Nase läuft. Das Kind hustet oder klagt über Ohrenschmerzen. Sein ganzer kleiner Körper, so scheint’s, tut weh. Kein Wunder, dass erkältete Kinder schneller quengelig werden, krank aussehen und leichter unzufrieden sind als sonst. Was können Eltern tun, damit ihr Sprössling sich möglichst schnell erholt?

Zuerst einmal kommt es auf den Zustand des Kindes an. Wenn nur die Nase läuft oder das Kleine hin und wieder locker hustet, ansonsten aber ganz normal spielt, besteht kein Anlass zur Beunruhigung. Warm angezogen sollte das Kind ruhig nach draußen gehen und muss nicht in der überheizten Wohnung geschont werden. Kinder spüren sehr gut, wann es Zeit ist, sich ins Bett zu legen. Sie tun das meist sogar von allein, wenn sie richtig krank sind. Dann brauchen sie tatsächlich Schonung und müssen die Erkältung geduldig auskurieren.

Denn sonst kann es sein, dass zum Beispiel aus einem harmlosen Husten eine hartnäckige Bronchitis wird. Sie tritt gar nicht mal so selten auf bei kleinen Kindern. Ihr Immunsystem hat sich noch keine wirkungsvolle Abwehrstrategie gegen Viren und Bakterien antrainiert. Ist die Schleimhaut der Bronchien entzündet, quälen sich Kinder mit einem starken, verschleimten Husten herum, fühlen sich fiebrig und abgeschlagen. Der Kinderarzt verordnet dann hustenlösende Medikamente und eventuell auch Antibiotika. Sie nützen aber nur dann, wenn Bakterien im Spiel sind. Gegen Viren, die oftmals Verursacher einer Bronchitis sind, wirken sie nicht.

Grün-gelblicher Schnupfen, starkes Kopfweh und Druckempfindlichkeit im Gesicht deuten auf eine Nasennebenhöhlenentzündung hin. Manchmal kommt auch noch Fieber hinzu. Wichtig ist jetzt, dass die entzündete Nasenschleimhaut abschwillt, sodass festsitzendes Schnupfensekret wieder abfließen kann. Das nimmt den Druck und den Schmerz. Hilfreich sind dabei Nasensprays oder -tropfen. Wenn gar nichts mehr geht, kann der Kinderarzt natürlich auch ein entzündungshemmendes Antibiotika verordnen.

Sind Schnupfenviren oder -bakterien über die sogenannte Eustach`sche Röhre, das ist die Ohrtrompete, weiter gewandert, können sie eine schmerzhafte Mittelohrentzündung auslösen: Hinter dem Trommelfell staut sich Sekret, was heftige, stechende Ohrenschmerzen, Druckgefühl und oft auch Fieber und Schwindel zur Folge haben kann. Nicht jeder kleine Patient braucht aber Antibiotika. Manchmal helfen auch schon abschwellende Nasentropfen und zusätzlich Ohrentropfen, die der Kinderarzt verschreibt. Im ungünstigsten Fall muss der Hals-Nasen-Ohren-Arzt einen einen kleinen Schnitt ins Trommelfell machen und das Sekret absaugen.

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Das können Mama und Papa zu Hause zusätzlich tun

Was können Eltern nach dem Arztbesuch für ihre kleinen Patienten tun?
Heilpraktikerin Miriam Schäfer gibt Tipps. Generell gilt: Lassen Sie Ihr Kind viel trinken, das löst den Schleim. Legen Sie feuchte Tücher auf die Heizung, überheizte Räume mit trockener Luft tun den Schleimhäuten nicht gut.

Bronchitis

  • Holunder- Eibisch- Malven oder Thymiantee wirken schleim- und krampflösend.
  • Milchprodukte fördern Verschleimung, deshalb bei akutem Husten keine Milch trinken.
  • Vor dem Schlafengehen einen Brustwickel mit zehnprozentigem Lavendelöl auflegen: Das löst den Husten, beruhigt und entkrampft.

Nasennebenhöhlenentzündung

  • Ein Leinsamenwickel auf die Kieferhöhlen auflegen, es macht die Nasen- und Nebenhöhlen durchlässig.
  • Ein Dampfbad mit Kamille lockert festsitzenden Schleim.
  • Wärmeanwendungen mit Rotlicht tun gut.
  • Bringen Sie Ihrem Kind die richtige Schnäuztechnik bei: Beim Schnauben sollte es ein Nasenloch zuhalten, während es – sanft – das andere ausschnaubt. So presst der Druck den Schleim nicht in die Nebenhöhlen. Außerdem: gebrauchte Taschentücher möglichst schnell entsorgen.

Mittelohrentzündung

  • Ein Zwiebelwickel desinfiziert und wirkt schmerzlindernd.
  • Rotes Johanniskrautöl um das Ohr einreiben, es wirkt entzündungshemmend.
  • Eine freie Nasenatmung ist die Voraussetzung für eine gute Belüftung im Mittelohr: 0,9-prozentige Kochsalzlösung (aus der Apotheke) mit einer Pipette in die Nase träufeln, danach Nasenbalsam auftragen; Schnellvariante: ein Nasenspray mit Meersalz verwenden.

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