Umgang mit der Pandemie

Corona-Maßnahmen für Kinder: Ist das euer Ernst?

In unseren Kolumnen lassen wir Eltern zu Wort kommen, die aus ihrem Alltag berichten. Der ist mal laut und mal leise, mal nervenaufreibend und mal gemütlich, mal chaotisch und mal organisiert, aber auf jeden Fall immer eins: einzigartig. Heute fragt sich unsere Autorin*, ob man noch hinterfragen darf und ob ein anderer Umgang mit der Pandemie denkbar wäre.

* Die Autorin möchte lieber anonym bleiben. Ihr Name ist der Redaktion bekannt.

Während Kinder auf dem Pausenhof nicht mal Fußball spielen dürfen, ihre Erzieher und Erzieherinnen teilweise noch nie ohne Maske sehen durften und ganze Klassen in Quarantäne geschickt wurden, toben die meisten Erwachsenen bereits wieder fröhlich durchs Leben. Homeoffice war gestern, die Restaurants sind wieder voll und Hygienemaßnahmen? Ach komm, jetzt sind doch alle geimpft! Unsere Autorin fragt sich, ob die (vor allem für unsere Kinder) noch immer geltenden Einschränkungen verhältnismäßig sind – und ob man das überhaupt noch laut aussprechen darf ...

Unsere Kinder müssen täglich im Unterricht sechs bis acht Stunden eine Maske tragen, obwohl Sauerstoff essenziell für die Durchblutung des Gehirn und damit für gutes Lernen ist. Es ist allgemein bekannt, dass langes Tragen bspw. einer FFP2-Maske Auswirkungen auf die körperliche Belastbarkeit hat. Im Arbeitsumfeld ist nach einer Tragedauer von maximal zwei Stunden eine mindestens halbstündige Maskenpause einzulegen ... Unsere Kinder sollen also weiterhin ständig Masken tragen – und mögliche gesundheitliche Folgen in Kauf nehmen. Und trotzdem: Selbst nach den zweiten Corona-Sommerferien sind die Schulen noch immer nicht mit Luftfiltern ausgestattet. Ist das euer Ernst?

Durch die regelmäßigen Tests an Schulen kommt es immer wieder dazu, dass einzelne Kinder gemieden und stigmatisiert werden, weil sie positiv getestet wurden. Dabei ist nicht gesagt, ob sie überhaupt Symptome entwickeln und ob sie das Virus überhaupt weitergeben. Der Sohn einer Bekannten ist sicher nicht der einzige, der eine Schulangst entwickelt hat, nachdem seine Mitschüler "seinetwegen" in Quarantäne mussten. Er ist total verstört, weil er "schuld" ist, dass andere nicht in die Schule konnten. Ist es das wert?

Wollen wir wirklich die psychische Gesundheit unserer Kinder noch länger gefährden? Wäre es nicht endlich Zeit, sinnvolle Schutzmaßnahmen zu finden, anstatt diese Kollateralschäden in Kauf zu nehmen? Wäre es nicht wichtiger, Angst ab- und Vertrauen aufzubauen, um unsere Kinder auch langfristig fürs Leben zu stärken? Aber stattdessen haben sie noch immer unter den Einschränkungen zu leiden, während viele Erwachsene sich nicht mehr um Sicherheitsmaßnahmen scheren.

In Cafés, Restaurants, etc. tummeln sich Geimpfte ohne Abstand und Maske, während Negativ-Getestete draußen bleiben müssen. Im Ernst? Mit welcher Begründung? Es ist doch hinreichend bekannt, dass auch eine Impfung nicht vor einer Infektion und einer Übertragung schützt. Zudem könnten solche Maßnahmen die Gesellschaft unnötig entzweien. Erste Wirte haben schon jetzt mit Anfeindungen zu kämpfen, wenn sie sich für "2G" entscheiden.

Kann es sein, dass vieles, was noch vor knapp zwei Jahren hoch im Kurs stand – zum Beispiel das Selberdenken und kritische Hinterfragen – inzwischen mit dem Totschlagargument "Verschwörungstheorie" vom Tisch gewischt wird? Wie kann es sein, dass die Politik einen solchen Druck auf das RKI und die Ständige Impfkommission (STIKO) ausübt, dass diese eine Impfung für unsere Kinder empfiehlt, die lange nur als Notfallzulassung auf dem Markt war? Und: Denkt überhaupt jemand daran, was diese massenhaften, flächendeckenden Tests und Masken für die Umwelt und unser Klima bedeuten (Stichworte: Herstellung in China, Transport, Müllberge)?

 

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Auf dem Werbeschild einer Arztpraxis las ich letztens: "Ich will mein altes Leben zurück. Wir impfen alle ab zwölf Jahren". Und das, obwohl inzwischen wohl die meisten wissen, dass die Impfung auch nicht DIE Lösung ist. Wie kann es sein, dass die Medien und die Politik eine dermaßen einseitige Propaganda betreiben? Was hat das mit "unserem alten Leben" oder der "Normalität" zu tun?

Ganz ehrlich, das ist keine Welt, die ich mir für unsere Kinder wünsche. Warum kann nicht jeder einzelne ohne Druck für sich selbst entscheiden und ein freies Leben führen, ohne dass die Gesellschaft sich in zwei Gruppen spaltet, die sich gefühlt kaum noch durchmischen?!

Wäre es nicht sinnvoller, alles für ein intaktes Immunsystem zu tun (Bewegung an der frischen Luft ist kostenlos, D3 (und K2) ist günstig) und so für einen guten Schutz zu sorgen? Dazu gehört natürlich auch, übermäßigen Stress zu vermeiden. Doch unter dem leiden noch immer wohl am meisten die Familien – sei er sozialer, finanzieller oder existenzieller Art. In diesem Sinne: Ich gehe jetzt erst mal eine Runde joggen, um den Kopf frei zu bekommen.

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