Umstrittene Bewegung – Ärztekammer reagiert

Ärzte stellen Atteste gegen Maskenpflicht aus

Masken-Gegner finden im Internet Listen mit Ärzten, die mit Blick auf die bestehende Maskenpflicht an Schulen Atteste für Kinder ausstellen. Das Überraschende: Immer mehr Ärzte schließen sich dieser Bewegung an.

Der sogenannte "Widerstand 2020"

Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine selbsternannte "Mitmach"-Partei aus Düsseldorf. Unter dem Slogan "Anders denken ist kein Fehler, sondern Freiheit" rufen die Betreiber ihre Mitglieder und andere dazu auf, sich den derzeitigen coronabedingten Pflichten wie dem Tragen einer Maske in öffentlichen Räumen – insbesondere der Maskenpflicht für Kinder an Schulen – zu widersetzen.

Ärzte direkt beteiligt

Auf der Seite finden sich auch aktive Ärzte, die sich dem "Widerstand" verbunden fühlen und auf Nachfrage Atteste erstellen, die Kinder von der Maskenpflicht befreien. Sind diese "überbucht", so wird der Kontakt zu weiteren Ärzten über den "Widerstand 2020" hergestellt und sogar genaue Empfehlungen ausgesprochen. Doch auch über diese Bewegung hinaus tauchen immer wieder Listen mit Ärzten auf, die eine Befreiung der Maskenpflicht befürworten und unterstützen.

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Ärztekammer ist alarmiert!

Immer mehr solcher Fälle werden bekannt. Die zuständige Ärztekammer reagierte auf entsprechende interne Informationen und kündigte an, die Fälle rechtlich prüfen zu lassen. Das Ausstellen falscher Atteste steht für Ärzte unter Strafe. Eine psychische Erkrankung des betroffenen Schulkindes wie beispielsweise Klaustrophobie müsse bei einer Befreiung von der Maskenpflicht nachgewiesen werden. Auf Anfrage des Express sagte eine Sprecherin: "Wir werden den Fall zur berufsrechtlichen Prüfung an unsere Rechtsabteilung weiterleiten."

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