Kinderhaut

Pickel durch Maske: was tun?

Sie schützt uns und unsere Mitmenschen vor Ansteckung. Auch im Schulalltag ist die Atemschutzmaske aktuell noch unersetzlich. Aber wie wirkt sie auf die zarte, häufig empfindliche Kinderhaut? Und was, wenn sie zu Hautproblemen führt? Wir haben bei einem Dermatologen nachgefragt.

Herr Dr. Liebich, was sollten Eltern bei der Wahl der richtigen Maske für ihr Kind bedenken?

Die Maske sollte klein sein und gut anliegen. Am besten wird sie hinten am Kopf geschlossen, da sie hinter den Ohren zu Druckstellen führen kann. Ich empfehle weiße Masken, da Farbstoffe irritierend auf empfindliche Kinderhaut wirken können. Mein Tipp: Kaufen sie Masken, die in Deutschland hergestellt werden. Denn was genau in den Produkten aus Asien steckt, wissen wir noch nicht.

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Unser Experte

Dr. Christoph Liebich ist Dermatologe in München und kennt sich hervorragend mit Kinderhaut aus: hautarzt-muenchen.com

Wie lange dürfen Kinder eine Maske tragen?

Sobald sie feucht ist, sollte sie entsorgt werden. Und sie sollte nicht länger als acht Stunden getragen werden. Grundsätzlich gilt: pro Tag eine neue Maske!

Was kann man tun, wenn sich die Haut durch das Tragen der Maske gereizt zeigt?

Ich rate zu Schwarztee-Umschlägen. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken beruhigend auf gestresste, gerötete oder irritierte Haut. Dafür einen unparfümierten schwarzen Tee aufkochen, also nicht Earl Grey, sondern einen kräftigen Assam-Tee. Diesen mindestens zehn Minuten ziehen lassen. Anschließend in den abgekühlten Tee Kompressen legen, die dann etwa zehn Minuten auf der Haut verbleiben.

Können Masken auch Pickel verursachen?

Verursachen, nein! Aber bei einer Neigung können Masken das durchaus triggern. Dann sollte man direkt zum Hautarzt.

Sollte man wegen des Tragens der Maske vermehrt cremen?

Ich rate weiterhin zu typgerechter Pflege, wie auch zuvor. Bei trockener Haut eine fette Creme. Bei fettiger und unreiner Haut eine leichte Feuchtigkeitscreme. Bei sensibler Haut auf beruhigende Inhaltsstoffe setzen.

Masken-Check

In den meisten Bundesländern müssen Kinder ab sechs Jahren in öffentlichen Räumen eine FFP2- oder OP-Maske tragen. Die Regelungen variieren allerdings von Bundesland zu Bundesland. Für weitere Infos am besten beim örtlichen Gesundheitsamt nachfragen.

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Unsere Autorin

Astrid Christians-Gege

Astrid Christians-Gege wird oft gefragt, wie man das als Mama von zweijährigen Zwillingsjungs und einem Vierjährigen so wuppt. Ihre Antwort: Mit starkem Kaffee, einem sehr langen Geduldsfaden und einer gesunden Work-Life-Balance.

Als Redakteurin bei Leben & erziehen lässt sie auch mal den ein oder anderen Tipp einer Dreifach-Jungsmama in ihre Artikel einfließen, aber bitte immer ohne erhobenen Zeigefinger. Denn nichts ist cooler als Mütter, die sich gegenseitig unterstützen. 

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