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Kindersicherheit

Trampolinspringen: Experten warnen vor Unfallgefahren

Amerikanische Kinder- und Jugendmediziner warnen davor, dass Trampolinspringen für Kinder gefährlich sei. Auch österreichische Experten machen auf eine Zunahme der Unfälle aufgrund des beliebten Freizeitsports aufmerksam.

Die Amerikanische Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (AAP) warnt davor, dass Trampolinspringen für Kinder gefährlich ist. Auch österreichische Experten um Prof. Michael Höllwarth, Vorstand der Grazer Kinderchirurgie und Präsident des Vereins „Große schützen Kleine“, machen auf eine Zunahme der Unfälle aufgrund der wachsenden Beliebtheit dieses Freizeitsports aufmerksam. „Zur Sicherheit sollte beim Trampolinspringen deshalb immer eine erwachsene Aufsichtsperson dabei sein. Für Kinder unter fünf oder sechs Jahren ist diese Aktivität noch nicht geeignet. Wenn Eltern ein Trampolin in ihrem Garten oder im Haus aufstellen, sollten sie auch darauf achten, dass im Umfeld des Trampolins sich nichts Scharfkantiges oder Hartes befindet – auch keine Bäume und Zäune.

Immer nur ein Kind aufs Trampolin
Mehrere Kinder gleichzeitig dürfen das Trampolin auf keinen Fall benutzen, da sonst die Gefahr besteht, dass eines der Kinder hinausgeschleudert wird. Ein harter Aufschlag am Randgestänge des Trampolins oder am Boden kann zu schweren Verletzungen führen“, warnt Prof. Hans-Jürgen Nentwich, Kinder und Jugendarzt aus Zwickau. Im Haus sollte die Höhe der Decke ausreichend sein. Um nicht umzuknicken, ist es besser, ohne Schuhe zu hüpfen. In diesem Jahr haben sich bis Mitte Mai allein in Graz 72 Kinder beim Trampolinspringen verletzt. Laut einer norwegischen Studie ereignen sich etwa 77 Prozent der Verletzungen durch Sturz auf das Tuch oder die Begrenzungsstangen. 72 Prozent der Verletzungen passieren, wenn sich mehr als zwei Springer auf dem Trampolin befinden. 79 Prozent der Kinder erleiden Blessuren an den Armen und Beinen - von Dehnungs- und Bänderverletzungen bis hin zu Knochenbrüchen. Aber auch Verletzungen im Halsbereich (8 Prozent) und Kopf sowie in seltenen Fällen an der Wirbelsäule treten auf. 13 Prozent der auf dem Trampolin verunglückten Kinder müssen im Krankenhaus behandelt werden.

Rudern mit den Armen: Alarmsignal
In Österreich berichten die Experten sogar von 40 Prozent schweren Unfällen. „Beobachten Eltern, dass ihr Kind beim Springen mit den Armen zu rudern beginnt, ist dies ein Zeichen dafür, dass es die Bewegungen nicht mehr kontrollieren kann. Dann sollten Eltern es auffordern, etwas behutsamer zu sein“, empfiehlt Prof. Nentwich. Um die Verletzungsgefahr zu mindern, rät der österreichische Verein „Große schützen Kleine“, ein gut sichtbares Netz rund um das Trampolin zu montieren.

Quelle: Kinderärzte im Netz

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