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Sanfte Hilfe

Wadenwickel bei Fieber: Cool bleiben!

Dein Kind "glüht", seine Hände und Füße sind warm? Dann sind Wadenwickel prima, um die Temperatur bei Fieber sanft zu senken und in Schach zu halten.

Wann helfen Wadenwickel:

  • Fieber
  • Überhitzungszustände

Wie ist die Wirkung:

  • wärmeentziehend

  • fiebersenkend

  • entzündungshemmend

Nicht anwenden bei:

  • ansteigendem Fieber
  • Schüttelfrost
  • kalten Füßen
  • fröstelnden, frierenden Patienten
  • akuter Harnwegsinfektion

Wadenwickel bei Fieber:

Wadenwickel leisten bei Fieber von über 39 Grad Körpertemperatur gute Dienste. Damit sie ihre Wirkung voll entfalten können, dürfen sie nur auf warmer Haut und mit mäßig kalter Wassertemperatur (etwa ein bis fünf Grad unter der Fiebertemperatur) angewendet werden.

So geht's: 

Zuerst das Fieber messen und prüfen, ob die Füße warm sind. Ansonsten müssen sie mit einer Wärmfasche oder mit warmen Socken erwärmt werden. Dann lauwarmes Wasser in eine Schüssel füllen. Leinen- oder Geschirrtücher eintauchen und gut auswringen. Die Beine sind warm und mit einem Badetuch unterlegt. Nun die Tücher um die Unterschenkel wickeln. Darüber Frotteetücher wickeln. Den Oberkörper bis zu den Knien gut zudecken. Sobald die Tücher warm werden, abnehmen, unter dem Wasserhahn ausspülen und erneut in das um ein paar Grad kältere Wasser tauchen, auswringen und auflegen. Nach Abschluss der Anwendung den Körper zugedeckt warm halten. Darauf achten, dass Dein Kind immer genügend Flüssigkeit in Form von Käutertees oder Wasser zu sich nimmt.

Anwendungsdauer/Wiederholungen:

Nach einem drei- bis viermaligen Wechsel der Wadenwickel (etwa 20 bis 40 Minuten) wieder das Fieber messen. Es sollte dann nicht mehr als um ein Grad pro Anwendung gesenkt werden. In der Regel genügt eine Abfolge, um eine positive Wirkung zu erzielen.

Noch ein Wort zum Fieber

Es ist sinnvoll, Fieber nicht sofort zu senken. Durch den Anstieg der Körpertemperatur wird die Stoffwechseltätigkeit gesteigert. Dadurch werden eingedrungene giftige Stoffe beziehungsweise Erreger in ihrer Vermehrung gebremst oder sogar abgetötet. Zusätzlich kommt es zu einer verstärkten Bildung von körpereigenen Abwehrstoffen.

Daher sollte das Fieber erst bei Temperaturen von über 39 Grad gesenkt werden. Ob es überhaupt gesenkt werden muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab: zum Beispiel, wenn Dein Kind sehr unter dem Fieber und den Begleitsymptomen leiden, unruhig und desorientiert ist und zu Fieberkrämpfen neigt. Eltern sollten in jedem Fall einen Kinderarzt aufsuchen, wenn das Fieber über
 40 Grad steigt und mit zunehmenden Hals- und Ohrenschmerzen, Brechreiz, Erbrechen, Nackensteifheit, Brechdurchfall und Lichtscheu einhergeht.

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