Eingewöhnungszeit

Keine Lust auf Kindergarten

Eigentlich will das Kleine in die Kita, aber die Eingewöhnung fällt trotzdem schwer. Oder nach ein paar Wochen gibt es Tränen. 10 Tipps gegen die kleinen Krisen im Kindergarten-Alltag.

Auch wenn dein Kind eigentlich gerne in die Kita geht – es gibt Phasen, da fällt der Abschied schwer, da will der kleine Mann nicht aus dem Haus und die Maus weint auf dem Arm der Betreuung herzzerreißend, wenn Mama geht.

10 Tipps, wie du deinem Kind über diese Zeiten hinweghilfst:

1. Eingewöhnung braucht Zeit

Gerade Neulingen fällt es häufig schwer, sich von der Mutter oder dem Vater zu trennen. Erzieherin Martina Bentenrieder rät Eltern deshalb, sich in den ersten Wochen viel Zeit zu nehmen und ihr Kind langsam an den Kindergarten zu gewöhnen. Du könntest zum Beispiel dein Kind am ersten Tag nur eine Stunde dort lassen und das nach und nach steigern.

2. „Auch du gehst in die Arbeit“

Eine Erklärung, die schon kleine Kinder verstehen können: „Mama und Papa müssen auch jeden Morgen zur Arbeit, so wie du in den Kindergarten gehst. Manchmal haben wir auch keine Lust und würden lieber ausschlafen. Aber das geht nicht.“ So begreifen Kinder, dass manche Pflichten einfach sein müssen und sich eine Diskussion nicht lohnt.

3. Jeden Morgen in die Gruppe

„Darf ich heute zu Hause bleiben, Mama – bitte, bitte!“ Schwer, da Nein zu sagen. Doch die Erzieherin empfiehlt Eltern, ihr Kind morgens konsequent in den Kindergarten zu bringen und nur seltene Ausnahmen zuzulassen. Sonst fällt es Kindern umso schwerer, in der Gruppe ihren Platz zu finden.

4. Dem Kind Aufgaben geben

Mädchen und Jungen, die schon einige Wochen oder Monate in der Gruppe sind, wollen auf einmal nicht mehr hingehen. Das ist ganz normal. Am besten sprechen Eltern mit der Erzieherin. „Dann können wir bewusst neue Anreize schaffen“, sagt Martina Bentenrieder. „Zum Beispiel bitten wir die Kinder, uns in der Küche oder beim Tischdecken zu helfen. So spüren sie: Ich werde hier gebraucht.“

5. Echte Freizeit am Nachmittag

Erzieherin Martina Bentenrieder hat die Erfahrung gemacht, dass manche Kinder nicht mehr in ihre Gruppe wollen, weil ihr Tag mit Kindergarten und anschließend Musikgruppe oder Kinderturnen einfach zu überladen ist. „Die Kinder brauchen auch unverplante Zeit, in der sie zu Hause in Ruhe allein spielen können.“ Oft hilft es dann, einige der Termine zu streichen und wieder für echte Freizeit zu sorgen.

6. Die Erzieherin sieht mehr

Wenn der Kindergartenstreik plötzlich auftritt, kann auch ein Ereignis dahinterstecken. Vielleicht hat sich der beste Freund einem anderen Kind zugewandt? Oder dein Kind wird von anderen ausgeschlossen? Dann lohnt es sich, mit der Erzieherin zu sprechen. Sie kann auf dein Kind besonders achten und dafür sorgen, dass es stärker einbezogen wird.

7. Highlights am Wochenende

Gerade, wenn Kinder jüngere Geschwister haben, kommt ihnen leicht der Gedanke: „Ich möchte auch bei Mama zu Hause bleiben!“ Oft haben sie Sorge, zu Hause etwas zu verpassen, oder fühlen sich abgeschoben. Umso wichtiger ist es, dass Eltern Familien-Highlights wie einen Ausflug auf den Nachmittag oder das Wochenende verlegen und Zeit mit ihrem Größeren allein verbringen.

8. „Der Kindergarten ist deine Welt“

Eltern können ihrem Kind klarmachen: „Der Kindergarten ist eine tolle Chance und deine eigene Welt. Zu Hause kann ich dir gar nicht so viel bieten, wie du dort lernen und spielen kannst.“ Das hilft auch gegen die Eifersucht, wenn jüngere Geschwister noch zu Hause bleiben dürfen.

9. Ein kurzer Abschied

Kinder spüren ganz genau, wenn ihre Eltern unsicher sind. Gut, wenn Mütter und Väter deshalb selbst von ihrem Kindergarten überzeugt sind und sich am Morgen kurz und schmerzlos verabschieden. Das heißt: nach Küsschen und Umarmung auch wirklich gehen.

10. Der Teddy kommt mit

Vielen Kindern tut es gut, wenn sie etwas Vertrautes von zu Hause mitbringen dürfen, etwa ihr Lieblingskuscheltier. Gerade sehr schüchterne Mädchen und Jungen lassen sich damit von den Erzieherinnen leichter aus der Reserve locken.

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