10 Tipps + Checkliste

Jetzt geht es in den Kindergarten!

„Morgen gehe ich in den Kindergarten!“ Während sich die meisten Kinder freuen, sehen die Eltern dem Start mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Was Mütter und Väter tun können, damit der Einstieg klappt.

"Morgen gehe ich in den Kindergarten!“ Sandra (3) ist aufgeregt. Ihre Mama sieht dem Start mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Kaum zu glauben, dass ihre Tochter schon so groß ist. Wie es ihr wohl gefallen wird, ob sie sich schnell einlebt und Freunde findet? Die ersten Tage im Kindergarten sind für Eltern wie Kinder spannend. Voller neuer Eindrücke, aber auch voller Unsicherheit. Was Mütter und Väter tun können, damit der Einstieg klappt.

Die Trennung auf Zeit üben

Kindern fällt es leichter, zeitweise von Mama und Papa getrennt zu sein, wenn sie das gewohnt sind: Vielleicht können sie die Großeltern hin und wieder allein besuchen oder bei den Nachbarkindern spielen. Das ist ein gutes Training und hilft ihnen, sich schneller im Kindergarten einzuleben. Beim Spiel mit Gleichaltrigen lernen sie, dass sie nicht immer im Mittelpunkt stehen können.

Schnuppertage der Einrichtung nutzen

Viele Kindergärten bieten Schnuppertage für die Neulinge an. Die Eltern lernen die Erzieherinnen kennen. Und die Zwerge sehen, was Spannendes auf sie wartet. In manchen Häusern sind ältere Kinder die „Paten“ und kümmern sich um die Jüngeren.

Gemeinsam vorbereiten

Lasse dein Kind selbst eine Kindergartentasche aussuchen. Damit zeigst du ihm, dass es schon groß und selbstständig ist. Was Kinder alles für den Kindergarten-Start brauchen, kannst du hier lesen:

Checkliste für den Start in den Kindergarten

  • Hausschuhe, die Ihr Kind selbst an- und ausziehen kann
  • Gummistiefel
  • Regensachen
  • evtl. Zahnbürste, Zahnputzbecher und Zahnpasta
  • bequeme und einfach anzuziehende Sportsachen
  • Trinkflasche & Brotzeitbox
  • evtl. einen Mal- und Bastelkittel, da tut’s auch ein altes Hemd von Papa
  • evtl. eine eigene Tasse

Wenn das Kind in der Kita schläft: Schlafzeug und ein Kuscheltier

Ehrlich sein

Beschönige nichts, wenn du deinem Kind erklärst, was es im Kindergarten erwartet. Sonst ist die Enttäuschung groß. Mädchen und Jungen müssen wissen, dass es in der Gruppe auch mal Streit gibt und sie sich an Regeln halten müssen.

Genug Zeit einplanen

Ganz wichtig für den Start: viel Muße, kein Stress. Am besten organisierst du die ersten Tage so, dass am Morgen keine Hektik entsteht und du nicht unter Zeitdruck aus dem Haus musst. Wenn du arbeitest, kannst du vielleicht zwei, drei Tage Urlaub nehmen – für den Fall, dass deine Tochter oder dein Sohn dich im Kindergarten noch braucht.

Keine dramatischen Abschiede, bitte!

Sage deinem Kind, wann du es wieder abholst. Dann kannst du dich von ihm verabschieden und zügig gehen, das macht deinem Kind die Trennung leichter. Bleiben die Eltern zögernd in der Tür stehen oder kommen sie wieder zurück, wird ihr Sprössling verunsichert. Er versteht nicht, warum er dableiben muss, wenn die Mama doch traurig darüber ist.

Pünktlich hinbringen und abholen

Dein Kind muss sich darauf verlassen können, dass du es zur vereinbarten Zeit abholst. Auch die Erzieherinnen legen Wert darauf, dass die Kinder rechtzeitig kommen und pünktlich wieder abgeholt werden. Trifft ein Kind zu spät ein, haben sich die anderen schon zu Grüppchen zusammengefunden.

Gegenüber der Erzieherin offen sein

Ist vor kurzem ein Geschwisterchen gekommen? Ist die Oma vor einigen Wochen gestorben? Lebst du gerade in Scheidung? Gut, wenn die Erzieherin Bescheid weiß. Dann kann sie Gefühle und Reaktionen deines Kindes besser verstehen.

Mit Ruhe den Streik brechen

Weigert sich das Kind morgens, das Haus zu verlassen? Da hilft nur eins: Ruhe bewahren! Natürlich kannst du dich, wenn du zur Arbeit musst, nicht auf den Streik einlassen. Und das brauchst du auch nicht. Schon Kinder können lernen, dass sie gewisse Pflichten haben. Wenn Eltern sich Zeit nehmen und erklären, warum der Kindergarten wichtig ist, lässt sich der kleine Rebell bald überzeugen. Manchmal hilft auch ein Kompromiss: einen Tag Kindergarten-Pause, dann gehen Knirpse wieder gern hin.

Sorgen ernst nehmen

„Keiner mag mich!“ Eltern mögen über diesen Satz schmunzeln, aber Kinder meinen es ernst. Deshalb rät Kinderpsychologe Ulrich Schmitz: „Bitte nicht herunterspielen und keine Standardtipps wie ,Das geht schon wieder vorbei’ geben. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie seine Traurigkeit nachvollziehen können. Nehmen Sie sich Zeit herauszufinden, was genau passiert ist.“ Vielleicht gab es an dem Tag – neben dem Zoff – auch schöne Erlebnisse, auf die du dein Kind hinweisen kannst: „Dominik hat dich nicht mitspielen lassen, das ist gemein. Aber dafür hast du doch später mit Lilly  die Prinzessinnenkrone gebastelt.“

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