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Schüleraustausch via Zoom

Die internationale Verständigung fördern – Wir bringen weiter Schulklassen zusammen

Jugend global verbinden, ohne reisen zu müssen, möglichst einfach Kenntnis und Verständnis für andere und anderes aufzubauen – Das ist "Connecting Youth". Im November 2022 fand die Fortsetzung von 2021 statt, mit neuen SchülerInnen.

Internationale Schüler während eines Zoom-Meetings.
© Leben & erziehen
Teilnehmer aus Kenia, Dänemark und Deutschland waren beim Projekt "Connecting Youth" 2022 dabei.(Students from Kenya, Denmark and Germany were part of the "Connecting Youth" 2022 project.)

(English version below)

Drei Schulen, drei Länder, zwei Kontinente, eine Zeitzone. Theoretisch sind in unserer Zeitzone +/- eine Stunde 103 Länder weltweit erreichbar. Das heißt, deutsche SchülerInnen könnten mit SchülerInnen aus 102 anderen Ländern in den Austausch gehen und mit ihnen übereinander und voneinander lernen. Ohne dass sie und die anderen den Klassenraum verlassen müssen. Neben dem europäischen Raum umfasst dies viele afrikanische Länder und Kulturen. Unser Projekt zeigt, dass das den Horizont aller SchülerInnen erweitert. 

Englisch-Unterricht mit drei Ländern

Vor einem Jahr führten wir die erste Runde mit Klassen aus Schulen in Kenia, Dänemark und Deutschland durch. Das Alter: zwischen 15 und 18 Jahren alt. Innerhalb des Englisch-Unterrichts trafen sich die drei Klassen wöchentlich, um sich vorzustellen, voneinander zu lernen und Verständnis für die jeweils andere Kultur zu entwicklen. Zudem wurden die Fähigkeiten für den Umgang mit modernem Equipment von Logitech sowie dem Webkonferenz- Tool von Zoom geschult und trainiert. Die Kombination aus Lernen (Equipment, Etikette, Englisch) und Anwendung fand bei allen SchülerInnen und Lehrkräften großen Anklang – auch im November 2022, der zweiten Runde mit neuen Klassen der gleichen Schulen. 

Schüler in Hamburg während eines Zoom-Meetings.
© Leben & erziehen
Kopfhörer im Unterricht in Hamburg: Die Englisch-Gruppe bei einer Zoom-Session. (Headphone lesson in Hamburg Students of English enjoying a session.)

Diesmal lag der Fokus auf Breakout- Sessions, der Arbeit in kleinen virtuellen Gruppen. Die Themen: Geografie, Kultur, Geschichte oder die Schulbildung selbst. Die Gruppen bestanden aus fünf bis sechs SchülerInnen, je zwei aus jeder Klasse. In Deutschland und Dänemark waren die Schüler zwischen 16 und 18 Jahre alt, die kenianischen SchülerInnen waren etwas jünger, zwischen 14 und 16 Jahre. Während in Deutschland und Dänemark gemischte Klassen teilnahmen, war die kenianische eine reine Mädchen-Klasse (da Mekaela Lulu Girls High School eine Mädchenschule ist). 

Learning aus den Gruppenarbeiten

Das Interkulturelle war auch diesmal eine Herausforderung. Die Mädchen in Kenia verhielten sich im Durch- schnitt zurückhaltender als die NordeuropäerInnen. Sehr höflich und respektvoll, während die deutschen und dänischen SchülerInnen eher "locker“" auftraten. So war es manchmal wichtig, die SchülerInnen aus Hamburg und Silkeborg punktuell "anzustupsen", um die Kenianerinnen aktiv einzubeziehen. Dies war ein Learning aus den Gruppenarbeiten: Einbeziehung auch zurückhaltender Menschen. Im interkulturellen Kontext (und nicht nur dort) ist das ein wichtiges Element, inklusive der Art und Weise der Ansprache. 

Gelegenheit zum Austausch

In der ersten Session wurden die Instrumente erklärt und selbst produzierte Vorstellungsvideos der Klassen gezeigt. Diese sorgten für (beabsichtigte) erste Schmunzler und Lacher und lockerten die Atmosphäre bei allen gleich auf. 

In der zweiten Session wurden die Gruppen aufgeteilt und in die verschiedenen virtuellen Räume verteilt. Diese waren vorher bereits festgelegt worden, um ohne viel organisatorische Vorarbeiten schnell anfangen zu können. Hier wurden spezifische Fragen zum Beispiel zu Geografie, Kultur, Geschichte oder Schulbildung im jeweiligen Land und der Schule behandelt. 

In der dritten Session war es dann an den Schülern, die Themen in den Breakout-Rooms frei zu wählen und die Zeit einfach zum Austausch zu nutzen. Themen wie Freizeitverhalten (auch das Thema Alkoholkonsum), Sport und Reisen wurden zum Teil mit Humor – bei gleichzeitigem Respekt – besprochen. So erfuhren alle Erhellendes und Unterschiedliches. Aber es gab auch zum Beispiel ein Thema, das nur in Deutschland zu Diskussionen führte: nämlich die Frage, wie denn der 2. Weltkrieg das heutige Leben noch beeinflusst. Das erzeugte eher ein Schulterzucken bei den Schülern aus Dänemark und Kenia, weil es eben dort nicht diese wichtige Dimension hat wie hierzulande. 

In der gemeinsamen Abschlussrunde war sehr schön die Lernkurve zum Tool von Zoom und dem Equipment von Logitech zu beobachten. Manche Teilnehmer nutzten die technischen Mittel, um spielerisch neue Outfits und Um- felder zu kreieren, was den Spaß an diesen Sessions noch mal unterstrich. Viele SchülerInnen tauschten per Chat-Funktion ihre Instagram-Accounts aus, um weiter in Verbindung zu bleiben. 

Schülerinnen in Kenia am Computer.
© Leben & erziehen
Im Computerraum Zahra (re.) und Morin aus der Lulu Girls High School bei den Breakout-Session mit den Klassen aus Europa. (In the computer room Zahra (r) und Morin from Lulu Girls High School during the breakout session with classes from Europe.)

Die Reaktionen der Schüler waren eindeutig. Sie fanden das virtuelle Treffen und den Austausch "echt cool", sehr lehrreich und unterhaltend. Die Lehrer hatten ebenfalls Freude. Zu sehen wie die Schüler engagiert bei der Sache waren und manche sprachliche Hürde überwanden, das war einfach toll. So wird Lernen durch Anwenden richtig effektiv. Das Echo aller Beteiligten inklusive der Partner war klar: Wir wollen auch 2023 weitermachen. 

Text: Axel Kuhlmann 

Promoting international understanding by continuing to bring school classes together 

Connecting teenagers across the world without them needing to travel, expanding the knowledge and understanding of others and our differences in the simplest possible way – this is "connecting youth" in a nutshell. November 2022 saw the continuation of what we started in 2021, this time with new students. 

As expert technology partners, Zoom and Logitech continued to support Connecting Youth in 2022, enabling students to explore, understand and apply technical solutions.

Three schools, three countries, two continents, and one time zone. Theoretically, 103 countries around the world can easily be accessed from our time zone, +/- one hour. This means that German students were able to chat to students from 102 other countries and learn about and from each other without them or the other students ever having to leave the classroom. And it also encompasses several African countries and cultures in addition to those in Europe. Our project is proof that this can broaden the horizon of all students. 

A year ago, we launched the first round with classes in schools based in Kenya, Denmark, and Germany. The students were aged between 15 and 18 years old and the three classes met weekly during their English lessons to introduce themselves, learn from each other and develop an understanding of each other’s culture.

In addition to this, they received training and practice on how to use the modern Logitech equipment as well as the Zoom web conferencing tool. This combination of learning (equipment, etiquette, English) and application was extremely well received by all the students and their teachers, including in November 2022 when the second round began with new classes in the same schools. This time, the focus was on breakout sessions, working in small virtual groups together. Topics covered included geography, culture, history, and education itself. 

In Germany and Denmark, the students were aged between 16 and 18, whereas the Kenyan students were a little younger, between 14 and 16 years old. While mixed classes took part in Germany and Denmark, the Kenyan class was made up entirely of girls (Mekaela Lulu Girls High School is an all girls’ school). 

The intercultural aspect once again presented a challenge. The girls in Kenya generally behaved in a more reserved way than the northern Europeans did. Very polite and respectful, whereas the German and Danish students were more laid back. This meant it was sometimes important to "nudge" the students from Hamburg and Silkeborg to actively involve the Kenyans. And that was a key learning point from the group work: how to include everyone, particularly when they are more reserved. In the intercultural context (and not just there), this is an important element, particularly the manner in which it is approached.

In the first session, the tools were explained and the introduction videos produced by the classes themselves were played. These made (and were intended to make) the students grin and laugh, lightening the initial atmosphere for everyone.

In the second session, the groups were divided and split up into different virtual rooms. These had already been determined in advance so that work could be started quickly without the need for lengthy organizational preparation. This session covered specific questions, for example on geography, culture, history and education in the respective country and school.

For the third session, it was up to the students to freely choose the topics for discussion in their break-out rooms and simply use the time to chat. Topics such as leisure time (including alcohol consumption), sport and traveling were discussed with humor but also respect. This meant everyone learned enlightening and different things. There was also another topic that led to discussions, but only in Germany: the question of how the Second World War still influences life today. Students in Denmark and Kenya merely shrugged their shoulders at this question because it does not have the same significance there as it does in Germany.

The final joint round made it pleasantly obvious how much everyone had learned about the Zoom tool and Logitech equipment. Some of the participants used the technical tools to playfully create new outfits and environments, which only served to emphasize the fun had in the sessions. Several of the students shared their Instagram accounts in the chat function so they could stay in touch with each other.

The students‘ reactions were unequivocal. They thought the virtual meetings and chat were "really cool", as well as instructive and entertaining. And the teachers enjoyed it too. It was wonderful to see the students so engaged and how they overcame some linguistic hurdles, proving that learning by doing is truly effective. The feedback from all participants, including partners, was crystal clear: we want to continue in 2023.

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