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Bewegung statt Stillstand

Studie belegt: Kippeln ist gesund!

„Lebendiges Sitzen“ in der Schule oder bei den Hausaufgaben wirkt sich günstig auf Körperhaltung, Aufmerksamkeit und Konzentration aus. Eltern und Lehrer sollten also nicht auf Stillsitzen beharren.

Es wissenschaftlich belegt: Was Schüler in der Schule jeden Tag praktizieren und was viele Lehrkräfte stört, ist in Wirklichkeit ein natürliches und gesundes Verhalten. Das Kippeln wie auch das unruhige Hin- und Herrutschen auf dem Schulstuhl wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit aus. Zum einen hilft dieses "lebendige" Sitzen, den statischen Druck auf den kindlichen Rücken zu verringern, welcher sich ungünstig sowohl auf die Körperhaltung, den Atemrhythmus als auch die Funktion der inneren Organe auswirkt. Zum anderen stärkt lebendiges Sitzen auch die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit während des Unterrichts. Dauersitzen auf starren Sitzmöbeln dagegen schadet dem Rücken und dem Lernerfolg nachweislich.

Die Temperatur bringt es an den Tag

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e. V. hat gemeinsam mit der Universität Saarland eine Studie zum Sitzverhalten von Kindern durchgeführt. Schüler einer 8. Klasse wurden anhand von thermografischen Fotos auf Veränderungen bei der Hautdurchblutung im Oberkörper untersucht. Während ein Teil der Jugendlichen auf modernen Schulstühlen saß, die über eine bewegliche Sitzfläche verfügten und die Neigung der Sitzschale nach vorne, hinten oder zur Seite erlaubten, saß eine Kontrollgruppe auf herkömmlichen, starren Sitzmöbeln.
Die Oberkörpertemperatur der Schüler auf den statischen Stühlen fiel deutlich ab. Im Gegensatz dazu stieg der Wert der Schüler, die auf den beweglichen Stühlen sitzen konnten, signifikant an. "Wir interpretieren die gestiegene Hauttemperatur als Zunahme der Durchblutung der Haut beziehungsweise der darunter aktivierten Muskeln", so Dr. Dieter Breithecker, einer der Autoren der Studie.

Weniger Bewegung = weniger Konzentration

Die typische "Bürohaltung" mit nach vorne geneigtem Oberkörper und vorgezogenen Schultern führt zu flacherem Atmen sowie zu mangelnder Durchblutung und in der Folge zu einer Abnahme der Konzentrationsfähigkeit. "Beim dynamischen Sitzen konnten wir das Gegenteil beobachten: Es wirkt sich positiv auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit aus, dass die Sitzhaltung ununterbrochen variiert, "

Gesunde "Bewegungsunruhe" auf dynamischen Stühlen

Das lebendige Sitzen auf ergonomischen Möbeln liefert einen guten Beitrag zur Vorbeugung von Haltungsschwächen und zur Förderung von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit in der Schule. Durch die ständige Bewegung von Hüfte und Oberkörper wird kein ungünstiger Druck auf das Brustbein ausgeübt, die inneren Organe werden nicht in ihrer Funktion eingeschränkt. Ein weiterer Vorteil von ergo-dynamischen Möbeln: Die Gefahr, dass Schüler beim Kippeln auf starren Stühlen überkippen und sich verletzen, entfällt.

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