Für Kita und daheim

Lustige Herbstsgedichte und Sprüche für Kinder

Wir haben für euch die lustigsten und schönsten Herbstsprüche und -gedichte zusammengesucht. Ob als kleiner Herbstgruß, Showact im Kindergarten oder Geschenk für die Großeltern: Diese Reime und Verse versüßen uns die Vorfreude auf die goldene Jahreszeit!

Sind Gedichte und Verse nicht total eingestaubt und langweilig? Keineswegs! Sie können unsere Kleinen vielmehr zum Kichern und Gackern bringen. Die goldene Jahreszeit ist besonders schön, um sich an ihnen zu versuchen. Auch schon die kleinen Kitakinder haben dabei ihren Spaß. Wir haben die schönsten und lustigsten Herbstgedichte für Kinder für euch gesammelt.

Ideen für Herbstgedichte für Kinder

  • Bastelt mit euren Minis herbstliche Grußkarten. Dafür eignen sich besonders kurze Sprüche.
  • Herbstsprüche und -gedichte müssen nicht immer total ernst und philosophisch sein: Reimt doch mal selbst ein bisschen mit den Kindern herum. Mal schauen, was dabei herauskommt!
  • Idee für verregnete Herbsttage: Einen Spruch oder ein Gedicht aussuchen und ein dazu passendes Bild malen! Super, dass in unserer Auswahl so viele Tiere vorkommen …
  • Ein herbstlicher Buch-Tipp aus der Redaktion: "Der Herbst steht auf der Leiter"

Lustige Herbstgedichte für (kleine) Kinder – kurz und knackig

Ob für Kindergarten oder für die heimische Gedichte-Fabrik: Diese kurzen und einfachen Verse machen Freude im Herbst!

1. Der Wind saust

Und nun, der Wind saust herum,
um Häuser, um Bäume, um uns herum.
Er spielt mit uns, er will uns fangen,
der Sommer ist endgültig vergangen.

(Anna-Lena Mil)

2. Stacheln hab' ich wie ein Igel (ein Gedicht zum Mitraten für Kinder zwischen 3 und 5 Jahren)

Stacheln hab' ich wie ein Igel.
Ei, sieht das nicht lustig aus?

Purzle ich vom Baum herunter,
Springt ein braunes Männlein raus.

Das ist die Kastanie!

(unbekannt)

3. Der Drachen fliegt hoch

Stärker bläst der Wind im Herbst,
er lässt uns mit dem Drachen spielen.
Hoch, sehr hoch fliegt er zuerst,
um dann Spiralen zu ziehen.

(Marie A.H.)

4. Es raschelt in den Büschen

Es raschelt in den Büschen,
der Wind hat viel zu tun.
Die Bäume tragen Äpfel.
Bald kommt alles zur Ruh.

(Marie A.H.)

5. Vogelscheuche

Da steht eine auf dem leeren Feld,
die sieht aus wie ein großes Zelt.
Auf dem Kopf trägt sie einen Hut,
ein Vogel auf ihren Armen ruht.
Ihre Kleider sind alt und viel zu weit,
sie hockt auf einer Holzstange
und verscheucht alles weit und breit.

(Jo M. Wysser)

6. Aussprechen

Zwei bunte Blätter unterhielten sich im Wind
Sie tänzelten auf und nieder im säuselnden Wind.
Da kamen Kinder von der Wiese her
Und griffen nach dem bunten Blättermeer.
Jetzt war es aus mit Lustig
Jetzt tänzelten die Kinder putzig.

(Monika Minder)

7. Wölkchen

Wölkchen mit leuchtenden Säumen,
ziehen mit Blättern hinauf.
Ein Drache kommt ins Träumen
und küsst das Wölkchen auf.

(M.B. Hermann)

8. Allee im Herbst

Die Bäume senden Luftpostbriefe.
Langsam schweben sie zu Boden.
Wer sie sieht, versteht die Botschaft:
Winter kommt bald.

(Georg Bydlinski)

… und hier könnt ihr euch ein paar Social-Media-Highlights anschauen:

Lustige Herbstgedichte – etwas länger & für größere Kids

Jetzt wird's schon ein wenig anspruchsvoller: Folgende Herbstgedichte sind eher etwas für Kinder im Grundschulalter.

1. Der fliegende Robert (ab 8 Jahren bzw. Grundschulalter)

Wenn der Regen niederbraust,
Wenn der Sturm das Feld durchsaust,
Bleiben Mädchen oder Buben
Hübsch daheim in Ihren Stuben.

Robert aber dachte: Nein!
Das muss draußen herrlich sein!
Und im Felde patschet er
Mit dem Regenschirm umher.

Hui wie pfeift der Sturm und keucht,
Dass der Baum sich niederbeugt!
Seht! Den Schirm erfasst der Wind,
Und der Robert fliegt geschwind

Durch die Luft so hoch, so weit;
Niemand hört ihn, wenn er schreit.
An die Wolken stößt er schon,
Und der Hut fliegt auch davon.

Schirm und Robert fliegen dort
Durch die Wolken immer fort.
Und der Hut fliegt weit voran,
Stößt zuletzt am Himmel an.

Wo der Wind sie hingetragen,
Ja, das weiß kein Mensch zu sagen.

(Heinrich Hoffmann)

2. Kartoffelgedicht (für Kinder ab 7 Jahren geeignet, die zur Grundschule gehen)

Jetzt schlägt deine schlimmste Stunde,
du Ungleichrunde,
du Ausgekochte, du Zeitgeschälte,
du Vielgequälte,
du Gipfel meines Entzückens.

Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens,
Mit der Gabel - sei stark!
Ich will auch Butter und Quark
Oder Kümmel, auch Leberwurst in dich stampfen.
Musst nicht gleich so ängstlich dampfen.

Ich möchte dich doch noch einmal erfreu'n.
Soll ich den Schnittlauch über dich streu'n?
Oder ist dir nach Hering zumut?
Du bist ein rührend junges Blut.

Deshalb schmeckst du besonders gut.
Wenn das auch egoistisch klingt,
so tröste dich damit, du wundervolle
Pellka, dass du eine Edelknolle
Warst, und dass dich ein Kenner verschlingt.

(Joachim Ringelnatz)

3. Der September

Der schöne Sommer geht auf Reisen,
die Spinnen weben silberweise
ihre Netze in den Strauch.

Und sieh, wie leis' die Schnecken kriechen,
jetzt, wo alle Vöglein in den Süden fliegen.

Der bunte Herbst kommt aus dem Sommerschlaf,
die Igel suchen haufenweise
bunte Blätter für den Winterschlaf.

(Monika Minder)

3. Der Herbst als Färber (ab ca. 9 Jahren)

Da steigt der Herbst frisch von den Bergen nieder,
und wie er wandert durch den grünen Wald,
gefällt ihm nicht, dass überall das Laub dieselbe Farbe hat.
Er sagt: "Viel hübscher ist's rot und gelb, das sieht sich lustig an."

So spricht er, und gleich färbt der Wald sich bunt. -
Und wie der Herbst drauf durch den Garten geht
und durch den Weinberg, spricht er:
"Was ist das? Der Sommer tat so groß mit seiner Hitze,
und Wein und Obst hat er nicht reif gemacht?

Schon gut, so zeig ich, daß ich's auch versteh!"
Und kaum gesagt, so haucht er Wein und Obst
mit seinem Atem an, und siehe da:
die Äpfel und die Pflaumen und die Trauben,
zusehends reifen sie voll Duft und Saft.

Drauf kommt der Herbst zur Stadt und sieht die Knaben
in ihrer Schule sitzen voller Fleiß.
Da ruft er ihnen zu, "Grüß Gott ihr Buben!
Heut ist Sankt-Michaelis-Tag, da gibt es
lange Ferien. Kommt zu mir auf's Land!

Ich hab den Wald sein Laub schön bunt geblasen;
ich hab den Apfel rot gefärbt die Backen;
ich will euch klar und blank die Augen wehen,
und Eure Backen will ich tüchtig bräunen,
wie sich's für Buben schickt. Versteht ihr mich?"

So spricht der Herbst und jubelnd ziehn die Knaben
auf seinem Ruf durch Berg und Wald und Feld
und kehren heim mit neuer Lust zur Arbeit.

(Robert Reinick)

Und hier kommen noch ein paar besondere Inspirationen (Rästelgedichte inklusive) …

Lustige Herbstsprüche für Kinder

Oma und Opa freuen sich sicherlich über einen kleinen Reim oder Vers von ihren Lieblingen. Aber sie bringen den Kleinen auch jede Menge Spaß – und das ist ja das Wichtigste:

1. Blätter hüpfen

Blätter hüpfen mit dem Wind. 
Ein Igel tänzelt dazu. 
Es freut sich jedes Kind. 
Jetzt raschelt der Herbst Juhu!
(Beat Jan)

2. Marmelade im Herbst

Aus den Träumen des Frühlings wird im Herbst Marmelade gemacht. (Peter Bamm)

3. Von Katzen, Igeln und Mäusen

Lustig tanzen erste Blätter, 
Katze, Igel, und
Sogar die Läuse
Warten draußen
Bei jedem Wetter
Auf kleine und
Große Mäuse. 
(Hanna Schnyders)

4. Im Herbst bei kaltem Wetter

Im Herbst bei kaltem Wetter
Fallen vom baum die Blätter
– Donnerwetter!
Im Frühjahr dann, 
Sind sie wieder dran. 
Sieh mal an.

(Heinz Erhardt)

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