Nie wieder Langeweile

"Was machen wir heute?" – 4 coole Ideen für langweilige Sommertage

"Mama! Papa! Was machen wir heute?" – kaum eine Frage hören Eltern häufiger. Birk Grüling liefert in seinem gleichnamigen Buch 100 kreative Antworten – für jedes Wetter und Alter, viele kostenlos oder für Mini-Budget. Drei coole Aktivitäten für den Sommer mit euren Kids verraten wir hier.

Einen Sandvulkan bauen

Alter: ab zwei Jahre

Wo: im Sandkasten oder am Strand

Kosten: ein paar Euro für die Zutaten

In der Bücherei stieß mein Sohn unlängst auf ein Buch über Vulkane und bestand auf die Mitnahme. Besonders die Bilder der Ausbrüche gefielen ihm. Nun eignen sich aktive Vulkane eher schlecht als Ausflugsziel für Familien. Zum Glück lässt sich ein Ausbruch auch im Sandkasten umsetzen.

Das braucht ihr:

  • Sand (Sandkasten, Strand)
  • 2 Trinkbecher für Kinder
  • 2 Tüten Backpulver
  • rote Lebensmittelfarbe
  • 1/2 Becher Essig
  • 1/2 Becher Wasser

So bricht der Sandvulkan aus:

  1. Sand zu einem Berg formen und in der Mitte einen Trinkbecher einmauern.
  2. Den Becher mit den zwei Tüten Backpulver füllen.
  3. Die rote Lebensmittelfarbe mit Essig und Wasser vermischen und die farbige Flüssigkeit dann auf das Backpulver kippen.
  4. Danach bricht der Vulkan auch schon aus.

Vulkane: Wissen zum Angeben

Vulkane sind nichts anderes als Löcher in der Erdkruste. Im Inneren unserer Erde ist es so heiß, dass selbst Steine schmelzen und zu Magma werden. Das sammelt sich unter dem Vulkan in Kammern an. Durch Gase, aufsteigendes Magma und die Hitze entsteht Druck, wie in einer geschüttelten Sprudelflasche. Wird dieser Druck zu hoch, bricht der Vulkan aus. Dann steigt das Magma durch den sogenannten Schlot nach oben zum Hauptkrater und wird nach draußen geschleudert – zusammen mit viel Asche, Staub und giftigen Gasen. Magma, das aus dem Vulkan rausquillt, nennt man übrigens Lava.

Gratiskonzerte auf der Straße

Alter: ab 2 Jahre

Wo: in der Stadt

Kosten: ein paar Euro für die Musiker:innen

In meiner Kindheit war die Kelly Family ein prägendes Pop-Phänomen, eine hippieske Großfamilie in Öko-Optik und mit hohen Chartplatzierungen. Mein Vater war ein Fan der ersten Stunde. Keine Sorge, es hingen keine Bravo-Poster in unserem Haus, und wir besaßen nur eine einzige CD der musikalischen Familie. Dafür berichtete mein Vater von den Auftritten der Kelly Family auf den Straßen Hannovers Ende der 70er-Jahre, besonders gern, wenn wir mal wieder bei guten Straßenmusikern stehen blieben, ein wenig zuhörten und ich vorm Weitergehen ein bisschen Kleingeld in den Gitarrenkoffer werfen durfte.

An diese Momente muss ich oft denken, wenn ich heute Straßenmusiker sehe und höre. Ja, die Qualität schwankt. Während meines Studiums in Hannover nahm den ehemaligen Fußgängerzonenplatz der Kelly Family ein Panflötenspieler ein. Weil er eine musikalische Begleitung offensichtlich nicht fand, übernahm ein CD-Player den Rest der Band. In seine Panflöte pfiff er auch gern zum Western-Eurodance von Rednex. Auf der anderen Seite gibt es durchaus einige prominente Musikerinnen und Musiker, die vor ihrem großen Durchbruch auf der Straße spielten – AnnenMayKantereit zum Beispiel oder Alice Phoebe Lou. Solche musikalischen Perlen übersehen wir sicherlich im hektischen Alltag, weil wir einfach an ihnen vorbeihasten. Umso schöner ist es, bewusst mit dem eigenen Nachwuchs nach hörenswerten Straßenmusikern Ausschau zu halten.

Am besten geeignet sind dafür Wochenenden im Frühling oder Sommer. Dann ist das Straßenmusikerangebot am größten, und ihr könnt ohne Zeitdruck zuhören. Wer gleich mehrere Musikgenres erleben möchte, geht auf "Konzerttour", indem er mehrere große Plätze oder Promenaden in seiner Stadt ansteuert. Das Gute ist: Wenn es euch nach ein oder zwei Songs nicht mehr gefällt, könnt ihr einfach weitergehen. Das lässt sich auf einem "echten" Konzert wesentlich schlechter einrichten. Für Kinder ist dieser Kontakt mit Live-Musik auf jeden Fall ein tolles Erlebnis. Sie erfahren das Musikmachen aus der ersten Reihe, ohne Fotograben dazwischen und sogar auf Augenhöhe, und lernen eine Vielzahl an Instrumenten und Klängen kennen. Wenn ihr von einer Band begeistert seid, bleibt ruhig ein bisschen länger vor Ort, kauft ein Eis, setzt euch hin und hört einfach zu und genießt.

Wenn euch die Musik gefallen hat, lasst eure Kinder ruhig ein paar Euro in den Gitarrenkasten oder den Hut werfen. Gute Kunst verdient Anerkennung, auch wenn sie im öffentlichen Raum stattfindet und eigentlich kostenlos ist.

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Dino-Eier herstellen

Alter: ab 4 Jahre

Wo: im Garten oder auf dem Balkon

Kosten: Luftballons, Plastikdinos*

Die meisten Dinosaurier werden in Wüsten oder Gebirgen gefunden. Gerade im Sommer ist es dort ungemütlich, zum Glück lassen sich Dino-Eier auch zu Hause finden.

ANLEITUNG FÜR DREI DINO-EIER

Das braucht ihr:

  • 3 Luftballons
  • 3 Plastikdinos aus dem Kinderzimmer (nicht zu groß, am besten ohne Hörner)
  • Wasser
  • 1 kleinen Hammer
  • 1 Schutzbrille (alternativ eine Taucherbrille)

So geht es:

  1. Die Luftballons werden aufgeblasen und die Luft wieder rausgelassen. Das macht sie dehnbarer.
  2. Danach stülpt ihr vorsichtig über jeden Dino je einen Luftballon. Achtung: Es dürfen keine Löcher entstehen!
  3. Als Nächstes werden die Luftballons behutsam mit Wasser gefüllt und am Ende zugeknotet.
  4. Dann müssen die Dinos im Luftballon über Nacht in den Gefrierschrank.
  5. Am nächsten Tag braucht ihr nur noch den Ballon abzuziehen und die "Ausgrabung" kann beginnen.

Achtung! Alle kleinen und großen Paläontologen sollten eine Schutzbrille tragen. Dann kann man das Eis mit einem Hammer vorsichtig wegklopfen. Am besten macht ihr das draußen.

Dinos: Wissen zum Angeben

Wusstet ihr, dass Dinosaurier auch Eier legten? Der gefiederte Raubsaurier Deinonychus legte zum Beispiel leicht bläuliche Eier mit harter Schale. Er brütete sie in Nestern aus – so wie die Vögel. Der Protoceratops, ein kleiner Verwandter des Triceratops, legte dagegen weiche Eier und vergrub sie im Sand – so wie heutige Schildkröten es am Strand tun.

Noch mehr Ideen für einen unvergesslichen Sommer:

... hier gibt's noch mehr Ideen!

"Mama, Papa, was machen wir heute?" – Auf diese Frage immer eine gute (und alle Familienmitglieder zufriedenstellende) Antwort zu haben, ist nicht einfach. Bis jetzt! 

Für sein neues Buch hat sich Papa und Autor Birk Grüling auf die Suche nach richtig guten Antworten auf diese Frage gemacht. Herausgekommen ist ein buntes Sammelsurium an Familienprojekten, die Langeweile gar nicht erst aufkommen lassen. Ob in- oder outdoor, in der Sommersonne oder an grauen Herbsttagen, bei 100 Ideen ist garantiert das Passende für euch dabei. Und das Beste: Fast alle Aktivitäten sind kostenlos oder mit Mini-Budget machbar. Dabei hat jede einzelne das Potenzial, eine wunderschöne Erinnerung zu werden: Sowohl die Minis als auch die Großen werden noch jahrelang daran zurückdenken, mit gutem Gefühl und tollen Geschichten. Versprochen! 

"Mama, Papa, was machen wir heute?"* von Birk Grüling (192 Seiten, Junior Medien, 18,95 Euro).

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