19. Oktober 2017

Wie Sie Ihre Kinder vor Läusen schützen

Aus die Laus

Wie Sie Ihre Kinder vor Läusen schützen
© graphlight/Fotolia.com

Der Schrecken hat sechs Greifklauen, einen Stech-Saug-Rüssel und ist fast unsichtbar. Kopflaus-Alarm! Doch ruhig Blut, mit etwas Sorgfalt und Ausdauer sind Sie die Krabbler schnell wieder los.

Wie stecken sich Kinder an?

Die Laus ist ein schneller und geschickter Krabbler und hangelt sich von einem Kopf zum nächsten. Dafür reicht es schon, wenn die Kinder kurz die Köpfe zusammenstecken – so fördert zum Beispiel auch der Selfie-Spaß bei den Älteren die Ansteckung. Aber: Die Kopflaus kann weder hüpfen noch fliegen, betont unsere Expertin Dr. Claudia Jahnke. Und schon gar nicht lauert die Laus im Katzenfell oder „wartet“ auf dem Sofakissen auf den nächsten Kinderkopf.

Was hilft zur Vorbeugung?

Bei Mädchen mit langen Haaren: Zöpfe. Ansonsten: nichts. Kein Spray, keine Haarspülung, kein besonderer Duft. Und bitte keine Behandlung mit Läuse-Präparaten auf Verdacht. Erst wenn nach feuchtem Auskämmen (am besten vorher eine Pflegespülung verwenden) mit dem Nissenkamm klar ist, dass das Kind Läuse hat, sollten Eltern handeln.

So geht’s den Biestern an den Kragen:

Mit einem Läusemittel aus der Apotheke den betroffenen Haarschopf, wie auf dem Beipackzettel beschrieben, behandeln und die Prozedur nach acht, neun oder zehn Tagen noch einmal wiederholen. Es ist überflüssig, den Kopf nach der Behandlung täglich zu kontrollieren – am fünften Tag nach der Behandlung die Haare einmal feucht mit dem Nissenkamm durchziehen genügt. Ebenso reicht es aus, die Bettwäsche einmal zu wechseln und Bürsten und Haargummis in Seifenlauge zu reinigen.

Wann zum Arzt?

Ist Ihr Kind jünger als drei Jahre, empfiehlt Dr. Claudia Jahnke, einen Kinderarzt aufzusuchen. Er berät über das passende Mittel und gibt Tipps zur Anwendung. Kinder bis zwölf Jahre erhalten das Läusemittel auf Rezept ohne Zuzahlung.

Läuse verschweigen kann teuer werden!

Eltern sind übrigens gesetzlich verpflichtet, Kita oder Schule einen Läusebefall sofort mitzuteilen – so will es das Infektionsschutzgesetz. Die Einrichtungen dürfen sogar Bußgelder von bis zu 25.000 Euro erheben, wenn verschweigen wird, dass das Kind Läuse hat. Also am besten gleich eine Meldung an Krippe, Kindergarten oder Schule und eine WhatsApp an alle betroffenen Eltern.

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Eure Kommentare
  1. Talha sagt:

    Sehr sehr coole Seite. Mit schönen Informationen werde sie öfters besuchen.

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