20. Januar 2017

Das macht die Nase frei

Hilfe für kleine Schnupfennasen

Das macht die Nase frei
© matka_Wariatka/Fotolia.com

Erkältungen machen die Abwehrkräfte von Kindern stark. Aber lästig sind sie trotzdem. Wie Eltern vorbeugen oder ihrem Kind das Leben leichter machen, falls es sich doch angesteckt hat.

Wenn Mädchen und Jungen acht bis zwölf Infekte im Jahr haben, liegen sie damit völlig im Durchschnitt. Mediziner können der leichten Erkrankung sogar Positives abgewinnen. „Wenn eine Mutter mit ihrem eineinhalbjährigen Kind zu mir kommt und stolz sagt ,Es war noch nie krank’ – dann bekomme ich erst mal einen Schreck“, sagt Dr. Christoph Kupferschmid, Kinderarzt in Ulm. Denn langfristig gesehen haben Erkältungen eine wichtige Aufgabe: Frühe Virusinfekte sind für die körpereigene Abwehr wichtig. Nur so werden Kräfte mobilisiert, die bald mit ganz anderen Dingen fertig werden müssen. Rund zwölf Tage dauern die Erkältungen im Durchschnitt.

Infekte haben ihre Aufgabe

Ein starkes Immunsystem durch Infekte schön und gut – aber welche Eltern wünschen ihrem Kind schon Fieber, Halsweh, Husten und Schnupfen? Auch wenn diese so genannten Bagatellinfekte kein Grund zur Sorge sind, belasten sie kleine Kinder und deren Eltern doch sehr: Die verstopfte Nase stört beim Trinken und Schlafen (klicken Sie hier für „Gut schlafen bei Schnupfen„), der nächtliche Husten weckt den kleinen Patienten, und ein Kind mit Fieber bringt den Alltag durcheinander.

Gut für die Nase: frische Luft

Wie können Eltern also vorbeugen? Am besten durch gesunde Lebensweise, rät Jutta Göbel, Heilpraktikerin in Augsburg. Den Viren können Kinder so zwar nicht aus dem Weg gehen, aber sie werden schneller und besser damit fertig. Die Heilpraktikerin empfiehlt viel Bewegung an der frischen Luft, ruhig auch bei schlechtem Wetter. Draußen lernt der Körper, sich wechselnden Temperaturen anzupassen. Außerdem holen sich Kinder die meisten Infekte in geschlossenen Räumen, nämlich dort, wo viele Menschen zusammenkommen.

Vitamine und warme Füße

Zur Vorbeugung gehört ebenso eine gesunde Ernährung. Kinder sollten viel frisches Obst, Salat und Gemüse essen, viel Kräutertee und Mineralwasser als Durstlöscher trinken. Bei hartnäckigen Verweigerern von gesunder Kost hilft auch Sanddornsaft oder spezieller Vitamin-C-Saft für Kinder.
Ein weiterer Tipp der Heilpraktikerin: immer auf warme Füße achten. Wenn ein Kind zu kalten Füßen neigt, sei es anfälliger für Virusinfekte. Eine wirkungsvolle Sofortmaßnahme ist eine Fußmassage mit Rosmarinöl. Das fördert die Durchblutung – und die meisten Kinder genießen diese ganz spezielle Zuwendung sehr.

Selbst gemachte Nasentropfen

Kinderarzt Dr. Kupferschmid empfiehlt selbst gemachte Nasentropfen (5 g Salz in einem halben Liter abgekochten Wasser auflösen) mit einer Pipette mehrmals täglich in die Nase tropfen). Ansonsten hilft nur Geduld. Erst wenn die Erkältung zu einem Dauerinfekt wird, sollten Eltern die Erkrankung von einem Kinderarzt behandeln lassen.

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Ein Kommentar

  1. Renate Salden sagt:

    Gegen die wunde Nase hilft, nach JEDEM Putzen die Nase mit einem Lippenpflegestift einzureiben. Das reduziert das Wundreiben und fördert schnelle Heilung.

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