18. Oktober 2015

Tipps zum Abgewöhnen

Sanfter Abschied vom Schnuller

Für Zweijährige wird es Zeit, dem geliebten Tröster allmählich Lebewohl zu sagen. So können Eltern ihrem Kind den schweren Abschied vom Schnuller erleichtern.

Keine Zeit zum Schmusen mit der Mama? Für Leon (18 Monate) ist dann der Schnuller sein einziger Trost. „In diesem Alter gibt er den Kleinen emotionalen Halt, wenn sie müde oder traurig sind“, sagt Daniela Saggau, Erzieherin in der Kinderkrippe Tornquiststraße in Hamburg. Nuckelnde Kleinkinder sind in der Krippe aber dennoch die Ausnahme. „Die Kleinen sollen miteinander plappern, spielen und auf Entdeckungsreise gehen. Da stört der Stöpsel im Mund nur“, meint die Erzieherin.
Sie und ihre Kolleginnen kennen mittlerweile eine Menge Tricks, mit denen sie Kleinkindern den Abschied vom geliebten Schnuller erleichtern. „Komm, Leon, wir bringen deinen Nucki ins Bettchen! Denn er ist sooo müde. Die Nuckis der anderen Kinder schlafen auch“, schlägt Daniela Saggau vor. Und weg ist der Beruhigungssauger.

Ohne Schnuller klappt das Sprechen besser

Häufig reicht es auch schon, das Kind auf den Schoß zu nehmen und mit ihm zu spielen. Die Erzieherin rät Eltern deshalb, in der Entwöhnungsphase mit ihrem Kind besonders oft lustige Verse zu sprechen, zu singen und beim Spielen viel zu reden. „Das können die Kleinen nur, wenn sie keinen Schnuller im Mund haben. Deshalb gilt bei uns die Regel: Wer spricht, nimmt seinen Nucki aus dem Mund„, sagt Daniela Saggau.
Hinzu kommt: Lustige Verse und Lieder machen gute Laune. Die beste Voraussetzung also, ohne Sauger durch den Tag zu kommen. „Denn zum Schnuller greifen die Kleinen meist nur aus Gewohnheit, wenn sie Langeweile haben oder traurig sind“, weiß die Erzieherin. Wichtig ist auch, das Kind zu loben, wenn es einmal längere Zeit ohne Schnuller ausgekommen ist. In der Krippe helfen die anderen Kinder beim Abgewöhnen. Was Leon schafft, möchte auch Jule hinkriegen. Und so bringen die beiden ihre Nuckis seit Neuestem jeden Morgen gemeinsam zu Bett.
Bis es ein Kind allerdings schafft, ohne Sauger auch einzuschlafen, vergeht meist eine Weile. Mit zwei Jahren sollte es allerdings spätestens so weit sein, raten Zahnärzte.

Drei Ideen für den Abschied vom Schnuller

Der Sauger ist ein Bär: Der Schnuller ist eigentlich ein verzauberter Teddybär. Eines Tages kommt ein Brief vom großen Zauberer. Er schreibt, dass es nun Zeit wird, den Nucki wieder in einen Bären zurückzuverwandeln. Am nächsten Morgen ist der Schnuller weg. Vor dem Bettchen des Kindes sitzt ein Teddybär und wartet darauf, in den Arm genommen und geliebt zu werden.

Schnullerbettchen: Der Schnuller bekommt ein eigenes Bettchen. Immer wenn das Kind nachts keinen Sauger braucht, liegt am nächsten Morgen ein kleines Geschenk vom Schnullerzwerg im Bettchen. Manchmal möchte sich der Zwerg den Nucki auch mal für zwei Nächte ausleihen. Eltern können so allmählich den Zeitraum hinausschieben – bis das Kind bereit ist, dem Schnuller endgültig Tschüs zu sagen.

Gemeinsam sind wir stark: In der Krabbelgruppe oder Krippe nehmen immer einige Kinder gleichzeitig Abschied vom Schnuller. Schön ist ein gemeinsames Nucki-Abschiedsfest. Alle machen einen Ausflug in den Park und hängen ihre Schnuller in einen Strauch. Nun dürfen sie sich etwas wünschen und es den unsichtbaren Elfen im Strauch verraten. Am nächsten Tag gehen alle wieder zum Elfenstrauch. Die Schnuller sind weg, dafür hängen Geschenke im Gebüsch.

Wenn das Baby den Sauger nicht findet

© Oksana Kuzmina/Shutterstock.com

Das Baby wacht nachts ständig auf, weil es den Schnuller nicht mehr findet?
Tipps, was Eltern tun können, finden Sie hier.
 
 

Ein Kommentar

  1. ♥sweetchoclat♥ sagt:

    Sehr tolle Tipps wer ich auch versuchen

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