19. Oktober 2018

Das sollten Eltern über den Husten wissen

Erste Hilfe bei Pseudokrupp

Das sollten Eltern über den Husten wissen
© Yuri_Arcurs/iStockphoto.com

Jedes Kind hat mal Husten. Aber manchmal kann sich aus einer normalen Erkältung Pseudokrupp entwickeln. Was Eltern dann tun können.

Die Symptome sind eindeutig: Plötzlich am späten Abend oder in der Nacht hat das Kind einen Anfall von trockenem, bellendem Husten. Möglicherweise macht es auch hörbare, oft ziehende Geräusche beim Einatmen oder es leidet sogar unter Atemnot. In manchen Fällen kommt leichtes Fieber hinzu. Pseudokrupp tritt vor allem in  den Herbst- und Wintermonaten auf, denn oft ist er die Folge einer Erkältung.

Bei Pseudokrupp am wichtigsten: Ruhe bewahren!

  • Auch wenn so ein Pseudokrupp-Anfall Eltern Angst macht, ist die erste Regel: Bewahren Sie Ruhe! Reagieren Mama oder Papa panisch, bekommt auch das Kind Angst, es atmet dadurch schneller und so verschlimmert sich die Atemnot.
  • Nehmen Sie Ihr Kind in den Arm – in aufrechter Position fällt das Atmen leichter – und sprechen Sie beruhigend mit ihm.
  • Kühle Nachtluft am offenen Fenster oder vor der Haustür oder auch kalte Luft aus dem Kühlschrank lindern das Engegefühl im Hals und erleichtern das Atmen. Wickeln Sie Ihr Kind vorher in eine warme Decke oder Jacke.
  • Ein mit kaltem Wasser angefeuchtetes Tuch auf dem Hals unterstützt das Abschwellen der Schleimhäute. Auch abschwellende Nasentropfen können dabei helfen.

Denn Ursache für den Pseudokrupp-Husten ist eine Entzündung der Schleimhaut im Bereich des Kehlkopfs und der Stimmbänder (daher auch die „kehlige“ Stimme bei den kleinen Patienten). Die angeschwollene Schleimhaut verengt dabei  teilweise die Luftröhre und das kann zu Atemnot führen.
Bis zu einem Drittel aller Kinder vom neunten Lebensmonat bis zu etwa viereinhalb Jahren erkranken mindestens einmal an Pseudokrupp – Jungen laut Statistik häufiger als Mädchen. Bei zehn bis 20 Prozent von ihnen wiederholt sich der Anfall.

Wann Eltern besser den Notarzt rufen

Manchmal muss beim Pseudokrupp-Anfall der Notarzt verständigt werden: Wenn das Kind gleichzeitig hoch fiebert, die Atemnot nicht nachlässt, die Lippen blau werden oder sich die Haut zwischen den Rippen beim Einatmen stark nach innen zieht.
In jedem Fall sollten Eltern am nächsten Tag zum Kinderarzt. Er kann dann als Erste-Hilfe-Maßnahme ein Kortisonzäpfchen verschreiben, sollte sich der Pseudokrupp-Anfall wiederholen.

Normaler Husten oder Pseudokrupp?

Ein normaler Erkältungshusten verläuft in zwei Phasen: Zuerst ist er trocken, einige Tage später wird er lockerer, der Schleim löst sich.
Pseudokrupp-Husten ist trocken, rau und bellend und tritt vor allem spätabends und nachts auf.

Gesund durch den Herbst


Schnupfen, Fieber, Halsweh sind hartnäckige Gäste in der kalten Jahreszeit. Wie Eltern Erkältungen vorbeugen und was hilft, wenn es ihr Kind doch erwischt hat – jetzt in der aktuellen Ausgabe von Leben & erziehen, am Kiosk!

Schlagwörter:

Kommentar schreiben

Mit Absenden deines Kommentars erklärst du dich mit der Verarbeitung deiner hier angegebenen Daten einverstanden (Datenschutzerklärung). Diese werden nur zur Verwaltung der Kommentare verwendet und keinem anderen Zweck zugefügt. Du kannst jederzeit per E-Mail an datenschutz@bayard-media.de der Speicherung deiner Daten widersprechen.

* Notwendige Angaben

Menü
nach oben
X
Cover
Leben & erziehen – das Elternmagazin. ❯ Jetzt reinblättern