1. Dezember 2017

Schutz vor Grippe und Erkältung

Power fürs Immunsystem

Schutz vor Grippe und Erkältung
© Mkovalevskaya/iStockphoto.com

Ohne Schniefnase, Husten, Halsweh & Co. durch die kalte Jahreszeit? Wie sich Eltern und Kinder schützen können.

In der kalten Jahreszeit greifen Viren und Bakterien besonders gern an, weil die Schleimhäute von Hals, Nase und Rachen ihnen bei trockener Heizungsluft weit geöffnete Einfalltore bieten. Gut, dass es die körpereigene Gesundheitspolizei gibt: Milliarden von weißen Blutkörperchen, die Lymphozyten, bekämpfen die Eindringlinge. Damit sie ihren Job gut machen können, brauchen sie Training. So werden die Abwehrkräfte stark:

Holunder heizt ein

Wenn Sie mit Ihrem Kind durchnässt oder bibbernd nach Hause kommen, heizt ein Tee aus Holunderblüten den Abwehrkräften tüchtig ein. Zwischendurch gibt ein Glas Holunderbeerensaft den nötigen Vitaminkick. Sie bekommen ihn im Reformhaus oder in Hofläden – oft als Apfel-Holundersaft.

Draußen laufen, klettern, buddeln

Durch Wald und Wiesen streifen, klettern, rutschen, im Sand buddeln, mit Mama und Papa Fangen spielen: Bewegung an der frischen Luft – möglichst täglich – hält das Immunsystem auf Trab.

Hände waschen

Wann? Vor dem Essen, nach dem Toilettengang und immer, wenn Sie mit Ihrem Kind vom Spielen oder Einkaufen nach Hause kommen. Lieber keine Seifenstücke benutzen, denn da tummeln sich Keime. Besser ist flüssige Seife aus dem Spender.

Die Luft feucht halten

Trockene Heizungsluft mögen die Schleimhäute gar nicht: Sie arbeiten in diesem Klima wesentlich weniger effektiv. So überlisten Sie sie: dreimal täglich für fünf bis zehn Minuten das Fenster weit öffnen und hin und wieder einen Wäscheständer mit feuchten Handtüchern aufstellen. Auch ein Luftbefeuchter ist sinnvoll. Warum Heizungsluft im Winter so trocken ist: hier weiterlesen!

Zaubertrank mit Sanddorn

Sanddornsaft enthält viel Vitamin C und stärkt die Abwehr. Ein Glas täglich, mit Mineralwasser verdünnt, reicht. Hokuspokus Fidibus – schon wird daraus ein magischer Zaubertrank gegen die Schnupfenhexe.

Ein Fußbad mit Rosmarin

Bei kalten Füßen tut ein warmes Fußbad mit etwas Rosmarintee gut. Es wärmt, fördert die Durchblutung und beugt Erkältungen vor.

Gegen Grippe impfen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt die Impfung gegen Grippe allen Menschen, bei denen die Influenza-Erkrankung häufiger einen schweren Verlauf nimmt. Dazu gehören auch Kinder mit einer Grunderkrankung (z. B. chronische Erkrankungen der Atmungsorgane, Diabetes Typ 1) und Schwangere. Lesen Sie dazu auch hier: Gegen Grippe impfen?

Für werdende Mütter ist eine Impfung doppelt sinnvoll: Das Ungeborene bekommt über die Plazenta die Antikörper der Mutter und ist so bis einige Monate nach der Geburt ebenfalls vor der Influenza geschützt. Auch stillende Mütter können sich gegen Grippe impfen lassen. Durch eine Impfung schützen sie sich selbst und damit indirekt auch ihr Baby vor einer Erkrankung. Denn Säuglinge können erst ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat gegen Grippe geimpft werden. Wichtig dabei: Die erste Impfung bei Säuglingen und Kleinkindern muss zweimal im Abstand von einem Monat gegeben werden, um ihren vollen Schutz zu entfalten!

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