22. August 2017

Was Eltern dagegen tun können

Mittelohrentzündung und Ohrenschmerzen

Was Eltern dagegen tun können
© Hunger & Simmeth

Hat das Kind Schnupfen, steigt auch das Risiko für eine Mittelohrentzündung. Was Eltern dann tun können und welche Vorbeugung möglich.

90 Prozent aller Kinder haben bis zum Ende des dritten Lebensjahres eine Mittelohrentzündung durchgemacht. Dabei dringen Schnupfenviren über die Nase in eine der beiden Ohrtrompeten ein – auch Paukengänge oder Eustachische Röhren genannt. Und da diese bei Kleinkindern noch recht kurz sind, sind sie für die Keime schnell zu erreichen.

Manchmal ist Antibiotikum notwendig

Hinzu kommt: Die Ohrtrompete ist auch für die Belüftung des Mittelohrs zuständig. Behindert eine verstopfte Nase diesen Luftweg, steigt das Risiko für eine Mittelohrentzündung. „Ist eine Ohrtrompete verstopft, entsteht ein Unterdruck. In der Paukenhöhle sammelt sich Sekret an. Und aus einer harmlosen Mittelohrentzündung kann eine eitrige werden“, erklärt Dr. Lothar Maurer, Kinder- und Jugendarzt aus Frankenthal in der Pfalz. „Hat das Kind zusätzlich hohes Fieber und Schmerzmittel bringen keine Besserung, geht es häufig nicht ohne Antibiotikum.“

Ohrenschmerzen vom Planschen

Hinter Ohrenweh muss aber nicht immer eine Mittelohrentzündung stecken. „Häufig handelt es sich um eine Gehörgangsentzündung, die durch Planschen im Schwimmbad ausgelöst wird“, erklärt der Kinderarzt. „Wasser gelangt ins Ohr und weicht das Ohrenschmalz auf, sodass es weicher wird und seine Aufgabe als Bollwerk gegen Keime nicht mehr so gut erfüllen kann. Bakterien können sich dann leichter ausbreiten und eine Entzündung hervorrufen.“ Ein gutes Abwehrmittel: Träufeln Sie Ihrem Kind nach dem Schwimmbadbesuch einen Tropfen Olivenöl ins Ohr.

Das hilft

Abschwellende Nasentropfen lindern die Beschwerden und verflüssigen den Schleim. Die Tropfen gelangen über die Nase auch in den Gehörgang. Gegen die Schmerzen und zum Abschwellen geben Sie Ihrem Kind Ibuprofen als Saft oder Zäpfchen. Auch homöopathische Komplexmittel (etwa Otovowen) können Ohrenschmerzen schnell und wirksam lindern. Wichtig: Gehen Sie bei starken Ohrenschmerzen sofort mit Ihrem Kind zum Arzt!

Wie Eltern kleinen Schnupfennasen helfen können: hier unsere Tipps!

 

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