Dein Leben-und-erziehen.de-Newsletter

Alles über die Themen Schwangerschaft, Erziehung & Gesundheit

Jeder Tag ein neues Abenteuer

Luxus-Camping in Luxemburg

Mama-REPORTERIN Tina durfte zusammen mit ihrer Familie den Campingplatz Martbusch in Luxemburg testen. In ihrem Reisetagebuch berichtet sie von den vier aufregenden Tagen in der Region Müllerthal.

Ich bin ehrlich: Wir hatten die Gegend vorher gar nicht auf unserer Urlaubsliste. Doch wir lernen gern Neues kennen, deshalb sind wir voller Vorfreude in unseren Kurzurlaub aufgebrochen. An der Rezeption des Campingplatzes Martbusch wurden wir herzlich empfangen und bekamen unsere Unterkunft für die kommenden drei Nächte zugeteilt: den "Megapod XL". Unsere beiden Jungs (vier Jahre und 21 Monate) sind sofort um das hübsche Holzhäuschen geflitzt und waren begeistert. Währenddessen haben wir uns schon mal eingerichtet. Das Häuschen ist bereits mit allem, was man so braucht, ausgestattet: Geschirr, Töpfe, Wasserkocher, Kochplatten, Kühlschrank, Mikrowelle, Holztisch, vier Hocker, ein kleines Duschbad und Betten für vier Personen. Die waren sogar schon mit bezogenen Kissen und Decken versehen. Mit so viel Komfort hatten wir auf einem Campingplatz nicht gerechnet!

Der erste Tag: Toben und entspannen

Anschließend haben unsere Kinder den Abenteuerspielplatz Martbusch erobert. Dieser ist vom Campingplatz zugänglich, liegt direkt im Wald und ist im Sommer wunderbar schattig. Hier kommen wirklich kleine und große Klettermaxe auf ihre Kosten. In der Zwischenzeit hatten wir Besuch von der lieben Lis von Visit Luxembourg. Sie hat uns bestens mit Informationen über die Region, Ausflugstipps, Restaurantempfehlungen und der "Luxembourg Card" versorgt. Uns wurde schnell klar, wie viel es hier zu erleben gibt und wie sehr wir die Region unterschätzt hatten.

Somit sind wir gleich zu unserem ersten kleinen Ausflugsziel, der Heringer Mühle, aufgebrochen. Von dieser Location erreicht man nach einem überschaubaren Fußmarsch (ungefähr eineinhalb Kilometer) einen schönen Wasserfall – den Schiessentümpel. Im Restaurant "Heringer Millen" haben wir es uns bei einem fantastischen Abendessen gut gehen lassen. Das Restaurant liegt ebenfalls mitten im Grünen mit Blick auf einen Spielplatz. Mit einem Glas Weißwein konnten wir unsere Kinder also wunderbar beobachten und waren spätestens jetzt im Urlaub angekommen. 

Der zweite Tag: Ritterburg und Badesee

Der zweite Morgen begann für uns mit frischen Brötchen. Der Campingplatz Martbusch nimmt jeden Tag Bestellungen für den Bäcker entgegen. Am folgenden Tag kann dann die Auswahl an Brötchen, Brot und Gebäck an der Rezeption abgeholt werden. Anschließend haben wir uns den Ort Vianden vorgenommen, welcher etwas nördlicher in der Region Éislek liegt. Zuerst ging es zur Schlossbesichtigung. Die Kinder waren von den Ritterrüstungen so begeistert, am liebsten hätten sie den Rundgang gleich noch mal gemacht.

Von dort aus erreicht man nach einem schönen Spaziergang durch den Ort einen Sessellift. Wir sind natürlich sofort eingestiegen und konnten, oben angekommen, die tolle Aussicht über Vianden bei einem Mittagssnack im Restaurant der Gipfelstation genießen. Nachdem wir uns danach im Freibad etwas ausgeruht hatten, sind wir auf dem Rückweg noch zum Echternacher See gegangen. Um den 30 Hektar großen, künstlich angelegten See führt ein Weg für Fußgänger zum Spazieren, Inlineskaten und Fahrradfahren, außerdem gibt es einen Tretbootverleih. Den Abend ließen wir dann im Restaurant "Lakeside" ausklingen. 

Der dritte Tag: "Auf den Spuren von Charly"

Die Ortschaft Bech, ganz in der Nähe von Echternach, bietet den Kinderwanderweg "Auf den Spuren von Charly". Charly war eine alte Dampflokomotive, die einst auf dieser Strecke fuhr. Diesen Wanderweg haben wir am folgenden Tag in Angriff genommen. Durch Wälder und über Wiesen, vorbei an kleinen Ortschaften und Aussichtspunkten erkundeten unsere Jungs auf 13 verschiedenen Stationen die über fünf Kilometer lange Gehstrecke. Dabei waren sie Waldtieren auf der Spur, lernten Baumarten kennen und konnten ausprobieren, ob sie schon so weit springen können wie Maus, Fuchs oder Hase. Bei so viel Abwechslung ist den Kids gar nicht aufgefallen, wie lange sie marschiert sind. Zur Belohnung gab es am Abend Lagerfeuer und Würstchen auf dem Campingplatz.

Der vierte Tag: Wandern durch Wald und Moos

Da war er schon gekommen, unser letzter Tag. Nachdem wir unser Holzhäuschen verlassen hatten, haben wir einen Stopp beim "Aquatower" in Berdorf eingelegt und sind danach einen Teil des Mullerthal Trails mit spektakulären Felsformationen gewandert. Der Mullerthal Trail führt Wanderer auf verschiedenen Routen durch abwechslungsreiche Landschaftsformen: bizarre Felsen, urwaldähnliche Wälder, moosige Bachtäler und aussichtsreiche Hochebenen. Wir freuen uns schon darauf, bei nächster Gelegenheit noch mehr von der wunderschönen Natur zu sehen. Ein kleiner Tipp für alle Wanderer mit kleinen Kindern: Die meisten Wanderwege sind nicht für Kinderwagen geeignet. Auf jeden Fall sollte eine Kraxe im Gepäck sein. Wer keine hat, kann sich bei der Touristeninformation "Heringer Mühle" sogar kostenfrei eine ausleihen.

Unser Fazit: Wir kommen bestimmt wieder!

Wir waren überrascht und begeistert zugleich. Die Region "Kleine Luxemburger Schweiz" hat so viel zu bieten: landschaftlich, kulturell, sportlich sowie kulinarisch. Und natürlich jede Menge Abenteuer für die Kleinen. Wir kommen bestimmt wieder!

kinder! im Abo

kinder! setzt sich intensiv mit den erzieherischen und unterhaltenden Themen auseinander, die Eltern und Kinder interessieren und beschäftigen.

Mehr Infos

Teile diesen Artikel: